Die Antirassistische Initiative hat ein Update ihrer Langzeit­dokumen­tation über die Folgen von Asyl­rechts­schleifung und immer neuen Gesetzes­verschär­fungen vorgelegt

Deutsche Flucht­politik: Seit Jahr­zehnten tödlich

Auf der ARI-Homepage findet sich auch eine vom Um­bruch-Bild­archiv aus Berlin-Kreuz­berg erstellte Foto­gale­rie. Sie zeigt einen Gedenkort für die Opfer von Rassismus und Polizeigewalt, den Unbekannte am 26. August 2020 am Berliner Oranienplatz errichtet hatten. Im August 2021 erkannte die Bezirksverordnetenversammlung Fried­richs­hain-Kreuz­berg mehrheitlich den Stein als Gedenkort an.

Es sind oft nur kurze Meldungen, die darüber berichten, wie Geflüchtete durch Neo­nazis, aber auch durch Polizist*innen Gewalt erfahren oder sogar getötet werden. Die Anti­rassis­tische Initia­tive (ARI) in Berlin sorgt seit 32 Jahren dafür, dass solche Fälle systematisch erfasst werden. Jetzt hat sie den mitt­ler­weile fünften Band ihrer Lang­zeit­doku­men­ta­tion …

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Mieter in der High-Deck-Siedlung fordern mit einer Unterschriftensammlung Instandsetzung und niedrigere Mieten von der landeseigenen Howoge.

High-Deck-Siedlung in Neukölln: Mieter wollen saubere Platten

Im Anschluss an die Kundgebung sammelte eine Gruppe von Mieter*innen gemeinsam mit dem Kiezprojekt Unterschriften unter dem Brandbrief an die Howoge. Etwa 600 Bewohner*innen haben schon unterzeichnet. Wenn 1000 Unterschriften zusammengekommen sind, soll der Brief an die Wohnungsbaugesellschaft übergeben werden.

»Wir leben seit Jahren mit Schimmel, Feuchtigkeit, undichten Fenstern und immer neuen Schäden«, sagt Katharina Klappheck am Dienstagnachmittag auf einer Kundgebung vor der …

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Georg K. Glaser: Die Geschichte des Weh. Erzählung, 2023, 224 Seiten, ça ira-Verlag Freiburg; - Georg K. Glaser: Geheimnis und Gewalt. Ein Bericht, 2022, 592 Seiten, herausgegeben von Michael Rohrwasser, ça ira-Verlag Freiburg

Illusionsloser Antifaschismus

Der ça ira-Verlag legt die Schriften Georg K. Glasers neu auf, Peter Nowak stellt den Autor und zwei der Bände vor.

Am 17. Juni 1939 wurde Eugen Weidmann in Versailles mit der Guillotine geköpft. Es war die letzte öffentliche Hinrichtung in Frankreich. Danach wurden die Todesurteile in Gefängnissen vollstreckt. Der Grund dafür war, dass Weidmanns Hinrichtung zu einer Art Volksfest wurde. Tausende Zuschauer feierten den Tod des »Killers mit den Samtaugen«, wie er genannt wurde. Der 1908 in Frankfurt geborene Weidmann hatte 1937 in Frankreich …

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Gerhard Mauch: »Rukelie der Ausnahmeboxer. Ein Sinto im NS-Staat. Kult Comic, 56 S. 15 €.

Sinto-Boxer Rukelie Trollmann: Weltmeister für eine Woche

Die Graphic Novel »Rukelie der Ausnahmeboxer« erweckt die Geschichte des Sinto-Boxers Johann Rukelie Trollmann zum Leben

Im Garten der Bockbrauerei in Berlin-Schöneberg wurde am 9. Juli 1933 Boxgeschichte geschrieben. Den Kampf um die Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht gewann Johann Trollmann, den Titel »Deutscher Meister im Halbschwergewichtsboxen« sollte er allerdings nur wenige Tage später wieder verlieren. Denn …

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Im Willy-Brandt-Haus in Berlin ist noch bis zum 31. Mai die World Press Photo Ausstellung 2026 zu sehen. Die Fotografien in der Ausstellung dokumentieren Kriege, die Folgen des Klimawandels, aber auch Menschen, die dagegen Widerstand leisten.

Zeugnisse engagierter Fotograf*innen

Erfreulicherweise hat Dietmar Nietan in seiner Eröffnungsrede davor gewarnt, beim Blick auf die Ausstellung nur auf andere Länder zu zeigen. In Deutschland agiert noch keine ICE, aber hier gibt es einen eingespielten Abschiebeapparat, der verzweifelte Menschen zurücklässt. Auf vielen Fotos sind Waldbrände und andere menschengemachte Klimakatastrophen in aller Welt zu sehen.

Die Augen des jungen Mannes sind vor Schrecken geweitet. Es handelt sich um einen Kolumbianer, der in die USA migriert ist. Er hat dort gearbeitet, sich ein Leben und einen Freundeskreis aufgebaut. Das Foto dokumentiert den Augenblick, als er von Häschern des ICE, der  unter Trump mächtig erweiterten Abschiebebehörde, verhaftet wurde. Die Menschen, die das Foto betrachten wissen nicht,  ob der Mann abgeschoben wurde, ob er noch in einen Gefängnis verbringen muss, oder ob er zu den wenigen gehört, die wieder freigelassen wurden. Doch das Foto macht sofort die Unmenschlichkeit der Abschiebemaschinerie deutlich. Es ist Teil der kürzlich eröffneten …

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Rund 1500 Menschen beteiligten sich am Protest gegen einen Naziaufmarsch und feierten anschließend den Tag der Befreiung vom Faschismus

Demmin: Befreiung feiern gegen rechts

Kerstin Lenz vom Aktionsbündnis 8. Mai zeigte sich gegenüber »nd« sehr zufrieden mit dem Verlauf der Aktionen. »Als wir mit den Protesten gegen den Aufmarsch der Rechten anfingen, waren wir fünf Menschen und wurden in der Stadt stark angefeindet«, sagt sie.

»Ich sag Maunz, ich mach kratz, Nazis kriegen auf die Tatz« diese Zeilen waren auf einem selbstgemalten Plakat zu sehen, das eine Frau am Freitagnachmittag durch Demmin trug. »Ich bin Katzenliebhaberin« sagt sie. Auf dem Demonstrationszug gegen einen rechten Aufmarsch durch die Kleinstadt im Norden Mecklenburg-Vorpommerns waren viele originelle Statements zu lesen. Die Parade, die am 8. Mai pünktlich um 17 Uhr am Bahnhof startete, war nicht nur ein Protest gegen …

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Bernd Drücke (Hg.): Die Kriegslogik durchbrechen! Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg. Mit einem Geleitwort von Moshe Zuckermann. Verlag Graswurzelrevolution, Münster 2025, 128 Seiten, 14,90 Euro

»Keine Feinde sein«

»Krieg, Hass, Tod und unendliche Leiderfahrungen müssen nicht das letzte Wort im israelisch-palästinensischen Konflikt bleiben«, äußert Bernd Drücke im Vorwort eine Hoffnung. »Das gilt nicht nur für die geschundene Gaza-Bevölkerung, sondern auch für die jüdisch-israelische Bevölkerung«, ergänzt der in Jerusalem lebende Soziologe Moshe Zuckermann in seinem kurzen Geleitwort Am 30. Mai 2026, um 14 Uhr, stellt Bernd Drücke das Buch im Rahmen der Linken Buchtage im Mehringhof in der Gneisenaustraße 2a in BerlinKreuzberg vor und lädt zur Diskussion ein

Am 27. September 2025 fand in Berlin die größte Demonstration für ein Ende des Gaza-Kriegs statt. Doch manchen Antimilitarist*innen fehlte bei den Reden, auf den Transparenten und auf den Flugblättern eine deutlichere Absage auch an die Hamas. Einige von ihnen hatten sich am Berliner Lustgarten zu einer kleinen Kundgebung versammelt. Dort konnte man Redner*innen hören, die darüber berichteten, dass jüdische Menschen für die Politik Israels in Berlin
und anderen Städten angegriffen und für die Haltung der israelischen Regierung verantwortlich gemacht wurden. Dabei betonten diese Redner*innen auf der kleinen Kundgebung, dass sie …

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Im Januar wurde die Kölner Journalistin in Syrien festgenommen. Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Das Auswärtige Amt äußert sich nur vage zu dem Fall.

Wo ist Eva Maria Michelmann?

Enttäuscht von der Antwort zeigt sich Antonius Michelmann, der Bruder der verschwundenen Journalistin. „Wir fragen uns, was denn nun die Ergebnisse der Bemühungen des Auswärtigen Amtes in den mehr als 60 Tagen seit der Verschleppung meiner Schwester sind“, sagte er der taz. Er verwies auf die engen Beziehungen der Bundesregierung, der EU-Kommission und auch der UNO zur syrischen Übergangsregierung. Da könne es „doch nicht sein, dass wir weiterhin keine einzige neue Information über das Schicksal meiner Schwester haben“.

Weiterhin fehlt von der Journalistin Eva Maria Michelmann jede Spur. Während einer Offensive der syrischen Armee soll die 36-jährige Kölnerin im Januar von …

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Kontroverse Debatte um Bündnisarbeit auf der Landesdelegiertenkonferenz der Berliner VVN-BDA

VVN-BdA: Gemeinsam gegen rechts – doch mit wem?

Bei den strittigen Themen erinnerten viele Delegierte daran, das Gemeinsame nicht aus den Augen zu verlieren. »Das ist der Kampf gegen Faschismus und Krieg«, sagte die Lichtenberger Delegierte Gisela Lingenberg, die seit vielen Jahren in unterschiedlichen Funktionen in der Vereinigung aktiv ist

Plakate mit antifaschistischen und antirassistischen Motiven weisen am Samstag den Weg zur Landesdelegiertenkonferenz der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA). Wie nötig die größte antifaschistische Organisation in Berlin heutzutage ist, zeigte sich schon daran, …

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Opfer bilanzieren den rechtsterroristischen Neukölln-Komplex

Neukölln: Keine Alternative zum Weitermachen

Jahrelang hatten die von rechter Gewalt Betroffenen und antifaschistische Initiativen einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) gefordert. Im Mai 2022 wurde er dann im Abgeordnetenhaus eingesetzt. Mit dem baldigen Ende der Legislaturperiode zum Jahresende geht auch der PUA zu Ende. Einen Abschlussbericht im Sinne der Betroffenen wird es wohl nicht geben. Das machen Niklas Schrader, der für die Linkspartei, und Andre Schulze, der für die Grünen im Ausschuss saß, am Montagabend auf einem Podium im Bürgerzentrum Neukölln in der Werbellinstraße deutlich.

Es ist still geworden um den Neukölln-Komplex, wie die Serie von 72 rechten und neonazistischen Straftaten bezeichnet wird, die zwischen 2009 und 2021 im Bezirk Neukölln gegen unterschiedliche Gegner*innen der Rechten verübt wurden. Dazu gehörten der Anschlag auf das Auto und Wohnhaus des derzeitigen Linke-Bundestagsabgeordneten …

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Beim Berliner Gedenken an die ermordete Rosa Luxemburg wird Internationalismus großgeschrieben. Nur ein Aufstand erhält auffällig wenig Aufmerksamkeit.

Deutsche Linke und Iran – Selektive Solidarität

Hier rächt sich der geopolitische Blick, mit dem manche Linke nicht den Kapitalismus, sondern den US-Imperialismus zum Hauptfeind erklären. Alle Linken, denen es um Emanzipation geht, müssen aufseiten der iranischen Aufständischen stehen. Ein Sturz des Regimes wäre nicht nur eine Befreiung für große Teile der iranischen Bevölkerung. Er würde auch der Menschen in Irans Nachbarländern mehr Luft zum Atmen geben. Die euphemistische Achse des Widerstands genannte Kooperation proislamistischer Kräfte im Nahen Osten richtete sich auch gegen emanzipatorische Kräfte in diesen Ländern.

Immer am zweiten Sonntag im Januar gedenken in Berlin sich als links verstehende Menschen den am 15. Januar 1919 von rechten Freikorps ermordeten So­zia­lis­t*in­nen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. In diesem Jahr haben sich im Vergleich zu früheren Jahren besonders viele junge Menschen an der Demonstration von Berlin-Friedrichshain zur „Friedhof der Sozialisten“ genannten Gedenkstätte beteiligt.  Großen Wert legt diese Demonstration traditionell auf die internationale Solidarität. Unübersehbar waren in diesem Jahr …

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Margot Overath: Verbrannt in der Polizeizelle. Die verhinderte Aufklärung von Oury Jallohs Tod im Dessauer Polizeirevier. Metropol-Verlag 2025. 281 Seiten. ca. 34.00 SFr. ISBN: 978-3-86331-754-6.

21 Jahre nach dem Tod von Oury Jalloh – die verhinderte Aufklärung

Die Journalistin Margot Overath hat in ihrem Buch "Verbrannt in der Polizeizelle. Die verhinderte Aufklärung von Oury Jallohs Tod im Dessauer Polizeirevier." beschrieben, wie staatliche Stellen die Aufklärung verhinderten.

Auch in diesem Jahr werden am 7. Januar wieder Demonstrant*innen in Dessau auf die Straße gehen. Sie erinnern an Oury Jalloh. Der junge Migrant verbrannte am 7.Januar 2005 an Händen und Füssen gefesselt in einer Dessauer Polizeizelle. Auch hier lautet die offizielle Version, Jalloh habe das Feuer in der Zelle selber gelegt. Eine Initiative von Freund*innen und Bekannten des Toten hat diese Version nie akzeptiert. Sie haben erst Kundgebungen und Demonstrationen in Halle und anderen Städten organisiert, dann haben sie Geld für Gutachten gesammelt, die die offizielle Version, dass das Opfer den Brand in dem Zelt gelegt hat, massiv erschütterte.  Es gab seit 2005 einen kleinen Kreis von Pressevertreter*innen die nicht einfach die offizielle Version der Polizei abschrieben. Dazu gehört die Rundfunkjournalistin Margot Overath. Sie hörte von Anfang an auch den Freund*innen und Bekannten zu und las auch die Akten gründlich. 2021 wurde sie für ihre Serie „Oury Jalloh und die Toten des Polizeirevier Dessau“ mit dem Deutschen Podcastpreis ausgezeichnet. Jetzt hat sie unter dem Titel „Verbrannt in der Polizeizelle“ (https://metropol-verlag.de/produkt/verbrannt-in-der-polizeizelle-die-verhinderte-aufklaerung-von-oury-jallohs-tod-im-dessauer-polizeirevier/) in ihrem im Metropol-Verlag erschienen Buch auf 281 Seiten noch einmal mit vielen Belegen dokumentiert, wie staatliche Stellen das Recht brachen und …

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Der Herbstsalon 2025 war bis zum 30. November 2025 im Gorki Theater und angrenzenden Gebäuden in Berlin zu sehen. Das Theaterstück „Das Rotes Haus“ läuft am 5.12. und 20. Dezember 202512 ab 19:.30 Uhr im Gorki -Theater

Kampf gegen die deutsche Hausordnung –

Die Arbeitsmigrant*innen wehrten sich gegen ihre Entrechtung am Arbeitsplatz, in den Wohnheimen und der westdeutschen Gesellschaft. Mit dem von Ersan Mondag inszenierten Theaterstück „Das Rrote Haus“ im Rahmen der Ausstellung Herbstsalon 2025 wird deutlich, dass in der Stresemannstraße 30 viele politisch engagierte Frauen lebten, die sich aktiv gegen die kapitalistische Ausbeutung und die rassistische und sexistische Unterdrückung wehrten, denenmit der sie in der repressiven Westberliner Gesellschaft der 1960er Jahre konfrontiert waren. In den Dokumenten, die in mehreren Räumen im Palais im Festungsgraben ausgestellt sind, wie auch in mehrere Filmen, erfahren wir von den politischen und künstlerischen Aktivitäten der Frauen

Um 21 Uhr muss Ruhe in den Zimmern sein. Das Spielen von Musikinstrumenten ist ebenso verboten wie das Empfangen von Besuch. Bei diesen Bestimmungen handelt es sich nicht etwa um eine Gefängnisordnung. Nein, hier handelt es sich um die Regeln für Bewohner*innen eines Münchner Heims für Arbeitgsmigrant*innen aus der Türkei und Jugoslawien in den 1960er und 18970er Jahren. Der jugoslawische Künstler Zelimir Zilnik drehte darüber 1975 einen …

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Zwei Töchter von NSU-Opfern wollen mit einem Buch Jugendliche gegen rechte Ideologie sensibilisieren

NSU-Morde: Kein Schlussstrich – kein Vergessen

»Der NSU hat unsere Väter ermordet, Polizei und Medien haben das Ansehen von ihnen und unseren Familien zerstört«, bringt Semiya Şimşek ihre Erfahrungen auf den Punkt. Ihr Vater war das erste Opfer des NSU und wurde im September 2000 in Nürnberg ermordet. Beide Frauen erinnern in dem Buch daran, dass einige Angehörige im Jahr 2006, nachdem acht weitere Menschen mit der gleichen Waffe erschossen worden waren, in Kassel und Dortmund zu Demonstrationen unter dem Motto »Stoppt das Morden – Kein 10. Opfer« aufgerufen hatten.

Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgut, Michèle Kiesewetter. Es sind die Namen der Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), die der Sozialwissenschaftler Ali Şirin am Freitagabend im Salon des FMP1 in Berlin noch einmal in Erinnerung ruft. Die Veranstaltung hatte …

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Bei der Konferenz des PEN-Berlin hat man erkannt, dass die falsche Frage ist. Doch das Interesse an der Debatte bleib gering. Dabei wären solche Formate vielleicht erfolgreicher im Kampf gegen Rechte.

Gibt es ein Recht auf Hass?

Vor zwei Jahren, als der Pen-Berlin noch relativ neu war, war das Medien- und Publikumsinteresse größer. Der schlechte Besuch ist auch ein Zeichen dafür, dass solche Debatten heute kaum noch in der realen Welt geführt werden. Im Internet wird selten miteinander, sondern meistens übereinander geredet oder neue angebliche Skandale aufgespürt

Nach der Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation laufen die Debatten in  erwartbaren Formen. Alle, die schon lange vor der Rechtspartei warnen, sehen sich einmal mehr darin bestätigt, dass die AfD eine ganz gefährliche rechte Partei ist. Diejenigen, die für ein Verbot der AFD trommeln, wollen in dem Kongress …

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