Am 10. September wird der Autor im Rahmen der vom Berliner Mieterecho organisierten Veranstaltung "Sozialisierung ohne Sozialismus" in der Beratungsstelle der Berliner Mietergemeinschaft in der Sonnenallee 101 einen Beitrag zur Geschichte der Sozialisierung und die Angriffen der Kapitalfraktionen darauf geben
26.September 2026 gibt es ein fünfjähriges Jubiläum zu einem Ereignis, das eigentlich ein großer Erfolg für die politische Linke sein könnte. Am 26.September 2021 stimmten in Berlin 56,8 Prozent der Wahlbevölkerung für den Vorschlag der Initiative DW Enteignen, große Wohnkonzerne zu vergesellschaften. Dass der 26.September trotzdem kein Feiertag für die gesellschaftliche Linke ist, liegt am …
Hornuff beruft sich in seinem Plädoyer auf das Werbeverbot für Tabak, das in Deutschland wie in vielen anderen Ländern seit mehreren Jahren existiert und gegen großen Widerstand der Tabakindustrie durchgesetzt werden musste.
»In Anlehnung an das in Deutschland gültige – und nach meiner Wahrnehmung weitreichende Tabakwerbeverbot – sollte auch ein Militärwerbeverbot ausgestaltet und mit gleicher Konsequenz durchgesetzt werden«, argumentiert Hornuff. Der Grund für das Verbot der Tabakwerbung sei der Schutz für sich selbst und die eigene Umgebung.
Der Kasseler Kunstprofessor Daniel Hornuff will mit seinen Vorschlag eine Diskussion auslösen. Es ist auch ein Beitrag gegen die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft.
Die neue Kriegsfähigkeit Deutschlands wird zunehmend auch im Stadtbild deutlich. Bundeswehrwerbung ist allgegenwärtig. Große Banner preisen an zentralen Stellen in den Innenstädten die Vorzüge der Truppe. Auch auf den Außenseiten Bussen und Bahnen entkommt man der Militärwerbung nicht. Doch zunehmend trifft die Werbeoffensive im Tarnfleck auch auf Widerstand. So plädiert der Professor für Theorie und Praxis der Gestaltung an der Kunsthochschule der Universität Kassel, Daniel Hornuff, für ein grundsätzliches Werbeverbot der Bundeswehr. In dem vor einigen Wochen erschienenen Buch Krieg als Lifestyle liefert er auf 170 Seiten überzeugende Argumente dafür. In mehreren Kapiteln geht Hornuff ausführlich auf die Bundeswehrwerbung im Wandel der letzten Jahrzehnte ein. Er zeigt, wie in den späten 50er Jahren die neugegründete Bundeswehr in der BRD versuchte, sich auch ästhetisch von der Tradition der Wehrmacht abzusetzen. Seine Beschreibungen werden im Buch mit umfangreichem Bildmaterial veranschaulicht. So kann man die unterschiedlichen Phasen der Bundeswehrwerbung im Wandel der Zeit gut nachvollziehen. Der Schwerpunkt des Buches liegt allerdings auf den letzten 15 Jahren. Dabei dokumentiert Hornuff überzeugend, wie die unterschiedlichen Verteidigungsminister sich mit Bildern und später auch Videos mit der Truppe zu profilieren versuchten. Er zeigt die Veränderungen, aber auch die Gemeinsamkeiten in der Amtszeit von Minister Karl Theodor Guttenberg über Ursula Leyen bis zu Boris Pistorius. Aber auch andere Politiker versuchen, sich mit militärischen Bildern zu profilieren. So postete der CSU-Politiker Fotos von sich als junger Rekrut und bekam dafür viel Aufmerksamkeit. Als er sich später auch in einem Flugzeug ablichteten ließ, erntete er aber schnell Spott als politischer Tiefflieger.
Kein Antimilitarist Auf den letzten zwanzig Seiten begründet Hornuff dann sein Plädoyer für ein Werbeverbot der Bundeswehr. Dabei betont er, dass er keineswegs ein grundsätzlicher Gegner der Bundeswehr ist. Das wird im Buch gleich mehrmals deutlich. So nennt Hornuff den ukrainischen Schriftsteller Serhij Zhadan als Bespiel, »was es bedeutet, öffentlich für ein Militär einzustehen, das sich gegen den erklärten Vernichtungswillen eines Angreifers zur Wehr« zu setzen hat. Hier sieht Hornuff die Ursache für den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine nur beim Putin-Regime. Es gibt aber differenzierte Diskussionen, die auch die Rolle der NATO und des prowestlichen, historisch prodeutschen Flügels des ukrainischen Nationalismus thematisieren, was Hornuff aber unterlässt. Mehr noch, er lobt ausdrücklich Serhij Zhadan, der in seinem preisgekrönten Buch Himmel über Charkiw schreibt: »Die Russen sind Barbaren, sie sind gekommen, um unsere Geschichte, unsere Kultur, unsere Bildung zu vernichten.« Und er schreibt auch: »Brennt in der Hölle, ihr Schweine.« Als Zhadan 2022 der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen wurde, gab es deshalb an dieser Entscheidung Kritik von Antimilitarist:innen. Moniert wurde der extreme Nationalismus von Zhadan, der nicht nur das Putin-Regime, sondern »die Russen« insgesamt zur Hölle wünscht. Dieser Kritikpunkt sollte jedoch nicht dazu führen, Hornuffs Argumente in seinen Buch zu ignorieren.
Vorbild Tabakwerbung Hornuff beruft sich in seinem Plädoyer auf das Werbeverbot für Tabak, das in Deutschland wie in vielen anderen Ländern seit mehreren Jahren existiert und gegen großen Widerstand der Tabakindustrie durchgesetzt werden musste. »In Anlehnung an das in Deutschland gültige – und nach meiner Wahrnehmung weitreichende Tabakwerbeverbot – sollte auch ein Militärwerbeverbot ausgestaltet und mit gleicher Konsequenz durchgesetzt werden«, argumentiert Hornuff. Der Grund für das Verbot der Tabakwerbung sei der Schutz für sich selbst und die eigene Umgebung. Hier sieht Hornuff Parallelen zur Bundeswehr. Sie ist für ihn eben kein Job wie jeder andere. Vielmehr besteht Gefahr für alle Soldat:innen wie auch für die Zivilbevölkerung in den Staaten, in denen die Bundeswehr oder andere Truppen eingesetzt werden. Hornuff geht in seinem Buch auch auf Initiativen ein, die in den letzten Jahren in verschiedenen Städten ein Verbot der Bundeswehrwerbung durchzusetzen versuchten. Dazu gehören Görlitz und Zwickau in Sachsen, aber auch Karlsruhe in Baden-Württemberg. Dort war es Die Linke, die im Stadtrat ein Verbot der Bundeswehrwerbung einbrachte. All diese Versuche wurden als rechtswidrig zurückgewiesen. Darum ist umso mehr zu begrüssen, dass Hornuff ein bundesweites Verbot der Bundeswehrwerbung in die Diskussion bringt. Es sollte von Antimilitarist:innen aufgegriffen werden. Peter Nowak
Das Witaj-Festival und die Geschichte des sorbischen Films
Paul Geigerzähler hatte einen großen Anteil daran, dass sich junge Menschen aus den sorbischen Gebieten mit sorbischer Sprache und Musik befassen. in diese Welt einzutauchen; das nächste Witaj- Festival findet vom 23. bis 25. Juli2027 wieder im ehemaligen Steinbruch statt
Seit dem Höhenflug der AfD werden in linken und linkslibealen Medien oft besondere Orte der Demokratie vorgestellt, die gepflegt werden sollten. Dann dauert es meistens nicht lang, bis Politiker*innen der unterschiedlichen Parteien dort oft uneingeladen zum Fototermin aufkreuzen. Beim Witaj-Festival, das in diesen Jahr vom …
Frederik Fuss (Hg.): Anarchistische Scheidewege. Zum Verhältnis von Anarchismus und Antisemitismus. Syndikat A. 196 Seiten. ca. 16,00 SFr. ISBN: 978-3-949036-16-3.
Der Sammelband über das Verhältnis von Anarchismus und Antisemitismus lässt Raum für Fragen und Zweifel und lädt zur Diskussion ein. Der Band könnte er könnte Massstäbe auch für die innerlinke Debattenkultur setzen. Deswegen ist es bedauerlich, dass das Buch nicht stärker zur Kenntnis genommen wird. Bei einer hoffentlich erfolgten Neuauflage sollte allerdings noch ein Autor*innenverzeichnis eingefügt werden.
Seit dem islamistischen Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 haben sich auch in der gesellschaftlichen Linken die Fronten verhärtet. In grossen Teilen des propalästinensischen Spektrums wird seitdem der Begriff Zions als Schimpfwort gebraucht. Gemeint sind israelsolidarische Menschen, die generell als Zionist*innen gelabelt werden. Das erinnert an Rituale in der kommunistischen Wirklichkeit der stalinistischen Bewegung, wo Ende der 1940er Jahre der Kampf gegen den Zionismus ausgerufen worden war. Aber auch Linke, die sich kritisch zu Staat und Nation positionieren und keinerlei Sympathie mit Stalin und seinen Epigon*innen haben, bleiben vom Streit um …
Reinhard Strecker wurde Anfang der 1960er angefeindet, weil er auf die vielen ehemaligen Nazis in der BRD aufmerksam machte. Kur vor seinen Tod bekam er noch Anerkennung. Auch wenn Strecker 2025 sogar das Bundesverdienstkreuz erhalten hat, blieb er bis zum Schluss unversöhnt mit Deutschland. „Nach all der Diffamierung und der Hetze gegen ihn, für die sich nie jemand entschuldigt hat, wird daraus wohl auch nichts mehr werden“, zitierte ihn der Journalist Michael Sontheimer 2019 im Spiegel.
„Die Freie Universität trauert um Reinhard Strecker, der am 2. August 2026 im Alter von 95 Jahren in Berlin verstorben ist“. So würdigt die FUB in einem Nachruf einen Pionier der NS-Aufarbeitung. Es ist eine späte Würdigung. Denn 1960 durfte die Ausstellung „Ungesühnte Nazijustiz“ auf Druck des Berliner Senats nicht …
Der Antifaschismus war Strecker noch im hohen Alter ein wichtiges Anliegen. So war er persönlich in Slonsk anwesend, als 2015 in der westpolnischen Kleinstadt ein Gedenkort für das ehemalige NS-Konzentrationslager Sonnenburg eröffnet wurde. Weil es vom nahen Bahnhof aus Transportschwierigkeiten gab, trampte Strecker nach Slonsk und war so als Erster vor Ort.
»Die Freie Universität trauert um Reinhard Strecker, der am 2. August 2026 im Alter von 95 Jahren in Berlin verstorben ist.« So würdigt die FU in einem Nachruf einen Pionier der NS-Aufarbeitung. Es ist eine späte Würdigung. Denn 1960 durfte die Ausstellung »Ungesühnte Nazijustiz« auf Druck des Berliner Senats nicht …
An der Freien Universität Berlin, wo er Sprachwissenschaften studierte, fand Strecker Gleichgesinnte. Gemeinsam untersuchten sie die personellen Kontinuitäten ehemaliger Nazijuristen in der westdeutschen Justiz. Ihre Recherchen mündeten in die Ausstellung „Ungesühnte Nazijustiz“, die Anfang der 1960er-Jahre für großes Aufsehen und heftige Anfeindungen sorgte
In den vergangenen Jahren wurde es stiller um Reinhard Strecker. Dabei verfolgte er bis ins hohe Alter mit Sorge den Aufschwung neuer rechter Bewegungen. Als „Pionier der NS-Aufarbeitung“ kämpfte er jahrzehntelang gegen die alten Nazis in westdeutschen Institutionen. Als Jugendlicher verließ Strecker Deutschland mit dem festen Vorsatz, nie in das Nachkriegsdeutschland der Adenauer-Ära zurückzukehren, das die NS-Verbrechen totschwieg. Auf Drängen seiner Eltern kehrte er in den 1950er-Jahren doch in die BRD zurück. Bald erkannte er, dass er …
»In Anlehnung an das in Deutschland gültige – und nach meiner Wahrnehmung weitreichende – Tabakwerbeverbot sollte auch ein Militärwerbeverbot ausgestaltet und mit gleicher Konsequenz durchgesetzt werden", so die Forderung des Kulturwissenschaftlers Daniel Hornuff.
Die neue Werbevideo-Serie Generation Wehrdienst sorgt aktuell für viel Aufsehen. Bundeswehr-Reklame ist in Zeiten, in denen der deutsche Staat alles dafür tut, dass das Land »kriegsfähig« wird, im Stadtbild allgegenwärtig. Große, teils riesige Banner preisen an zentralen Stellen die Vorzüge der Truppe. Auch an Bussen und Bahnen entkommt man der Reklame fürs Militär nicht. Doch zunehmend trifft die PR-Offensive in Flecktarn auch auf Widerstand. So weigerten sich …
Die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft drückt sich nicht nur in immer höheren Rüstungsausgaben aus, sondern auch durch die allgegenwärtige Bundeswehrwerbung. Darauf weist der Kasseler Kunstprofessor Daniel Hornuff mit einer Streitschrift hin.
Wie drückt sich die so viel beschworene neue deutsche Kriegsfähigkeit aus? Sofort fallen einem die …
Der auf Initiative des MDR verfasste Leipziger Appell bekommt immer mehr Unterstützung. Die Unterzeichnenden erkennen die Einschränkung der Medien- und Pressefreiheit. An entscheidenden Stellen bleibt der Appell jedoch vage.
Auch der Bundesverband Freier Radios (BFR) hat den Appell jüngst unterzeichnet. „Der Leipziger Appell kommt zum richtigen Zeitpunkt, denn so gefährdet wie heute war die öffentliche Debatte lange nicht. Er bestätigt die Kritik, die Freie Radios vor 30 bis 40 Jahren zu ihrer Gründung veranlasste und die Richtigkeit, der in unseren Strukturen abgebildeten Konsequenzen“, heißt es in der Erklärung des BFR.
Gleich im ersten Absatz erinnert der Appell an die Zerschlagung unabhängiger Medien in der NS-Zeit. Daraus leitet er die Verpflichtung ab, heute für die Presse-Rundfunk- und Informationszeit einzutreten. „Dieses Fundament unserer Verfassung entstand aus den Lehren der …
Helge Döhring (Hg.): „grosse, schöne, unvergessliche Tage“. Verlag Edition AV 2026. 88 Seiten. ca. SFr. 23.00. ISBN: 978-3-86841-362-5. Infos zur Filmreihe A las Barricadas!
Ein Buch und eine Filmreihe geben einen Einblick und benennen auch die Widersprüche.ass die Widersprüche in der spanischen Linken zwischen 1936 – 1939 komplizierter waren und sich nicht in dem Gegensatzpaar autoritäre versus antiautoritäre Linke auflösen, erfahren wir in den Berichten der Zeitzeug*innen. Da erzählt Heinrich Friederitzky, wie er als junger Anarchosyndikalist mit einem Freund über eine KP-nahe Organisation die Reise nach Spanien antrat, weil ihre eigene Organisation dazu nicht in der Lage war. Ihr Plan, sich dann schnell zur anarchistischen Brigade Durruti abzusetzen, liess sich dann nicht umsetzen
Am 19. Juli 1936 begann in Spanien der rechte Militärputsch gegen eine linke Volksfrontregierung, der den Bürgerkrieg auslöste, in den das nationalsozialistische Deutschland und das faschistische Italien aufseiten der Putschisten eingriffen. Das ist die offizielle Erzählung über das, was sich vor 90 Jahren in Spanien zugetragen hat. „Was heisst Bürgerkrieg, für mich war es die Spanische Revolution“, sagte Heinrich Friederitzky, der sich als Anarchosyndikalist am Kampf in Spanien beteiligt hatte. Er gehört zu den 12 Anarchosyndikalist*innen, die in dem kürzlich im Verlag Edition AV veröffentlichten Buch „grosse schöne unvergessliche Tage“ natürlich pünktlich zum 90-Jahrestag erschienen ist. Er gehörte zu den 12 Zeitzeug*innen, die zwischen …
Nicht wenige der Freikorpsmitglieder waren im März 1920 am sogenannten Kapp-Putsch beteiligt, als Monarchisten und Teile des Militärs die Weimarer Republik beseitigen wollten. Der Putsch scheiterte, weil Arbeiter*innen der unterschiedlichen Strömungen mit einen Generalstreik das Land lahmlegten. »Das war für mich das Beispiel von erfolgreichem Antifaschismus, obwohl es den Begriff damals noch nicht gab«, sagte Bernd Langer.
Bei schönem Sommerwetter möchte niemand die Freizeit in Innenräumen verbringen – das zumindest dachte sich der Bildungsverein Helle Panke und lud zum Spaziergang rund um den Rosa-Luxemburg-Platz ein. Am Donnerstag kamen etwa ein Dutzend Menschen zusammen, um über Vergangenheit und Gegenwart der antifaschistischen Aktion zu lernen. Viele kannten schon Bernd Langer, der die Teilnehmer*innen durch das Viertel leitete und sie unterwegs kurzweilig in die Anfänge des Antifaschimus in der Weimarer Republik einführte. Dabei verwies er auch auf die Ereignisse rund um den Rosa-Luxemburg-Platz. Langer ist seit vielen Jahren ein Kenner der …
Cornelius Castoriadis zeigt sich als ambivalenter Theoretiker zwischen einer noch heute nützlichen Bürokratiekritik und der Hinwendung zum Bellizismus. Doch auch die Stärken in Castoriadis Kritik an der bürokratischen Klasse in der SU sollte aufgegriffen und weiterentwickelt werden. So stellt sich die Frage, ob dieser Ansatz nicht auch für die Analyse der aktuellen russischen Gesellschaft nützlich wäre. So stellt Thorsten Fuchshuber in seinem Buch „Rackets. Kritische Theorie der Bandenherrschaft“ (siehe kritisch-lesen.de #65) die Frage, ob der Racket-Ansatz nicht auch auf die russische Gesellschaft passt
In den 1970er Jahren wurde Cornelius Castoriadis besonders in solchen linken Kreisen viel gelesen, die sich für eine sozialistische Theorie jenseits von Stalinismus und Sozialdemokratie interessierten. Der in Griechenland geborene Autodidakt, der kein abgeschlossenes Universitätsstudium hatte, begann seine politische Sozialisation in der …
Ein jüngst erschienenes Buch dokumentiert Gespräche junger Linker mit dem RAF-Mitglied Monika Berberich. Es wirft unter anderem die Frage auf, wie linke Geschichte transgenerationell erinnert werden kann. »Der Kern ist unzerstörbar« ist allen Leser*innen zu empfehlen, die sich über die Geschichte des bewaffneten Kampfes nicht nur aus der Perspektive des Staates (und des quasi eingebetteten Zeitzeugens Stefan Aust) informieren wollen.
Heute dient das Gebäude nur noch als Filmkulisse. Doch vor knapp 50 Jahren war die JVA für Frauen in der Lehrter Straße in Berlin nicht allein ein Gefängnis in Betrieb, sondern Schauplatz eines Ereignisses, das für die Staatsorgane und die Boulevardmedien zur großen Blamage wurde: In der Nacht vom 7. zum 8. Juli 1976 gelang …
Die Antirassistische Initiative hat ein Update ihrer Langzeitdokumentation über die Folgen von Asylrechtsschleifung und immer neuen Gesetzesverschärfungen vorgelegt
Auf der ARI-Homepage findet sich auch eine vom Umbruch-Bildarchiv aus Berlin-Kreuzberg erstellte Fotogalerie. Sie zeigt einen Gedenkort für die Opfer von Rassismus und Polizeigewalt, den Unbekannte am 26. August 2020 am Berliner Oranienplatz errichtet hatten. Im August 2021 erkannte die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg mehrheitlich den Stein als Gedenkort an.
Es sind oft nur kurze Meldungen, die darüber berichten, wie Geflüchtete durch Neonazis, aber auch durch Polizist*innen Gewalt erfahren oder sogar getötet werden. Die Antirassistische Initiative (ARI) in Berlin sorgt seit 32 Jahren dafür, dass solche Fälle systematisch erfasst werden. Jetzt hat sie den mittlerweile fünften Band ihrer Langzeitdokumentation …