Ein großes Plus ist, dass es sich bei den Statements der Arbeiter:innen nicht um ein utopisches Wünschdirwas geht. Die Gesprächspartner:innen kennen sich in ihrem Arbeitsbereich sehr gut aus und beschreiben sehr konkret, was sich in einer Gesellschaft ändern könnten, die nicht mehr nach kapitalistischen Grundsätzen funktioniert. Dafür aber – das wird im Film auch deutlich – ist die Selbstverwaltung der Arbeiter:innen in den Betrieben nötig. Und sie müssen untereinander verbunden sein, damit die gesellschaftlichen Bedürfnisse befriedigt werden können.
»Wir schreiben das Jahr 2026. Die Herrschenden zerstören den Planeten. Verzweiflung und Ohnmacht machen sich breit.« Mit dieser zutreffenden Zustandsbeschreibung beginnt der Film Jeder Acker, jeder Fabrik. Das Filmteam um die den SoZ-Leser:innen schon bekannte Filmemacherin und Aktivistin …
it seinem Engagement in der Aktion Wind will er Klimaaktivismus und Interessenvertretung der Beschäftigten zusammenbringen. Seit Wochen sammelt er unter seinen Kolleg*innen Unterschriften unter eine Petition an das Bundeswirtschaftsministerium und die Bundesregierung. Dort werden gesicherte tarifliche Arbeitsplätze und ein starker Ausbau der erneuerbaren Energien gefordert.
„Massiver Ausbau der Windenergie als Schlüssel für Klimaschutz und Resilienz“ lautet das Motto der Messe der Windenergiebranche in Hamburg, die am Freitag endet. Am Donnerstag haben dort über 200 Beschäftigte …
Jeder Acker, jede Fabrik Deutschland2026 - 68 Minuten Regie: Johanna Schellhagen Darsteller: Sergio Bologna, Francisco Moreno, Ana Barradas, Lars Hirsekorn, Heide Lutosch Produktion: Labournet TV Schnitt: Johanna Schellhagen
Der Film Jeder Acker, Jede Fabrik zeigt, dass die Proletarier*innen auch heute noch die Macht haben, die Gesellschaft zu verändern. Er ist eine Kampfansage an alle, die einen Abgesang auf die Arbeiter*innenklasse anstimmen.
„Wir schreiben das Jahr 2026. Die Herrschenden zerstören den Planeten. Verzweiflung und Ohnmacht machen sich breit“. Mit dieser zutreffenden Zustandsbeschreibung beginnt der Film „Jeder Acker, jeder Fabrik“. Schon im Untertitel wird deutlich, dass es sich bei dem Film nicht um eine weitere Dokumentation handelt, die nur in Weltuntergangsstimmung endet. Nein, das Filmteam um die Filmemacherin und Aktivistin Johanna Schnellhagen ist ein Jahr durch verschiedene Länder gefahren und hat Arbeiter*innen und linke Aktivist*innen befragt, wie sie mit Krise des fossilen Kapitalismus umgehen. Gleich am Beginn werden sie vorgestellt, es sind …
Paul Geigerzähler hatte einen großen Anteil daran, dass sich junge Menschen aus den sorbischen Gebieten mit sorbischer Sprache und Musik befassen. in diese Welt einzutauchen; das nächste Witaj- Festival findet vom 23. bis 25. Juli2027 wieder im ehemaligen Steinbruch statt
Seit dem Höhenflug der AfD werden in linken und linkslibealen Medien oft besondere Orte der Demokratie vorgestellt, die gepflegt werden sollten. Dann dauert es meistens nicht lang, bis Politiker*innen der unterschiedlichen Parteien dort oft uneingeladen zum Fototermin aufkreuzen. Beim Witaj-Festival, das in diesen Jahr vom …
Pawel Bechtold, 23 Jahre alt, istAuszubildender für Elektronik in einem großen Unternehmen, das Windräder herstellt. Er engagiert sich in der Aktion Wind gegen die Energiepolitik vom Bundeswirtschaftsministerium.
Nach der Klausur von Friedrich Merz und seinen Ministern ist die Kritik an der Bundesregierung groß. Auch Pawel Bechthold blickt mit Sorge auf die Vorhaben: Der Auszubildende arbeitet in der Windindustrie und befürchtet, dass die geplanten Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Ausbau der Windkraft bremsen und Arbeitsplätze gefährden. Im Interview mit dem Freitag erklärt er, was die Windbranche jetzt braucht – und welche Rolle gewerkschaftlicher Widerstand spielt.
der Freitag: Jüngst endete die Klausur der Bundesregierung. Sie sind auf deren Politik nicht gut zu sprechen. Was kritisieren Sie? …
Johanna Schellhagen hat 2011 das Medienkollektiv Labournet TV mitgegründet. Vor vier Jahren präsentierte sie den Film »Der laute Frühling«. In diesem Jahr erschien im Büchner-Verlag ihr Buch »Wie wir uns eine Zukunft auf diesem Planeten erkämpfen« (172 S., br., 18 €).
In Ihrem Buch »Wie wir uns eine Zukunft auf diesem Planeten erkämpfen« beschäftigen Sie sich damit, wie der Kapitalismus überwunden und eine nachhaltige Produktionsweise etabliert werden kann. Was hat Sie dazu inspiriert? …
Georg Seeßlen: Elon Musk: Der dunkle Visionär Geld, Frauen, Pop und Tech-Faschismus Bertz + Fischer, Berlin 2025 352 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-86505-781-5
Ayn Rand, Milei und Musk haben Fans bis in die FDP und ihre Jugendorganisation. Deshalb sollte uns auch nicht in erster Linie die Frage beschäftigten: „Wie verrückt ist Elon Musk?“ So lautet eine Kapitelüberschrift in dem Buch. Eher wäre doch zu fragen: Ist der Muskismus nicht eine Periode des Spätkapitalismus wie vor 100 Jahren der Fordismus? Dessen Namensgeber war der Antisemit und Hitler-Finanzier Henry Ford.
Wer regelmäßig Zeitung liest, kennt Georg Seeßlen wegen sei- ner kulturkritischen Texte. Er publiziert regelmäßig in Taz, Freitag, Jungle World, Zeit und anderen Medien. Der Aufstieg des Trumpismus ist seit Jahren Gegenstand seiner Artikel. So ist es nicht verwunderlich, dass Seeßlen innerhalb weniger Monate gleich zwei Bücher im Verlag Bertz und Fischer veröffentlicht hat, die sich mit …
. Das Teepeeland dürfte in Zukunft bekannter werden, weil seit Ende Juni ein Uferweg den Freiraum erschließt. Die Zahl der Besucher*innen, darunter viele Tourist*innen, hat sich erhöht. Wie sich das auf die etwa zehn Bewohner*innen des Teepeelands auswirkt, ist noch offen. Wenn man davorsteht, macht es den Eindruck eines kleinen gallischen Dorfes, das dem Gentrifizierungsdruck trotzt
Man geht das Spreeufer nahe der Köpenicker Straße entlang – und steht plötzlich in einem kleinen Dorf, bestehend aus etwa 15 Tipis und Hütten, inklusive einer Küche, einer Bar und einer Bühne«, so beschreibt der Historiker Niko Rollmann einen ungewöhnlichen Freiraum mitten im Berliner Zentrum, das …
Schon über 600 Mieter*innen der High-Deck-Siedlung haben einen der taz vorliegenden Brandbrief unterzeichnet, in dem zahlreiche Mängel aufgelistet sind, die auch auf der Fotowand zu sehen sind: Wasserschäden, Schimmelbildung, undichte Fenster und defekte Heizungen gehören ebenso dazu wie die mangelnde Kommunikation mit der Howoge.
Die Fotos, die auf einer Tafel angepinnt sind, zeigen Schimmel an den Wänden, defekte Wasserleitungen und Ratten in den Kellerräumen. „Das ist unsere Mall of Shame“, sagt Fatma Ismail. Sie ist Sprecherin der …
Engagierte Medien abseits des Mainstreams gibt es zunehmend mehr. Sie sind hochinteressant, aber oft wenig bekannt. Deshalb stellt M in jeder gedruckten Ausgabe und auf M Online einige davon vor.
In der nächsten Ausgabe von Stichwort Bayer:
„Glyphosat als Chemie-Waffe. Momentan kommt es im Nahost-Krieg zum Einsatz. Und in Brasilien lassen Großgrundbesitzer*innen Glyphosat versprühen, um Indigene zu
vertreiben und sich deren Land anzueignen.“
Über die Nähe zwischen US-Präsident Trump und dem Tech-Milliardär Elon Musk wird viel berichtet. Doch Musk ist nicht der Einzige, der den rechten Republikaner unterstützt hat. „Die Spenden des Bayer-Konzerns bei der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl flossen mehrheitlich dem republikanischen Lager zu. Der Leverkusener Multi erhofft sich von einer Regierung unter Donald Trump bessere Geschäfte, weniger Umweltauflagen und mehr Rechtsschutz in Sachen Glyphosat,“ schreibt Jan Pehrke in der aktuellen Ausgabe von …
Die Zapatistas haben mit ihrer Erklärung deutlich gemacht, dass Kritik an bestimmten Aspekten der kubanischen Revolution und Solidarität gegen Angriffe von außen kein Widerspruch sein müssen. Davon sollten die Unterstützer:innen der Zapatistas lernen.
»Ein neuer Tag mit 15 bis 20 Stunden ohne Strom, 34 Grad Celsius im Schatten, Wasserproblemen, denn dafür braucht man auch Strom, und eine Nacht mit vielen Moskitos erwartet uns. Das ist nur das normale Elend«, beschrieb Renate Fausten vor einigen Wochen in einem Brief an die junge Welt, was die ständigen Stromausfälle für das tägliche Überleben in Kuba bedeuten. Fausten lebt in Havanna und ist …
Bis zu 50 Grad in den Wohnungen, kaum Schatten im Freien und zugleich als sozialer Brennpunkt abgestempelt: Die Bewohner der High-Deck-Siedlung kämpfen gegen Hitze und Stigmatisierung
„Warum nicht in dieser Siedlung mit den vielen jungen Menschen, die dort leben, zeigen, wie eine Anpassung an die Klimaveränderung aussehen kann?“, fragt sich Clotilde Bry-Chemarin. Dazu bräuchte es eine Diskussion darüber, dass der Schutz vor der Hitze eine gesellschaftliche Aufgabe ist, die auch Geld kostet.
„Unsere Siedlung ist im wörtlichen Sinne ein ‚heißes Pflaster‘: Die maroden Wohnungen heizen sich im Sommer auf bis zu 50 Grad Celsius auf und die Hitze bleibt zwischen den Gebäuden stehen“, beschreibt die Anwohnerin …
Während vor einigen Monaten viel darüber gesprochen wurde, wie sich zwei Kolonialmächte um die Kolonie Grönland streiten, wird wenig über das reale Geschehen in Grönland geredet. Die Umweltzeitung Der Rabe Ralf ist da eine Ausnahme.
Kaum jemand hat von Kryolith gehört. Dabei handelt es sich um ein seltenes Mineral, das vor allem in Grönland vorkommt. Schon 1905 hiess es in einem wissenschaftlichen Werk: „Der Kryolith ist von grossem praktischem Interesse, da er das einzige Mineral ist, das derzeit in Grönland abgebaut wird und das einzige, das jemals einen grösseren Ertrag erbracht hat.“ Daran hat sich lange nichts geändert. Bis 1987 wurde das für die Aluminiumherstellung gebrauchte Mineral in Grönland abgebaut. Die Gewinne flossen zum grössten Teil …
Der Film wird am 24. Juni ab 19 Uhr in der K9, Kinzigstraße 9 in Berlin-Friedrichshain gezeigt. Vorher wird die aktuelle Ausgabe der Zeitung Rabe Ralf mit dem Grönland-Schwerpunkt vorgestellt
Kaum jemand hat von Kryolith gehört. Dabei handelt es sich um ein seltenes Mineral, das vor allem in …
Das war der große Pluspunkt der Konferenz und hier liegt auch die Perspektive. Protest gegen Big Tech kann nur gemeinsam mit den Beschäftigten erfolgreich sein, wie die Publizistin Nina Scholz in ihrem Eingangsreferat betonte. Auch eine Romantisierung des Kapitalismus früherer Phasen passt dazu nicht. Die Big-Tech-Branche hat vielmehr die Rolle übernommen, die vor Jahrzehnten die Kohlezechen und die Autoindustrie hatten. Wie damals ist auch heute der Kampf der dort Beschäftigten der Schlüssel. Dass dies zumindest auf der Konferenz unbestritten war, weckt Hoffnungen
Fast tausend Menschen aus ganz Deutschland und anderen Ländern kamen im April zur Konferenz „Cables of Resistance“ nach Berlin-Friedrichshain. Das Motto „Wir haben genug von Big Tech“ traf bei vielen einen Nerv. Drei Tage diskutierten Gewerkschafterinnen und Big-Tech-Beschäftigte mit wütenden Mietrebellen und Klimaaktivistinnen. Auf einem Panel berichteten Aktive von Stadtteilinitiativen über die Folgen von Big-Tech-Ansiedlungen. Dorothea von „Wir bleiben alle Friedrichshain“ beschrieb, wie der Amazon-Tower …