Netzwerke und Proteste bewähren sich im Notstand

Solidarität statt Bevormundung

In der Corona-Krise domi­niert noch die volks­ge­mein­schaft­liche Diktion, dass wir alle in einem Boot sitzen und allen poli­ti­schen Streit jetzt hinter uns lassen sollen. Dazu wird von Politiker*innen aller Par­teien plötzlich ver­dächtig oft das Wörtchen Soli­da­rität im Mund geführt. Doch es hat eine ganz andere Bedeutung als in linken Zusam­men­hängen. Von Politik und Wirt­schaft wird der nationale Zusam­menhalt beschworen und vor der Spaltung der Gesell­schaft gewarnt.

#STAY AT HOME heißt die weit sichtbare Lauf­schrift auf dem Dach des Living Levels, eine der teu­ersten Immo­bilien am Ber­liner Spree-Ufer. Gut sehen können die Auf­for­derung auch die vielen Men­schen, die in den Ber­liner Stadt­teilen Kreuzberg und Fried­richshain in beengten Wohn­ver­hält­nissen oder sogar ohne Obdach auf der Straße über­leben müssen. Nicht wenige sind durch Luxus­bau­pro­jekte wie Living Levels ver­drängt worden und haben durch das Streben nach Gewinn­ma­xi­mierung in der Immo­bi­li­en­wirt­schaft ihre Woh­nungen ver­loren. Daher ist es schon besonders zynisch, wenn aus­ge­rechnet vom Dach dieses Gebäudes aus auf­ge­fordert wird, zu Hause zu bleiben. Wenn schon alle auf­ge­fordert werden, zu Hause zu bleiben, dann müssen auch alle ein Zuhause haben, in dem sie leben können und wollen. Ein Bei­spiel mehr, das zeigt, wie .…

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Am Samstag soll um 18 Uhr von Balkonen und Fenstern für Mieter/innenrechte demonstriert werden

Mietenproteste mit gelben Handschuhen

Unter­stützt werden die Mieter/​innen von linken Gewerkschaftler/​innen, die sich in der Ber­liner Aktion gegen Arbeit­ge­ber­un­recht (BAgA) zusam­men­ge­schlossen haben. „Sie betei­ligen sich an der Aktion mit den Aufruf „Krach machen statt klat­schen für Lau“ und wollen damit gegen das Kaputt­sparen des Gesund­heits­systems pro­tes­tieren.

Am 28. März 2020 wollten unter dem Motto »Wohnen für Men­schen statt für Profite« zehn­tau­sende Men­schen in ganz Europa gegen hohe Mieten, Zwangs­räu­mungen und Woh­nungs­lo­sigkeit demons­trieren. Vor dem Hin­ter­grund der Corona-Krise hat das bun­des­weite Akti­ons­bündnis gegen Ver­drängung und Mie­ten­wahnsinn ebenso wie seine euro­päi­schen Bündnispartner/​innen die geplanten Groß­de­mons­tra­tionen zum Housing Action Day ver­schoben. Doch Pro­teste wird es am kom­menden Samstag trotzdem geben. „Wir sagen den Housing Action Day nicht ab, sondern .…

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Sie tagt vom 10-12. Februar im Adlon-Hotel . „Quo Vadis“ lautet das Motto der Konferenz lauten.

Immobilienkonferenz Quo Vadis tagt in Berlin

Nicht ver­treten werden auf dem Kon­gress die Ber­liner Mietre­bel­lInnen sein, ohne deren Akti­vi­täten der Mie­ten­deckel kein Thema geworden wäre. Sie wollen am 11. Februar zwi­schen 17 Uhr und 19.30 Uhr vor dem Adlon-Hotel gegen die Ein­fluss­nahme der Immo­bi­li­en­wirt­schaft auf poli­tische Ent­schei­dungen pro­tes­tieren.

Der FDP-Vor­sit­zende Christian Lindner musste sich in den letzten Tagen nach den Wahl­ka­priolen in Thü­ringen heftige Kritik anhören. Am 10. Februar aber wird er ganz unter Freunden sein. an diesen Tag wird Linder unter dem Motto „Wieviei Regu­lierung ver­trägt der Markt noch?“ die Eröff­nungsrede der dies­jäh­rigen Ber­liner Immo­bi­li­en­kon­ferenz halten. Sie tagt vom.…

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