Peter Gauweiler wurde am 22. Juni 1949 in München geboren und ist ein deutscher Rechtsanwalt sowie langjähriger CSU-Politiker. Im Februar 2023 unterzeichnete er als Erster die von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer initiierte Petition „Manifest für Frieden“, die Verhandlungen statt weiterer Waffenlieferungen an die Ukraine forderte

Peter Gauweiler: „Das stammlinke Establishment wirbt für den Krieg als Mittel der Politik“

Peter Gauweiler galt als harter CSU-Knochen, dann eckte er bei der eigenen Partei an. Jetzt spricht er auf Friedensdemos neben Sahra Wagenknecht und wird sogar beschuldigt, Putin zu verharmlosen. Wann wurde er zum Pazifisten? Ein Gespräch

In unserer Reihe zum Pazifismus haben wir bisher keine ausgewiesene Konservative nach ihrer Haltung gefragt. Zeit also für einen konservativen Pazifisten. Peter Gauweiler galt früher als harter Knochen in der CSU, dann eckte er immer mehr bei der Partei an. Könnte man den bekannten Juristen heute als Nationalpazifisten bezeichnen? …

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Pawel Bechtold, 23 Jahre alt, istAuszubildender für Elektronik in einem großen Unternehmen, das Windräder herstellt. Er engagiert sich in der Aktion Wind gegen die Energiepolitik vom Bundeswirtschaftsministerium.

Windkraft-Azubi: „Uns wurde gesagt, sucht euch einen Klimajob. Das war verlogen

Nach der Klausur von Friedrich Merz und seinen Ministern ist die Kritik an der Bundesregierung groß. Auch Pawel Bechthold blickt mit Sorge auf die Vorhaben: Der Auszubildende arbeitet in der Windindustrie und befürchtet, dass die geplanten Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Ausbau der Windkraft bremsen und Arbeitsplätze gefährden. Im Interview mit dem Freitag erklärt er, was die Windbranche jetzt braucht – und welche Rolle gewerkschaftlicher Widerstand spielt.

der Freitag: Jüngst endete die Klausur der Bundesregierung. Sie sind auf deren Politik nicht gut zu sprechen. Was kritisieren Sie?

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Um die Lebensgrundlagen auf der Erde zu erhalten, muss sich die Produktionsweise ändern. Das geht nur mit einer starken Bewegung von Arbeitenden.

Johanna Schellhagen: »Wir brauchen eine große Lösung«

Johanna Schellhagen hat 2011 das Medienkollektiv Labournet TV mitgegründet. Vor vier Jahren präsentierte sie den Film »Der laute Frühling«. In diesem Jahr erschien im Büchner-Verlag ihr Buch »Wie wir uns eine Zukunft auf diesem Planeten erkämpfen« (172 S., br., 18 €).

In Ihrem Buch »Wie wir uns eine Zukunft auf diesem Planeten erkämpfen« beschäftigen Sie sich damit, wie der Kapitalismus überwunden und eine nachhaltige Produktionsweise etabliert werden kann. Was hat Sie dazu inspiriert?

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Michael Wiebersinsky, geboren 1985, ist Intensivmediziner und Bürgermeister der brandenburgischen Stadt Nauen. Im September 2025 gewann er die Stichwahl für das überparteiliche Bündnis „Wir für Nauen“.

Nauens Bürgermeister zur Schließung der Waschmaschinenfabrik: „Mein Einfluss war begrenzt“

In Nauen bei Berlin schließt 2027 das BSH-Waschmaschinenwerk – trotz monatelanger Proteste der Beschäftigten. Michael Wiebersinsky hat die Kundgebungen persönlich begleitet. Was befürchtet er jetzt für seine Stadt? Ein Gespräch

440 Arbeitsplätze, ein Jahrzehnte altes Werk, eine Stadt, die um ihre wirtschaftliche Zukunft fürchtet: In Nauen bei Berlin schließt 2027 das BSH-Waschmaschinenwerk – trotz Kundgebungen, eigener Ideen und Gesprächen mit der Politik konnten die Beschäftigten die Entscheidung nicht verhindern. Bürgermeister Michael Wiebersinsky hat die Proteste …

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Max Lucks wurde 1977 in Gelsenkirchen geboren. Von 2017 bis 2019 war er Sprecher der Grünen Jugend. Seit September 2021 ist er für die Grünen Abgeordneter im Deutschen Bundestag. In seiner Fraktion ist er Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Er wird dem linken Flügel der Partei zugerechnet.

Max Lucks: „Gefundenes Fressen für AfD, wenn Linke das islamistische Motiv nicht benennen“

Nach dem islamistisch motivierten Anschlag auf den Berliner CSD ist eine hitzige Debatte über den Umgang der Linken mit dem Islamismus entbrannt. Kabarettist Florian Schroeder warf der deutschen Linken im Freitag vor, den Islamismus zu verharmlosen und zu schnell auf die Rechten zu zeigen. Der Grünen-Politiker Max Lucks, menschenrechtspolitischer Sprecher seiner Fraktion, widerspricht dieser Kritik nicht. Doch zählt er auch seine eigene Partei zu den Verharmlosern? Ein Gespräch.

der Freitag: Herr Lucks, der Kabarettist Florian Schroeder warf der Linken nach dem Anschlag auf den CSD vor, den Islamismus zu verharmlosen. Fühlen Sie sich angesprochen?

Im Interview: Eva Maria Michelmann (geb. 1989) lebte seit 2022 in Rojava, wo sie für kurdische Medien arbeitet. Am 19. Januar 2026 wurde sie mit ihrem Kollegen Ahmet Polat in Rakka verhaftet, als Truppen der islamischen Übergangsregierung die Gebiete der kurdischen Selbstverwaltung eroberten. Im Juni kam sie frei.

„Ahmet Polat befindet sich wohl in akuter Lebensgefahr“

Monatelang war die Journalistin Eva Maria Michelmann inhaftiert. Jetzt spricht sie erstmals in einem deutschen Medium davon und fordert die Freilassung ihres Kollegen.

taz: Frau Michelmann, wie spielte sich Ihre Gefangenennahme ab?

Nach der Attacke auf den CSD wirft Kabarettist Florian Schroeder in einem TikTok-Video Teilen der Linken vor, den politischen Islam über Jahre romantisiert zu haben. Was hat er gesehen, was andere angeblich nicht sehen wollten? Ein Gespräch

Florian Schroeder: „Manche Linke sind blind dafür, dass Islamisten unsere Vielfalt hassen“

Florian Schroeder (geboren am 12. September 1979 in Lörrach) ist Kabarettist, Autor und Moderator. Bekannt wurde er mit Prominenten-Parodien und politischer Satire, unter anderem in eigenen TV- und Radioformaten sowie beim „Politischen Aschermittwoch der Kabarettisten“. 2021 erhielt er den Deutschen Kleinkunstpreis, 2024 den Bayerischen Kabarettpreis.

Florian Schroeder gilt als einer der besten politischen Kabarettisten des Landes – klar links verortet und stets angriffslustig gegen rechts. Nach dem Anschlag beim CSD hat er nun ausgerechnet die eigene Szene ins Visier genommen: In einem TikTok-Video wirft er Teilen der Linken vor, auf dem islamistischen Auge blind zu sein und den politischen Islam über Jahre hinweg romantisiert zu haben.

Der Vorwurf löste heftige Gegenreaktionen aus – Zustimmung und Empörung hielten sich die Waage. Was hat den Kabarettisten dazu gebracht, mit den eigenen Leuten so hart ins Gericht zu gehen? Der Freitag hat bei Schroeder nachgefragt. …

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Verena Gotzes ist Bundesvorsitzende des Bundesverbands Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK). 1965 gegründet, hat die Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Körperbehinderung mit Sitz in Krautheim (Baden-Württemberg) über 25 000 Mitglieder und ist in über 100 Untergliederungen deutschlandweit organisiert. Jörg Bechthold ist Referent für Barrierefreiheit und Eingliederungshilfe des BSK.

Kürzungen sind inakzeptabel

Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter warnt vor Einschnitten bei Teilhabeleistungen im Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

Sie wenden sich in Ihrer Petition gegen eine Kürzung von Leistungen der Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderung. Um welche Teilhabeleistungen handelt es sich dabei?

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Rheinmetall will kommendes Jahr im Berliner Stadtteil Wedding Munition produzieren. Das Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“ mobilisiert dagegen. Ein Gespräch über Kriegswirtschaft, neue Bedingungen und antimilitaristischen Protest

Protest gegen Rheinmetall: „Wir brauchen Geld für den Kiez, nicht für den Krieg“

Jonah Fischer ist aktiv im Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“. Das Bündnis wurde 2018 gegründet, als die türkische Armee die nordsyrische Region Afrin attackiert hatte. Bei den Kämpfen verwendete die Türkei Leopard-2 Panzer, die Rheinmetall in Kooperation mit anderen Rüstungskonzernen hergestellt hatte. Die Aktivist*innen organisierten daraufhin ein erstes Protestcamp in Unterlüß.

Erstmals seit Jahrzehnten will Rheinmetall in Berlin wieder Rüstungsgüter produzieren. Für manche ist das ein Ausweg aus der Wirtschaftskrise, für andere ein Tabubruch. Zu den Gegnern des Rüstungskonzerns gehört auch das bundesweite Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“. Seit 2018 organisiert es unter dem Motto „Krieg beginnt hier“ Proteste gegen Rheinmetall. Der Freitag sprach mit dem Aktivisten Jonah Fischer über die Ursprünge der Bewegung und Widerstandsmöglichkeiten in Zeiten …

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Heidemarie Schroeder über die Proteste gegen den E-Autohersteller Tesla in Grünheide und die unrühmliche Rolle der damaligen Landesregierung

Tesla in Grünheide: »Nicht mehr mit Fortschritt assoziiert«

Heidemarie Schroeder wurde 1953 in Leipzig geboren und arbeitete nach einem Studium der Zahnmedizin an der Berliner Charité als wissenschaftliche Assistentin im Physiologischen Institut der Charité, später dann als Zahnärztin. Als Anwohnerin engagierte sie sich gegen das Tesla-Werk in Grünheide und veröffentlichte im Februar 2025 das Buch »Eine Gigafabrik in Grünheide oder der Albtraum vom grünen Kapitalismus« im Büchner-Verlag.

Wieso hat Sie das Tesla-Werk in Grünheide zu politischem Engagement herausgefordert?

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Dora Tieger ermittelte über Machenschaften ihres Arbeitsvermittlers – und geriet ins Fadenkreuz des Jobcenters. „So eine wie Sie würden wir nie anbieten“, hieß es. Sanktioniert bis zum Exodus wurde sie trotzdem. Ein erschütternder Bericht

Täglich 15 Briefe, Sanktion-Drohung: So werden Bürgergeld-Empfänger im Jobcenter behandelt

Nach wochenlangen Verhandlungen hat die Bundesregierung beschlossen, dass aus dem Bürgergeld die neue „Grundsicherung“ wird. Dabei sollen Sanktionen und Bestrafungen im Mittelpunkt stehen: „Wir können die Leistungen auf Null setzen“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach dem Abschluss der Verhandlungen im ZDF. Wie wirkt sich der neue Druck auf Betroffene aus? Dora Tieger* hat das Jobcenter als Bestrafungsanstalt erlebt und wäre daran fast zugrunde gegangen. Hier berichtet sie von Demütigungen durch Mitarbeiter, von Arbeitsvermittlern mit finsteren Absichten und einer Gerichtsvollzieherin, die am Ende doch Mitleid mit ihr bekam.

der Freitag: Frau Tieger, was denken Sie, wenn Sie von diesen Verschärfungen hören?

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Zwei Bürgergeld-Aktivisten packen aus: Im Haushalt fehlen Milliarden – und ausgerechnet beim Bürgergeld soll gekürzt werden. Im Jobcenter wittert manch einer seine Chance: Zwei Aktivisten berichten, mit welchen Mitteln Erwerbslose auf dem Amt drangsaliert werden. Ein Gespräch

Zwei Bürgergeld-Aktivisten packen aus: „Die Sadisten im Jobcenter haben gerade Rückenwind“

Die Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums durchforsten aktuell den Etat nach möglichen Kürzungen. Denn im Bundeshaushalt 2027 fehlt eine Summe von 34 Milliarden Euro. Gekürzt werden soll nicht zuletzt beim Bürgergeld. Vor kurzem wurde von der Bild ein Gesetzentwurf zur Reform ebendieses geleakt. Darin heißt es unter anderem, dass Leistungen komplett gestrichen werden, wenn als zumutbar angesehene Jobs abgelehnt werden. Mit anderen Worten: Der Druck auf Arbeitslose soll steigen. Wie fühlen sich Betroffene angesichts der schwarz-roten Daumenschrauben, die ihnen bald angelegt werden sollen? Ein Freitag-Gespräch mit Paul Schäfer und Maria Pfeiffer, die seit vielen Jahren bei der Erwerbsloseninitiative „Basta“ in Berlin aktiv sind.

Frage: Herr Schäfer, wie erleben Sie die aktuellen Auseinandersetzungen um das Bürgergeld?

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In seinem neuen Buch erinnert Lou Marin an den Widerstand gegen den Vietnamkrieg

»Zivile Verteidigung wäre realistische Alternative zu Waffenlieferungen«

Lou Marin ist unter anderem Journalist und lebt in Marseille. Er ist Teil des Buch­verlags­kollektivs der »Gras­wurzel­revolution«. Kürzlich hat er das Buch »Hell no, we won’t go!« über anti­milita­ris­tischen Wider­stand in der US-Armee und der US-Zivil­gesell­schaft während des Vietnam­krieges herausgegeben.

Wo gibt es zurzeit Beispiele für erfolgreichen gewaltfreien Widerstand?

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Interview mit Bernd Drücke, Redakteur der Graswurzelrevolution: Dr. phil. Bernd Drücke ist Soziologe und Koordinationsredakteur der Graswurzelrevolution, Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft.

Gegen den Zeitgeist der Kriegstüchtigen

Ein „Markenkern“ ist, dass die GWR aus einer solidarischen Perspektive von unten berichtet. Anders als die taz, bieten wir Sönke Neitzel und anderen Propagandisten der Militarisierung keine Bühne und drucken keine Bundeswehr-Anzeigen ab. Stattdessen solidarisieren wir uns mit allen Deserteur*innen und Menschen, die den Kriegsdienst verweigern.

Sie haben gerade die 500te Ausgabe der Graswurzelrevolution (GWR) produziert. Was ist ihr Markenkern?

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Seit über 50 Jahren publiziert die „GWR“ anarchistische Ideen. Herausgeber Bernd Drücke über Remilitarisierung und die Zukunft der Bewegung.

„GWR“-Herausgeber Bernd Drücke„Es ist wichtig, den Krieg zu sabotieren“

Bild: Peter Nowak Im Interview: Bernd Drücke ist Soziologe und Koordinationsredakteur der „Graswurzelrevolution“, eine Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft. Sie erscheint seit 53 Jahren.

taz: Herr Dücke, wo sehen Sie die Aufgaben der GWR heute, wo so viel von Kriegsfähigkeit der Gesellschaft geredet wird?

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