Sie tagt vom 10-12. Februar im Adlon-Hotel . „Quo Vadis“ lautet das Motto der Konferenz lauten.

Immobilienkonferenz Quo Vadis tagt in Berlin

Nicht ver­treten werden auf dem Kon­gress die Ber­liner Mietre­bel­lInnen sein, ohne deren Akti­vi­täten der Mie­ten­deckel kein Thema geworden wäre. Sie wollen am 11. Februar zwi­schen 17 Uhr und 19.30 Uhr vor dem Adlon-Hotel gegen die Ein­fluss­nahme der Immo­bi­li­en­wirt­schaft auf poli­tische Ent­schei­dungen pro­tes­tieren.

Der FDP-Vor­sit­zende Christian Lindner musste sich in den letzten Tagen nach den Wahl­ka­priolen in Thü­ringen heftige Kritik anhören. Am 10. Februar aber wird er ganz unter Freunden sein. an diesen Tag wird Linder unter dem Motto „Wieviei Regu­lierung ver­trägt der Markt noch?“ die Eröff­nungsrede der dies­jäh­rigen Ber­liner Immo­bi­li­en­kon­ferenz halten. Sie tagt vom.…

… 10–12. Februar im Adlon-Hotel . „Quo Vadis“ lautet das Motto der Kon­ferenz lauten. Es ist keine Über­ra­schung, dass sich die Immo­bi­li­en­wirt­schaft mit dem FDP-Poli­tiker einen der schärfsten Kri­tiker des Ber­liner Mie­ten­deckel ein­ge­laden hat. Schließlich ist man sich in der Front­stellung gegen eine Politik, die die Gewinne der Immo­bi­li­en­wirt­schaft begrenzen will, einig. Aller­dings ist die Immo­bi­li­en­lobby durchaus nicht in Kri­sen­stimmung wegen des Mie­ten­de­ckels. Sie sieht sich weiter auf Erfolgskurs. Ein Panel ist mit dem Titel über­schrieben: „Globale Real Estate Invest­ments – wird Deutschland noch inter­es­santer?“. Natürlich in erster Linie für die Immo­bi­li­en­wirt­schaft, wie sich an den Panel­teil­nehmern gut zeigen lässt. Dominik Bram­bring, Managing Director und Head of Tran­sac­tions, PGIM Real Estate Germany AG, Johannes Viel­berth, Vice Pre­sident, GIC Real Estate und Andrew Wallis, Deputy CEO, Aroundtown SA. Mit dem SPD-Vor­stands­mit­glied Kevin Kühnert und den Kli­ma­ak­ti­visten Sebastian Grieme hat man sich auch einige etwas kri­ti­schere Stimmen ein­ge­laden, die dort sprechen können. 

Mie­te­rInnen bleiben draußen
Nicht ver­treten werden auf dem Kon­gress die Ber­liner Mietre­bel­lInnen sein, ohne deren Akti­vi­täten der Mie­ten­deckel kein Thema geworden wäre. Sie wollen am 11. Februar zwi­schen 17 Uhr und 19.30 Uhr vor dem Adlon-Hotel gegen die Ein­fluss­nahme der Immo­bi­li­en­wirt­schaft auf poli­tische Ent­schei­dungen pro­tes­tieren. Kim Meyer vom „Bündnis gegen Ver­drängung und Mie­tenwahn“, die die Kund­gebung orga­ni­siert, nennt einige Bei­spiele für diese Lob­by­arbeit. „Nach einer Anfrage von Abge­ord­neten der Links­fraktion an die Bun­des­re­gierung fanden in der letzten Wahl­pe­riode fast jede Woche Lob­by­ge­spräche mit Ver­tre­te­rInnen der Immo­bi­li­en­branche statt. Zudem besitzen Lob­by­is­tInnen der Immo­bi­li­en­wirt­schaft 45 Haus­aus­weise, die ihnen stän­digen Zugang zur Lobby des Bun­des­tages ver­schafft. „Immer wieder legen sie Geset­zes­vor­schläge vor, die dann von der Politik teil­weise fast wörtlich über­nommen werden“, moniert Kim Meyer diese Ein­fluss­nahme. Dass die Mie­ten­pro­teste nach der Ein­führung des Mie­ten­de­ckels nach­lassen, glaubt sie nicht. Aktuell seien Umwand­lungen in Eigen­tums­woh­nungen für viele Mie­te­rinnen ein großes Problem. Doch, dass die Kund­gebung keine Massen anlockt, ist auch Kim Meyer klar. Dort soll aller­dings auch für die Demons­tration gegen Mie­ten­wahnsinn und Ver­drängung im Rahmen des Housing Action Day, geworben werden, die am 28.3.2020 um 13 Uhr am Pots­damer Platz beginnen soll. Dann wird sich erst zeigen, wie mobi­li­sie­rungs­fähig die Ber­liner Mie­te­rIn­nen­be­wegung nach dem Mie­ten­deckel ist. 

Peter Nowak