Durch die Recherche von Korrespondenten wurde ein Massaker CIA-geführter Milizen in Afghanistan bekannt

Kulalgo-Killings am Abend des 11. August

Was wir hier lesen, ist die Beschreibung eines Kriegs­ver­bre­chens. Wenn die bür­ger­liche Justiz ihren Anspruch ernst nehmen würde, müsste die gesamte Einheit sofort ver­haftet und müssten Ermitt­lungen wegen des Ver­dachts auf Kriegs­ver­brechen ein­ge­leitet werden.

Durch die Recherche von Kor­re­spon­denten wurde ein Mas­saker CIA-geführter Milizen in Afgha­nistan bekannt. »Der Westen und seine afgha­ni­schen Ver­bün­deten töten mehr Zivi­listen, als dies Taliban und IS machen.« Zu diesem Fazit kam Emran Feroz auf Grundlage eines UNAMA-Berichts im Mai 2019. Schon vorher gab es immer wieder Bei­spiele dafür. Jetzt hat sich die Zahl der Opfer dieser Schat­ten­armeen erneut erhöht. In den Abend­stunden des 11. August töteten.…

„Kulalgo-Kil­lings am Abend des 11. August“ wei­ter­lesen
Kürzlich ist das Buch «Europas Grenzen. Flucht, Asyl und Migration» von Bernd Kasparek erschienen. Der Autor spricht im Gespräch mit dem vorwärts über sein Werk und die europäische Migrationspolitik, die von der EU angestrebt wird.

Die EU will das Asylsystem tiefgreifend verschärfen

Unsere Gesell­schaften sind auch Produkt von Mobi­lität, und jedes Mal, wenn wir auf­gehört haben, Mobi­lität als Migration zu pro­ble­ma­ti­sieren, ist auch das ver­meint­liche Problem ver­schwunden. Ein Bei­spiel: die Ver­wandlung der ‹Gastarbeiter*innen› in euro­päische Bürger*innen hat ganze Kate­gorien von Ras­sismen, Dis­kri­mi­nie­rungen und Dis­kursen ver­schwinden lassen. Das wäre auch heute möglich, durch ein radi­kales Bekenntnis zur post­mi­gran­ti­schen Gesell­schaft im Inneren, und nach Aussen im Versuch, sich in ein anderes Ver­hältnis zu den Nach­bar­re­gionen der EU, etwa rund ums Mit­telmeer, zu setzen.

In der letzten Woche haben zahl­reiche deutsche Politiker*innen – sogar Horst See­hofer – den ita­lie­ni­schen Innen­mi­nister Matteo Salvini wegen seiner Wei­gerung, die Grenzen für Gerettete zu öffnen, kri­ti­siert. Ist Deutschland plötzlich eine einzige Nation von Seenotretter*innen?.…

„Die EU will das Asyl­system tief­greifend ver­schärfen“ wei­ter­lesen
Tobias Singelnstein und Kollegen untersuchen rechtswidrige Übergriffe Beamter auf Bürger und ihre Ursachen

Polizei sollte eine Fehlerkultur entwickeln

Tobias Sin­geln­steinist Inhaber des Lehr­stuhls für Kri­mi­no­logie an der Ruhr Uni­ver­sität Bochum. Er leitet ein Forscher*innenteam, das die bislang größte Studie zu Poli­zei­gewalt in Deutschland durch­führt, für die mehr als 1000 Betroffene befragt wurden.Peter Nowak­sprach mit ihm über die Unter­su­chung, der zufolge es jährlich min­destens 12 000 rechts­widrige Über­griffe durch Beamte gibt.

In der letzten Woche wurden erste Ergeb­nisse eines von Ihnen gelei­teten For­schungs­pro­jekts bekannt. Demnach gibt es in Deutschland jährlich rund 12 000 Fälle von ille­galer Poli­zei­gewalt. Wie kamen Sie zu diesem Befund?

Nach unseren bis­he­rigen Befunden kann man davon aus­gehen, dass das Dun­kelfeld mehr als fünfmal so groß ist wie das Hellfeld, das wir .…

„Polizei sollte eine Feh­ler­kultur ent­wi­ckeln“ wei­ter­lesen
Interview über Seenotrettung und Dissonanzen in der EU mit dem Migrations- und Grenzpolitik-Forscher Bernd Kasparek

»Die EU strebt eine tiefgreifende Verschärfung des Asylsystems an«

Bernd Kas­parek forscht zum euro­päi­schen Grenz- und Migra­ti­ons­regime, mit Schwer­punkt euro­päische Grenz­schutz­agentur Frontex, Asyl­po­li­tiken und Infra­struk­turen. Er ist Vor­stands­mit­glied der For­schungs­as­so­ziation bor​der​mo​ni​toring​.eu. Kürzlich ist von ihm im Verlag Bertz + Fischer das Buch Europas Grenzen. Flucht, Asyl und Migration erschienen. Tele­polis sprach mit ihm über die »Migra­ti­ons­au­ßen­po­litik« der EU.

In der letzten Woche haben zahl­reiche deutsche Poli­tiker – sogar Horst See­hofer – den ita­lie­ni­schen Innen­mi­nister wegen seiner Wei­gerung, die Grenzen für Gerettete zu öffnen, kri­ti­siert. Ist Deutschland plötzlich eine einzige Nation von See­not­rettern?
Bernd Kas­parek: Eine einzige Nation von See­not­retter, das wäre natürlich über­trieben. Ich finde es aber in der Tat bemer­kenswert, welches.…

„»Die EU strebt eine tief­grei­fende Ver­schärfung des Asyl­systems an«“ wei­ter­lesen

Mietenproteste gegen Verdrängung in ganz Berlin

Gegen die Stadt der Reichen

Am 6. April werden in vielen Städten Deutsch­lands Mieter/​innen gegen Ver­drängung und hohe Mieten auf die Straße zu gehen. Doch in Berlin gibt es bereits seit dem 27. März täglich in den unter­schied­lichen Stadt­teilen Pro­teste gegen die Akteure der Ver­drängung. Der Auftakt dieser Mie­ten­ak­ti­onstage war…

„Mie­ten­pro­teste gegen Ver­drängung in ganz Berlin“ wei­ter­lesen
Arbeitsteilung von Eltern

Umgedeutetes Familienernährermodell

Die For­scherin Lisa Yashodhara Haller über die Pro­bleme junger Eltern bei der Arbeits­teilung

Lisa Yashodhara Haller arbeitet am Institut für Sozial- und Orga­ni­sa­ti­ons­päd­agogik der Stiftung Uni­ver­sität Hil­desheim. Jüngst erschien ihr Buch »Eltern­schaft im Kapi­ta­lismus«. Mit der Fami­li­en­for­scherin sprach Peter Nowak

„Umge­deu­tetes Fami­lien­er­nährer­modell“ wei­ter­lesen

„Beerensträucher statt Giftpflanzen!“

Eva Willig macht Kräu­ter­füh­rungen durch Neu­kölln. Nun hat sie ein Buch ver­öf­fent­licht, das essbare und giftige Wild­ge­wächse des Bezirks beschreibt

Über Groß­stadt­ge­wächse

Das Buch Eva Willig, 70, hat kürzlich im Eigen­verlag das Buch „Heil­sames Neu­kölln“ her­aus­ge­geben. Auf 175 Seiten werden Heil‑, Gewürz‑, Salat­pflanzen, Getreide, Bäume und Sträucher vor­ge­stellt, die in Neu­kölln wild wachsen, essbar sind und eine heilsame Wirkung haben sollen. Ein Kapitel behandelt Gift­pflanzen. Das Buch kann über ewil@​gmx.​de für18 Euro bestellt werden.
Der Spa­ziergang Von März bis Oktober lädt Eva Willig zu kosten- losen Kräu­ter­spa­zier­gängen in Neu­kölln und den angren­zenden Stadt­teilen ein. Der nächste Spa­ziergang beginnt am Samstag, dem 28. Juli 2018, 16 Uhr in Rudow an der Hal­te­stelle des Busses 271 „Am Großen Rohr­pfuhl“

„„Bee­ren­sträucher statt Gift­pflanzen!““ wei­ter­lesen

Arbeitskampf an der Freien Universität

„Wie in einem Krimi“

Über den Arbeits­kampf der Beschäf­tigten im Bota­ni­schen Garten ist jetzt ein Buch erschienen. Die Geschichte dient gut als Fall­bei­spiel, sagt Betriebsrat Lukas Schmolzi.

Das Buch zum Arbeits­kampf
Buch: Jana Seppelt, Reinhold Niemerg u. a. (Hg.): „Der Auf­stand der Töchter, Bota­ni­scher Garten Berlin. Gemeinsam staatlich orga­ni­sierte prekäre Beschäf­tigung über­winden“, VSA-Verlag, 2018, 16 Euro
Inhalt: Im Buch wird beschrieben, wie es den aus­ge­glie­derten und von Lohn­dumping geplagten Beschäf­tigten des Bota­ni­schen Gartens gelungen ist, sich in den öffent­lichen Dienst zurück­zu­kämpfen.
Vor­stellung: Am 27. Juni wird das Buch um 19 Uhr in der Medi­en­ga­lerie des Hauses der Buch­drucker in der Duden­straße 10 in Schö­neberg vor­ge­stellt.


taz: Herr Schmolzi, wie kam es über­haupt zu der Idee, ein Buch über Ihren Arbeits­kampf zu machen?

„„Wie in einem Krimi““ wei­ter­lesen