Ein Gespräch mit Rudolf Müller, ­einem Betroffenen einer Polizeirazzia gegen antifaschistische Ultras

»Schulterschluss mit ­linksradikalen Gruppen«

Am 16. Dezember 2019 durch­suchte die Polizei 19 Woh­nungen in Hessen, Nie­der­sachsen und Bremen. In Medien war von einem Schlag gegen die Bremer Ultra-Szene die Rede. Rudolf Müller*, einer der Betrof­fenen, hat mit der Jungle World gesprochen.

Was war der Grund für die Razzia?

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Ein Gespräch mit Daniel Katzenmaier, Gewerkschafter, über die Gründung einer Mietergewerkschaft

»Eine transnationale Kampforganisation gründen«

Daniel Kat­zen­maier ist Sozi­al­päd­agoge und Erzie­hungs­wis­sen­schaftler. Derzeit pro­mo­viert er an der Goethe-Uni­ver­sität Frankfurt am Main zum Thema »Selbst­ver­waltete Jugend­zentren im Saarland«. Er war in der Hoch­schul­ge­werk­schaft »Unterbau« aktiv und ist Grün­dungs­mit­glied der Initiative für eine Mie­ter­ge­werk­schaft. BILD:

Es gibt bereits zahl­reiche Mieter­vereinigungen. Weshalb wollen Sie noch eine Mie­ter­ge­werk­schaft gründen?.…

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Als Ausgleich zu einer Großspende an die AfD sammeln Angehörige des Spenders Geld für Initiativen gegen Rechts

Familienehre wiederhergestellt

Moritz Kra­winkel hat an der Goethe-Uni­ver­sität in Frankfurt/​Main Sozio­logie stu­diert. Er war viele Jahre in anti­fa­schis­ti­schen Zusam­men­hängen aktiv. 2011 gehörte er zu den Mitherausgeber*innen des Bandes „Antifa“ in der Reihe Theorie​.org des Schmet­ter­lings­verlags. Er arbeitet als Online-Redakteur bei der Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sation Medico Inter­na­tional. Peter Nowak sprach mit ihn über eine Spen­den­in­itiative, die er als Reaktion auf die AfD-Unter­stützung eines Ver­wandten initi­ierte.

Sie haben eine Spen­den­kam­pagne für zivil­ge­sell­schaft­liche Pro­jekte gestartet, nachdem Ihr Ver­wandter Christian Kra­winkel als Spender für die AfD bekannt wurde. Geht es hier um einen Fami­li­en­kon­flikt?.…

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Vollzeitaktivistin Cécile Lecomte wehrt sich vor Gericht gegen erneute Kriminalisierung ihres Anti-Atom-Protestes

Widerstand im Rollstuhl und am Kletterseil

Cécile Lecomte, geboren 1981 in Frank­reich, wurde mit spek­ta­ku­lären Klet­ter­ak­tionen gegen Atom­müll­trans­porte als »Eich­hörnchen« bekannt. Wegen einer Erkrankung sitzt sie häufig im Roll­stuhl. Auf einer Demo soll sie durch Anziehen von dessen Bremse Wider­stand gegen Poli­zei­beamte geleistet haben. Peter Nowak sprach mit ihr über ihr Enga­gement und den bevor­ste­henden Prozess.

An diesem Mittwoch wird vor dem Amts­ge­richt Lingen Ihr Wider­spruch gegen einen Straf­befehl ver­handelt. Worum geht es?

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Neue Formen von Organisierung prekär Beschäftigter durch die Initiative "Geschichte wird gemacht"

»Nur knapp über den Mindestlohn«

Mehr als 220 Beschäf­tigte von Gedenk­stätten und Museen in Berlin und Bran­denburg haben in einem am Dienstag voriger Woche ver­öf­fent­lichten offenen Brief gegen prekäre Arbeits­be­din­gungen pro­tes­tiert. Die Jungle World sprach mit Sebastian Ger­hardt, einem der Orga­ni­sa­toren von »Geschichte wird gemacht. Netzwerk für faire Arbeits­be­din­gungen in Museen und Gedenk­stätten«

Wie lange hat es gedauert, bis Sie an die Öffent­lichkeit gegangen sind?

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Ein Gespräch mit Vinzenz Kremer, Mitglied des Veganladenkollektivs »Dr. Pogo«, über Gemüse, Kollektivbetriebe und den Einheitslohn

»Wir haben mit einem Bedarfslohn experimentiert«

Das Ber­liner Vegan­la­den­kol­lektiv »Dr. Pogo«. besteht seit Anfang 2013 im Ortsteil Neu­kölln und wird von zwölf Per­sonen betrieben. Dort sind vegane Lebens­mittel, Kos­metika, Haus­halts­mittel, Bücher und Süßig­keiten erhältlich.

Was heißt es, einen Lebens­mit­tel­laden in Selbst­ver­waltung zu betreiben?

In unserem Laden­kol­lektiv arbeiten zwölf Men­schen ohne Chefs. Wir sind nicht die Eigen­tümer, sondern die Betreiber des Ladens. Er gehört einem Verein, einer juris­ti­schen Person. Wir arbeiten zudem eine neue Rechtsform aus, die an die­jenige des Miets­häu­ser­syn­dikats ange­lehnt ist.

Ihrem Selbst­ver­ständnis zufolge soll es im Laden­kol­lektiv keine Hier­ar­chien geben. Ent­stehen nicht zwangs­läufig infor­melle Hier­ar­chien, etwa weil Men­schen unter­schied­liche Wis­sens­stände haben?.….

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Philipp Staab: Digitaler Kapitalismus - Markt und Herrschaft in der Ökonomie der Unknappheit. Suhrkamp, Berlin 2019, 345 Seiten, 18 Euro

»Produktive soziale Konflikte«

»Ich beschreibe dies als ein Akku­mu­la­ti­ons­regime »in the making«. Im ent­schei­denden Wachs­tumsfeld der Welt­wirt­schaft hat sich damit eine Praxis eta­bliert, die ein rein stra­te­gi­sches Ver­hältnis zu Markt­pro­zessen auf­weist. Dies lässt sich ana­ly­tisch von neo­li­be­ralen Theo­rie­tra­di­tionen unter­scheiden, für die in der Regel die Neu­tra­lität von Märkten von großer Bedeutung ist – auch wenn die Theorie des Neo­li­be­ra­lismus mit seiner Praxis natürlich nicht deckungs­gleich war.«

Der Soziologe Philipp Staab sieht das Zeit­alter des digi­talen Kapi­ta­lismus her­auf­ziehen: Die Tech-Giganten planten, die Märkte regel­recht zu pri­va­ti­sieren. Dem Staat falle eine wichtige Rolle bei der Gestaltung dieser Ent­wick­lungen zu. Peter Nowak sprach mit Philipp Staab über den digi­talen Kapi­ta­lismus.

Wie grenzen Sie den digi­talen Kapi­ta­lismus von den vor­he­rigen kapi­ta­lis­ti­schen Akku­mu­la­ti­ons­phasen ab?.….

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Friedensbewegung kündigt Protest gegen Truppenaufmarsch zur Abschreckung Russlands an,

NATO-Großmanöver zum Befreiungstag

Am Wochenende fand in der Uni­ver­sität Kassel der 26. bun­des­weite Frie­dens­rat­schlag mit inter­na­tio­naler Betei­ligung stand. Peter Nowak sprach für »neues deutschland« mit Willi van Ooyen, der seit vielen Jahren in der Frie­dens­be­wegung aktiv ist und an der Vor­be­reitung des Frie­dens­rat­schlags beteilig war. Mit ihm sprach für »nd« Peter Nowak.

Wie ist Ihr Resümee nach der Kon­ferenz?

Mit fast 500 Teilnehmer*innen auf dem Eröff­nungs­podium konnten wir mehr Men­schen als bei vorigen Frie­dens­rat­schlägen erreichen. Uns war es gelungen, unter­schied­liche Spektren der Frie­dens­be­wegung zusammen zu bringen. Als Red­nerin sprach unter anderem Margot Käßmann, die für einen christ­lichen Pazi­fismus steht. Andrea Kocsis von der Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver.di bekräf­tigte die gewerk­schaft­liche For­de­rungen nach Abrüstung.

Würden Sie das gestiegene Interesse für den Frie­dens­rat­schlag auch als Anzeichen dafür inter­pre­tieren, dass wieder Men­schen für anti­mi­li­ta­ris­tische Themen ansprechbar sind?.….

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