Buch: Zwangsräumungen verhindern (ist im März 2014 erschienen, wegen Veranstaltungen bitte Kontakt aufnehmen)

AKP-Rezension-Nr. 1621 (erschienen in Heft 6/2014, S. 16)

Peter Nowak (Hg.): Zwangs­räu­mungen ver­hindern. Ob Nuriye ob Kalle, wir bleiben alle; Edition Assem­blage, Münster 2014, ISBN 978–3-942885–52-2, 94 Seiten, 7.80 €

Gen­tri­fi­zierung ist mehr als nur ein Modewort. Eine Kon­se­quenz des Struk­tur­wandels in den Stadt­vierteln ist nämlich, dass viele Men­schen ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können. Das vor­lie­gende Buch, her­aus­geben von dem Jour­na­listen Peter Nowak, gibt einen guten Ein­blick in das aktuelle Thema. Zu Wort kom­men ver­schiedene Initia­tiven und Akti­vis­tInnen. Spannend ist hierbei, dass in einigen Bei­trägen die Situation in Spanien beleuchtet wird, wo es seit der Krise zwar immer wieder Zwangs­räu­mungen gab – aber auch erfolg­reichen Protest dagegen.

Der Text der Gruppe „Andere Zustände ermög­lichen“ erörtert das Thema vor dem Hin­ter­grund einer gesamt­ge­sell­schaft­lichen Kritik. So wird den Lese­rInnen ein anderer Blick auf das Thema ermög­licht. Leider ist das Buch an einigen Stellen eher für die­je­nigen geschrieben, die sich bereits mit dem Thema aus­ein­an­der­ge­setzt haben. Dennoch ist die Lektüre allen zu emp­fehlen, die sich für Stadt­ent­wicklung und sozialen Protest inter­es­sieren.

Lisa-Marie Davies (Bie­lefeld)

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aus Contraste: Monatszeitung für Selbstorganisation 360, September 2014

Ob Nuriye ob Kalle, wir bleiben alle!

Der Her­aus­geber Peter Nowak beginnt sein kleines Buch mit dem Kapitel „Der Kampf gegen Zwangs­räu­mungen hat eine Geschichte“. Schon am 25. Juli 1872 führte eine Zwangs­räumung in der Blu­men­straße in Berlin-Fried­richshain zu tage­langen Unruhen. Später in der Wei­marer Republik exis­tierte eine unab­hängige Erwerbs­lo­sen­be­wegung, deren Kampf um die Ver­tei­digung der Woh­nungen zum Alltag gehörte. In dieser Zeit ver­wei­gerten Mie­te­rInnen Miet­zah­lungen, for­derten die Senkung der Miete und grün­deten Räte.

Inter­essant auch das Interview mit einem spa­ni­schen Zwangs­ge­räumten und Woh­nungs­be­setzer. Zunächst hatten Akti­vis­tInnen in Spanien eine Unter­schrif­ten­sammlung initiiert, die zwar von ein­einhalb Mil­lionen Men­schen unter­zeichnet worden war, aber von der Regierung anschließend igno­riert wurde. So haben die Men­schen die Sache selber in die Hand genommen und leer­ste­hende Woh­nungen besetzt. „Es ist wichtig, dass es viele ver­schiedene Men­schen sind, die für das­selbe kämpfen (…) Dass Du einen Ort hast, wo Du nicht abge­wertet oder kri­mi­na­li­siert wirst, wo Dir zugehört wird und Du ver­standen wirst – das ist die Basis.“ So beginnen auch ehemals unpo­li­tische Men­schen zu kämpfen und selbst etwas zu orga­ni­sieren.

Auch in Berlin hat sich eine „kri­tische Masse“ gebildet, „die nicht mehr bereit ist, an die poli­tisch Ver­ant­wort­lichen zu appel­lieren“, so der Her­aus­geber. So hört sich das Bündnis „Zwangs­räumung ver­hindern“ die Geschichten der von Zwangs­räumung Bedrohten an und stellt fest: „Wir erzählen die Geschichte anti­ka­pi­ta­lis­tisch und nehmen damit der Betrof­fenen die ver­meint­liche Schuld von den Schultern. Nicht selten hat der Staat mit seiner Armuts­hil­fe­in­dustrie die Patho­lo­gi­sierung der per­sön­lichen Pro­bleme vor­an­ge­trieben.“

Ali Gülbol, der sich gegen die Zwangs­räumung seiner Familie gewehrt hat, sagt in einem Interview: „Man hat was getan und es ist sichtbar geworden. Es hat immer einen Sinn, zu kämpfen (…) Und es geht einem auch viel besser dabei, wenn man was tut.“

Aber nicht nur die Bewegung kommt in dem Buch zu Wort. Am Schluss finden sich Texte über die soziale Mischung, Migration und die Öko­no­mi­sierung der Stadt. So kommt in der For­derung nach der sozialen Mischung „die bür­ger­liche Angst vor der Kol­lek­ti­vität der ‚Anderen‘ zum Aus­druck, die die herr­schende Ordnung gefährden könnten“. Das 94-seitige Buch ist spannend zu lesen und wartet auf eine Fort­setzung.

Anne Seeck

Peter Nowak (Hg.), Zwangs­räu­mungen ver­hindern, Edition Assam­blage, Münster 2014, 7,80 Euro

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Mietermagazin 9/2014, S. 8

DER LITE­RA­TURTIPP

Wider­stand mit Tra­dition

Wer sich nicht wehrt, lebt ver­kehrt! Dieser Spruch der Acht­und­sech­ziger ist heute noch genauso aktuell wie damals. Der Ber­liner Jour­nalist Peter Nowak enga­giert sich seit Jahren gegen soziale Miss­stände in der Stadt. Sein Buch „Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ ver­weist auf die Geschichte dieses „gewalt­tä­tigsten Akts der Ver­drängung“: Bereits 1872 führte eine Zwangs­räumung in der Blu­men­straße in Fried­richshain zu tage­langen Unruhen, die sogar mit mili­tä­ri­schen Mitteln bekämpft wurden. Für men­schen­würdige Wohn­ver­hält­nisse enga­gierten sich in der Wei­marer Republik neben den Linken auch „Wilde Cliquen“ von Jugend­lichen. Heute hat sich der Protest zum ver­netzten Wider­stand ent­wi­ckelt. Die vom Bündnis „Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ seit dem Sommer 2012 erreichten Erfolge werden in dem Buch aus­führlich doku­men­tiert. Inzwi­schen ist die Kam­pagne auch in anderen Städten ange­kommen. Von Zwangs­räu­mungen Bedrohte berichten über ihre Erfah­rungen – als Bei­spiel für andere. Das von der „Gruppe andere Zustände ermög­lichen“ in dem Buch pos­tu­lierte Ziel einer „Stadt für alle“ scheint aller­dings eine ferne Utopie.

rb

Peter Nowak: Zwangs­räu­mungen ver­hindern – Ob Nuriye oder Kalle, wir bleiben alle. Münster, 2014. 96 Seiten, 7,80 Euro

https://​ber​liner​-mie​ter​verein​.de/​m​a​g​a​z​i​n​/​m​m​o​/​m​i​e​t​e​r​m​a​g​a​z​i​n​-​0​9​1​4.pdf

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MieterEcho 367 / Mai 2014

Ob Nuriye oder Kalle, wir bleiben alle

Ein neues Buch stellt die Proteste gegen Zwangsräumungen dar

Jährlich werden in Deutschland Tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einiger Zeit lassen sich Mieter/​innen nicht mehr still und leise raus­werfen. Die Kam­pagne „Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ kämpft in Berlin öffent­lich­keits­wirksam gegen die gewaltsame Ver­treibung von Mieter/​innen und findet bereits Nachahmer/​innen in meh­reren Städten. Ein kom­pakter Sam­melband widmet sich nun diesem Protest. Das kürzlich bei Edition Assem­blage erschiene Buch „Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ lässt Aktivist/​innen und geräumte Mieter/​innen zu Wort kommen, beleuchtet his­to­rische Vor­läufer dieses Pro­tests und wirft einen Blick auf Länder wie Spanien, wo die Bewegung gegen Woh­nungs- und Häu­ser­räu­mungen ein innen­po­li­ti­scher Faktor geworden ist. (pm)

Informationen zum Buch: Zwangsräumungen verhindern. Ob Nuriye ob Kalle, wir bleiben alle. Herausgegeben von Peter Nowak. Münster 2014, Verlag Edition Assemblage. 96 Seiten, mehrere Abbildungen. ISBN 978–3-942885–52-2

www​.edition​-assem​blage​.de

http://​www​.bmgev​.de/​m​i​e​t​e​r​e​c​h​o​/​a​r​c​h​i​v​/​2​0​1​4​/​m​e​-​s​i​n​g​l​e​/​a​r​t​i​c​l​e​/​o​b​-​n​u​r​i​y​e​-​o​d​e​r​-​k​a​l​l​e​-​w​i​r​-​b​l​e​i​b​e​n​-​a​l​l​e​.html

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Buchvorstellung auf Labournet:

http://​www​.labournet​.de/​i​n​t​e​r​venti
onen­/wipo-gegen­wehr/an­ti­ka­p/­com­mons­/buch-zwangs­raumungen-ver­hindern-ob-nuriye-ob-kalle-wir-bleiben-alle/
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Von Florian Schmid
23.04.2014
aus: Neues Deutschland

Mietrebellen und verhinderte Zwangsräumungen

Die Proteste gegen Mieterhöhungen und Zwangsräumungen nehmen zu, vor allem in Berlin, aber nicht nur hier

Der Doku­men­tarfilm »Mietre­bellen« und das Buch »Zwangs­räu­mungen ver­hindern« bieten Ein­blicke in die neue Bewegung.

Als im Sep­tember 2011 mehr als 6000 Men­schen in Kreuzberg und Neu­kölln gegen stei­gende Mieten auf die Straße gingen, zeigte sich das neue Mobi­li­sie­rungs­po­tenzial der »Recht auf Stadt«-Bewegung. Im Sommer 2012 besetzte in Kreuzberg am Kott­busser Tor eine Nach­bar­schafts­ver­ei­nigung den Platz und baute eine Hütte auf, die seitdem als Anlauf­punkt für zahl­reiche Men­schen in Sachen Miet­pro­teste fun­giert. Eine davon war die Rent­nerin Nuriye Cengiz, deren Miet­vertrag gekündigt wurde, als sie die Miet­stei­gerung nicht bezahlen konnte und das zuständige Amt die Kosten nicht über­nehmen wollte.

Ihr Fall wurde zum Symbol der sozialen Ver­drängung und führte zu einer der ersten Kam­pagnen gegen Zwangs­räumung. Im Februar 2013 war die Bewegung bereits so breit, dass ein Poli­zei­auf­gebot von 800 Beamten nötig war, um die Zwangs­räumung gegen die Familie Gülbol in der Kreuz­berger Lau­sitzer Straße durch­zu­setzen. Peter Nowak zeichnet in seinem Buch nach, wie sich die Kam­pagne in den letzten Jahren ent­wi­ckelt hat, aber auch, welche his­to­ri­schen Vor­läufer es gab.

Pro­teste gegen Zwangs­räu­mungen haben in Berlin eine lange Geschichte. Schon 1872 gab es bei den Blu­men­stra­ßen­kra­wallen nach einer Zwangs­räumung in Fried­richshain tage­lange Stra­ßen­schlachten. Auch in den 20ern gab es Miet­streiks und Pro­teste gegen Zwangs­räu­mungen. Eine viel wei­ter­ge­hende gesell­schafts­po­li­tische Dimension hat die Bewegung im kri­sen­ge­schüt­telten Spanien. Dort haben sich die Platt­formen der Hypo­the­ken­be­trof­fenen gegründet, die Pro­teste orga­ni­sieren und auf ihrer Homepage Infor­ma­tionen im Fall einer dro­henden Räumung bereit­stellen. Mitt­ler­weile finden in Spanien lan­des­weite Groß­demos zum Thema statt. Die kon­ser­vative Regierung sah sich ver­gan­genes Jahr sogar ver­an­lasst, per E-Mail Beamte anzu­weisen, den Begriff »Zwangs­räumung« (des­a­hucios) nicht mehr zu ver­wenden.

Der­artige poli­tische Spreng­kraft hat die Kam­pagne in Deutschland bisher noch nicht. Deren trau­riger Höhe­punkt war der Tod der Ber­liner Rent­nerin Rose­marie F. im April 2013. Nachdem mehrere Zwangs­räu­mungen durch öffent­lichen Druck abge­wendet werden konnten, verlor sie ihre Wohnung und starb wenige Tage später in der Käl­te­not­hilfe. Mit der Trau­er­feier beginnt der Doku­men­tarfilm »Mietre­bellen« von Gertrud Schulte Wes­tenberg und Mat­thias Coers, der Ber­liner Initia­tiven por­trä­tiert und die Ent­wicklung der Miet­pro­teste in den letzten Jahren doku­men­tiert. Dabei steht das Enga­gement von Men­schen im Vor­der­grund, die sich bisher kaum in poli­ti­schen Bewe­gungen enga­gierten und durch dro­henden Woh­nungs­verlust poli­ti­siert wurden – zum Bei­spiel die Pan­kower Rentner, die im Sommer 2012 einen Senio­ren­treff besetzt und erfolg­reich dessen Erhalt erkämpft haben.

Men­schen »machen Politik von der Straße und ver­ändern die Situation von der Basis her«, sagt ein spa­ni­scher Aktivist in einem Interview in Peter Nowaks Buch. Dies gilt auch für Berlin. Neben mög­lichen Erfolgen wie der Ver­hin­derung einer Zwangs­räumung führt das auch zu einer ver­än­derten Sicht­weise auf die sozialen Pro­bleme der von Woh­nungs­verlust Betrof­fenen oder Bedrohten. Es geht darum, der »Patho­lo­gi­sierung der per­sön­lichen Pro­bleme« eine andere Erzählung ent­ge­gen­zu­halten, betont die Stadt­so­zio­login Karin Baumert in einem der Texte. Nicht das eigene Ver­sagen, sondern der kapi­ta­lis­tische Ver­wer­tungs­druck ist für den dro­henden Woh­nungs­verlust ver­ant­wortlich. An Stelle der Kon­kurrenz um Wohnraum bieten die Pro­tes­t­in­itia­tiven Soli­da­rität und Hilfe an. Wie das Betroffene erleben und wie sie agieren, das zeigt »Mietre­bellen« ein­drücklich.

Ab Don­nerstag wird der Film in zwei Ber­liner Kinos laufen, die Fil­me­macher haben aber bereits Anfragen von Ver­einen und Bil­dungs­ein­rich­tungen außerhalb Berlins, die den Film auf­führen wollen. Und Initia­tiven gegen Zwangs­räu­mungen gibt es mitt­ler­weile unter anderem auch in Köln und Hamburg.

Peter Nowak: »Zwangs­räu­mungen ver­hindern«, Edition Assem­blage, 96 S., 7,80 €. »Mietre­bellen« läuft ab dem 24.4. in den Kinos Movie­mento und Licht­blick. Am 26.4. im Licht­blick-Kino

http://​www​.neues​-deutschland​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​9​3​0​7​9​4​.​m​i​e​t​r​e​b​e​l​l​e​n​-​u​n​d​-​v​e​r​h​i​n​d​e​r​t​e​-​z​w​a​n​g​s​r​a​e​u​m​u​n​g​e​n​.html

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Bericht über die Vorstellung des Buches Zwangsräumung verhindern in Berlin

Neues Buch widmet sich Geschichte, aktu­eller Praxis und Per­spek­ti­veder Bewegung gegen Zwangsräumungen.Bericht über Vor­stellung in Berlin
Die Bewegung gegen Zwangs­räu­mungen hat es in den letzten Tagen wieder in viele Medien geschafft. Die Räumung von Kalle aus seiner Wohnung in Köln konnte beim zweiten Räu­mungs­termin nicht mehr ver­hindert werden. Trotzdem war der Protest hun­derter Men­schen nicht umsonst Er hat einer Praxis die poli­tische Nor­ma­lität genommen, die bisher weit­gehend unhin­ter­fragter Alltag war.

Darin waren sich auch die drei Autor_​innen und der Her­aus­geber des kürzlich in der Edition Assem­blage her­aus­ge­ge­benen Buches Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ (http://​www​.edition​-assem​blage​.de/​b​u​c​h​v​o​r​s​t​e​l​l​u​n​g​-​z​w​a​n​g​s​r​a​e​u​m​u​n​g​-​v​e​r​hinde…) einig, das am 17.April in Berlin in den Räumen der Ber­liner Mie­ter­ge­mein­schaft (http://​www​.bmgev​.de/) vor­ge­stellt wurde.

Zu Beginn begründete der Jour­nalist Peter Nowak https://​peter​-nowak​-jour​nalist​.de/, der das Buch her­aus­ge­geben hat, warum ein Buch zu einer Akti­onsform sinnvoll ist, die ja gerade an Popu­la­rität gewinnt. „Ich begleite seit Jahren auch jour­na­lis­tisch soziale Bewe­gungen. Mit Artikeln kann ver­sucht werden, die Stimmen dieser Bewe­gungen stärker in der Öffent­lichkeit hörbar zu machen. Ein Buch aber kann darüber hinaus ver­suchen, diese Bewe­gungen in einen geschicht­lichen und aktuell-gesell­schaft­lichen Zusam­menhang zu bringen, “ erklärte der Her­aus­geber.

Den his­to­ri­schen Zusam­menhang stellte er mit kon­kreten Kämpfen in Berlin der letzten 120 Jahre und einem Engels-Zitat her:

„Was man heute unter Woh­nungsnot ver­steht, ist die eigen­tüm­liche Ver­schärfung, die die schlechten Woh­nungs­ver­hält­nisse der Arbeiter durch den plötz­lichen Andrang der Bevöl­kerung nach den großen Städten erlitten haben; eine kolossale Stei­gerung der Miet­preise; eine noch ver­stärkte Zusam­men­drängung der Bewohner in den ein­zelnen Häusern, für einige die Unmög­lichkeit, über­haupt ein Unter­kommen zu finden. Und diese Woh­nungsnot macht nur soviel von sich reden, weil sie sich nicht auf die Arbei­ter­klasse beschränkt, sondern auch das Klein­bür­gertum mit betroffen hat. Um dieser Woh­nungsnot ein Ende zu machen, gibt es nur ein Mittel: die Aus­beutung und Unter­drü­ckung der arbei­tenden Klasse durch die herr­schende Klasse über­haupt zu besei­tigen.“

Bei diesem Zitat von Engels Schrift zur Woh­nungs­frage würde man sicher einige Begriff­lich­keiten heute aus­tau­schen, im Kern aber haben die dort getä­tigten Aus­sagen nach noch seine Gül­tigkeit. Daher betonte Nowak auch die Wich­tigkeit, die Kämpfe gegen die Zwangs­räu­mungen mit Pro­testen von Erwerbs­losen und gewerk­schaft­lichen Kämpfen gegen Nied­rig­löhne zu ver­binden. Die Parole „Löhne und Ein­kommen rauf – Mieten runter“ können da eine Per­spektive sein Schließlich sei es auch wichtig, die kapi­ta­lis­tische Ver­wertung als Ursache für hohe Mieten und Ver­trei­bungen immer auch zu benennen.

Stadt als Mar­keting

Daran schloss ein Aktivist der Gruppe andere zustände ermög­lichen (aze) an. Die Gruppe (http://​aze​.blog​sport​.de/) hatte unter dem Titel „Stadt“ einige Über­le­gungen ver­öf­fent­licht, die auch für eine Dis­kussion links­ra­dikale Per­spektive der Pro­teste eine wichtige Rolle spielen können. Daher wurden sie im Buch doku­men­tiert, weil sie eine Per­spektive über die bloße Ablehnung von Auf­wertung, Gen­tri­fi­zierung etc. auf­werfen. Auf der Ver­an­staltung ging der Genosse von aze auf den Aspekt ein des Stadt­mar­keting ein. Städte stehen zunehmend in stän­diger Kon­kurrenz zuein­ander und jedes Event, jede Bau­maß­nahme ist Teil des Städ­te­mar­ke­tings. In diesem Ensemble agieren dann die Immo­bi­li­en­firmen und Hausbesitzer_​innen, deren Ziel mög­lichst hohe Rendite ist. Die Tourist_​innen sind dann die Kund_​innen des Stadt­mar­ke­tings. Daher wächst in ange­sagten Stadt­teilen der Bedarf an Feri­en­woh­nungen und Unter­künften in den unter­schied­lichen Preis­lagen. Vor allem für die Mieter_​innen mit wenig Ein­kommen bedeutet es in der Regel Ver­drängung, wenn der Stadtteil auf­ge­wertet wird.

Sozi­al­arbeit oder poli­ti­scher Wider­stand?

Die Red­nerin der Initiative „Zwangs­räu­mungen gemeinsam ver­hindern“ (http://​zwangs​rae​u​mung​ver​hindern​.blog​sport​.de/) in Berlin wollte es nicht dabei belassen, sich selber auf die Schulter zu klopfen, wie viel mensch geschafft habe. Sie stelle sich vielmehr die Frage, wie viel Sozi­al­arbeit in der Bewegung gegen die Zwangs­räu­mungen steckt und ob die große Publi­zität nicht auch ein Mittel der Ver­ein­nahmung ist. Man bescheinigt den Aktivist_​innen, wichtige Pro­bleme benannt zu haben, aber von der Politik gab es nicht die kleinsten Zuge­ständ­nisse. Selbst ein Räu­mungs­mo­ra­torium für Rentner_​innen, das nach dem Tod der 67jährigen Rose­marie Fließ, die zwei Tage nach ihrer Zwangs­räumung starb auch in den Medien gefordert wurde, hatte keine Rea­li­sie­rungs­chancen.

Euro­päische Wider­stands­per­spektive

Eine euro­päische Per­spektive der Mieter_​innenproteste ski­zierte Grischa Dallmer, der mit Mat­thias Coers gemeinsam den Eduard Baches i Lub­ierres inter­viewt hat, der lange Zeit Sprecher der Plattform der Hypo­the­ken­be­trof­fenen in der spa­ni­schen Stadt Lleida war. Diese Bewegung wurde zu einem starken innen­po­li­ti­schen Faktor im spa­ni­schen Staat und gab auch Inspi­ra­tionen für die neue Bewe­gungen gegen Zwangs­räu­mungen in Berlin und anderen Städten. Eduard Baches i Lub­ierres berichtete im Rahmen der Ver­an­stal­tungs­reihe „Wohnen in der Krise“ eben­falls in den Räumen der Ber­liner Mie­ter­ge­mein­schaft über den Kampf in Spanien. Im Rahmen der Ver­an­stal­tungs­reihe (http://​www​.bmgev​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​v​e​r​a​n​s​t​a​l​t​u​n​g​s​r​e​i​h​e​-​1​3​.html) wurde durch Vor­träge und Filme von Mieter_​innenaktivist_​innen aus zahl­reichen euro­päi­schen Staaten, den USA und der Türkei deutlich, wie not­wendig eine Ver­netzung der Bewe­gungen ist. Das wäre doch ein guter Beitrag des immer wieder zitierten Europa von unten. Die Aktivist_​innen von Wohnen in der Krise haben dazu eine gute Vor­arbeit geleistet, weil Filme über die Kämpfe und die Referate im Netz unter http://​www​.youtube​.com/​u​s​e​r​/​W​o​h​n​e​n​i​n​d​e​r​Krise zu finden sind. Es ist ein Archiv des inter­na­tio­nalen Mieter_​innenwiderstands, das genutzt werden kann und sollte. Genau so wie das Buch von mög­lichst vielen Aktivist_​innen, aber auch Mieter_​innen, die sich nicht ver­drängen lassen wollen, genutzt werden kann und sollte als Ide­en­geber, für einen his­to­ri­schen Rück­blick, für die Ent­wicklung von Per­spek­tiven.

Erfolge nicht ver­schweigen

Dass dies möglich ist, zeige die Dis­kussion mit dem Publikum am 17.April. Eine lang­jährige Erwerbs­lo­sen­ak­ti­vistin aus Neu­kölln machte darauf auf­merksam, dass neue Pläne des Deut­schen Städ­tetags erneute Ver­schlech­te­rungen für Mieter_​innen mit Hartz IV-Bezug bringen könnten. Mut machte ein Mit­glied der Pali­sa­den­panther (http://​pali​saden​-panther​.blogspot​.de/) aus Berlin-Fried­richshain. Die Senior_​innengruppe hatte es durch Öffent­lich­keits­arbeit und Pro­teste geschafft, eine Miet­erhöhung in ihrer Senio­ren­wohn­anlage zu ver­hindern. Es ist tat­sächlich wichtig, auch über die Erfolge zu retten, auch wenn die immer wieder mit poli­ti­schem Druck ver­teidigt werden müssen. Gut war auch das Insis­tieren des Mode­rators von der Ber­liner Mie­ter­ge­mein­schaft, der nach linken Posi­tionen in der Mie­ten­po­litik fragt. Tat­sächlich haben ver­schiedene Initia­tiven sehr kon­krete Posi­tionen for­mu­liert und unter Anderem in einen mie­ten­po­li­ti­schen Dossier http://​mie​ten​dossier​.blog​sport​.de/ nie­der­ge­schrieben. Ob es sinnvoll und möglich ist, einige wenige Kern­for­de­rungen bei­spiels­weise für ein Mora­torium für Zwangs­räu­mungen für Rentner_​innen, Erwerbslose etc. zu pro­pa­gieren und dafür Druck zu machen, wäre eine wichtige Dis­kussion. Damit könnte unter Umständen eine Mieter_​innenbewegung ent­stehen, die sich nicht nur in dem Wider­stand gegen Zwangs­räu­mungen zeigt. Ande­rer­seits besteht die Gefahr, dass eine solche For­derung in den poli­ti­schen Staats­ap­pa­raten, Justiz, Politik, Ver­waltung auf­ge­rieben wird, wie es bei der For­derung nach einem Sank­ti­ons­mo­ra­torium bei Hartz IV-Bezie­her_innen geschehen ist. Obwohl es von bekannten Gewerkschafter_​innen und Politiker_​innen unter­zeichnet wurde, kam es nie zu einer Rea­li­sierung.

Ein Buch für Mietre­bellen

Die Buch­vor­stellung hat gezeigt, wie viel Dis­kus­si­ons­bedarf es auch beim aktu­ellen Wider­stand gegen Zwangs­räu­mungen gibt. Dabei wurde dort nur eine der im Buch behan­delten Aspekte zur Dis­kussion gestellt. Die Kritik an der For­derung nach sozialer Mischung, wie sie im Buch von Sebastian Friedrich, Duygu Gürsel und Cagri Kahveci auf­ge­worfen wurde und nach dem Ver­hältnis von Migration, Arbeit und dem Recht auf Stadt. das Ceren Türkmen im Gespräch ent­wi­ckelte, wäre eine The­matik für weitere Ver­an­stal­tungen. Eine nächste Buch­vor­stellung wird es im Anschluss an die Auf­führung des Films Mietre­bellen (http://​mietre​bellen​.de/), der den vielen Aktivist_​innen nicht nur eine Stimme sondern auch ein Gesicht gibt, am 26.4. um 18 Uhr im Ber­liner Licht­blickkino (http://​www​.licht​blick​-kino​.org/) geben. Weitere Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tungen mit dem Buch auch in anderen Städten sind in Planung. Mietre­bellen und solche, die es noch werden wollen, sind gefragt.

https://​links​unten​.indy​media​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​11185

http://www.scharf-links.de/45.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=44082&cHash=edea3e4e70

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Pres­se­mit­teilung
Buch­vor­stellung Zwangs­räu­mungen ver­hindern am 17. April in der­Be­ra­tungs­stelle der Ber­liner Mie­ter­ge­mein­schaft, Son­nen­allee 101, Berlin-Neu­kölln

Seit Jahren werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus
ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus
anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einigen Monaten lassen sich
Mieter*innen nicht mehr still ver­treiben. Die Ber­liner Kam­pagne
„Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ mobi­li­siert mitt­ler­weile wöchentlich gegen
Räu­mungen. Auch in anderen Städten beginnen sich Mieter_​innen gegen
dro­hende Ver­trei­bungen zu orga­ni­sieren. So könnte in Köln vor einigen
Wochen der erste Versuch der Räumung eines Mieters durch Pro­teste
ver­hindert werden. Ein neuer Räu­mungs­versuch mit einem großen Poli­zei­auf­gebot ist ange­kündigt. Die Bewegung gegen Zwangs­räu­mungen hat
erreicht, dass diese tag­täg­lichen Räu­mungen, die oft als indi­vi­du­elles
Ver­sagen der betrof­fenen Mieter_​innen gesell­schaftlich stig­ma­ti­siert
wurde, zum poli­ti­schen Kampffeld wurden.
Damit wurde deutlich, dass Woh­nungs­räu­mungen kein Natur­gesetz sondern
die Folge einer kapi­ta­lis­ti­schen Gesell­schafts­ordnung sind, in dem auch
die Wohnung nur eine Ware ist, die sich ver­werten muss. Die betrof­fenen
Mieter_​innen erhalten so das Bewusstsein, dass sie sich auf keine
Politiker_​innen ver­lassen kann und sei er auch als Staats­se­kretär Gothe
noch so freundlich, sondern auf die Kraft der Selbst­or­ga­ni­sierung.
Das bei Edition Assem­blage in der Reihe Sys­tem­fehler erschienene Buch
„Zwangs­räumung ver­hindern “, wirft einen Blick auf die his­to­ri­schen
Vor­läufer der Bewegung gegen Zwangs­räu­mungen, die in Berlin mehr als 100
Jahre alt ist und in der Wei­marer Republik zeit­weise eine Mas­sen­be­wegung
war. In dem Buch wird auch eine auf Länder wie Spanien geworfen, in
denen die Bewegung gegen Woh­nungs- und Häu­ser­räu­mungen ein
innen­po­li­ti­scher Faktor sind. Bei der Buch­premier am 17.April soll gemeinsam mit Autor_​innen und Mieteraktivist_​innen über die Geschichte, Aktua­lität und Per­spektive der Bewegung gegen die Zwangs­räu­mungen dis­ku­tiert werden.

Der Her­aus­geber des Buches Peter Nowak
(https://​peter​-nowak​-jour​nalist​.de/) arbeitet als freier Jour­nalist u.a.
für die Jungle World, das Neue Deutschland und das Inter­net­ma­gazin
Tele­polis. Selbst­or­ga­ni­sierte Bewe­gungen gegen die Zumu­tungen des
kapi­ta­lis­ti­schen Alltags gehören zu einen seiner Schwer­punkte. Er stellt
für Infor­ma­tionen und Inter­views zum Buch zwi­schen 10 Uhr und 18 Uhr
unter 0179–2105606 zur Ver­fügung.

Peter Nowak (Hg.)
Zwangs­räu­mungen ver­hindern
Ob Nuriye ob Kalle, wir bleiben alle
Reihe Sys­tem­fehler Bd. 5
Mit Fotos aus dem Ber­liner Mieter*innenwiderstand von Mat­thias Coers
96 Seiten, 7.80 Euro
ISBN 978–3-942885–52-2
edition assem­blage, März 2014

Weitere Infor­ma­tionen zum Buch gibt es hier:
http://​www​.edition​-assem​blage​.de/​z​w​a​n​g​s​r​a​u​m​u​n​g​e​n​-​v​e​r​h​i​n​dern/
Bei Edition Assem­blage können Rezen­si­ons­ex­em­plare bestellt werden.

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Wider­stand gegen Zwangs­räu­mungen – Vor­bilder, Geschichte und Per­spektive.

Peter Nowak (Hg.)
Zwangs­räu­mungen ver­hindern
Ob Nuriye ob Kalle, wir bleiben alle


Reihe Sys­tem­fehler Bd. 5
farbig, TB, 110×180 mm
ca. 112 Seiten, ca. 9.80 Euro
ISBN 978–3-942885–52-2 | WG 973
Neu­erscheinung März 2014

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Seit Jahren werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einigen Monaten lassen sich Mieter*innen nicht mehr still ver­treiben. Die Ber­liner Kam­pagne „Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ mobi­li­siert mitt­ler­weile wöchentlich gegen Räu­mungen. Das Buch geht auf ihre Vor­läufer in der Wei­marer Republik ein, und wirft einen Blick auf Spanien, wo die Bewegung gegen Woh­nungs- und Häu­ser­räu­mungen ein innen­po­li­ti­scher Faktor ist.

Ein Interview mit der Sozio­Iogin Ceren Türkmen widmet sich der Frage, warum sich viele Men­schen mit migran­ti­schen Hin­ter­grund gegen Zwangs­räu­mungen wehren. Ein Kapitel behandelt den Wider­stand von Senior*innen und die öffent­lichen Reak­tionen darauf. In einem Interview mit Aktivist*innen geht es um die Per­spek­tiven und Grenzen des Wider­stands gegen die Zwangs­räu­mungen.

http://​www​.edition​-assem​blage​.de/​z​w​a​n​g​s​r​a​u​m​u​n​g​e​n​-​v​e​r​h​i​n​dern/

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Ob Nuriye oder Kalle – Wir bleiben alle:

Ein Buch stellt die Pro­teste gegen Zwangs­räu­mungen dar.
Dis­kussion mit den Autor/​innen am 17.4. um 19 Uhr in der Son­nen­allee 101.

Jährlich werden in Deutschland tau­sende Men­schen zwangs­weise aus ihren Woh­nungen geräumt weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einiger Zeit lassen sich Mieter/​innen nicht mehr still und leise raus­schmeißen: Die Kam­pagne „Zwangs­räu­mungen ver­hindern“ kämpft in Berlin öffent­lich­keits­wirksam gegen die gewaltsame Ver­treibung von Mieter/​innen und findet bereits Nachahmer/​innen in meh­reren Städten. Ein kom­pakter Sam­melband widmet sich diesem Protest. Das kürzlich bei Edition Assem­blage erschiene Buch »Zwangs­räu­mungen ver­hindern« lässt Aktivist/​innen und geräumte Mieter/​innen zu Wort kommen, beleuchtet his­to­rische Vor­läufer dieser Pro­teste und wirft einen Blick auf Länder wie Spanien, wo die Bewegung gegen Woh­nungs- und Häu­ser­räu­mungen ein innen­po­li­ti­scher Faktor geworden ist. Auf der Ver­an­staltung stellen mehrere Autor/​innen ihre Thesen zu Per­spek­tiven und Grenzen der Pro­teste vor und dem Publikum zur Dis­kussion.

Am Don­nerstag, den 17. April um 19 Uhr in der Bera­tungs­stelle der Ber­liner Mie­ter­Ge­mein­schaft, Son­nen­allee 101, Neu­kölln.
Infos zum Buch:
Zwangs­räu­mungen ver­hindern. Ob Nuriye ob Kalle, wir bleiben alle. Her­aus­ge­geben von Peter Nowak. Münster 2014, Verlag Edition Assem­blage. 96 Seiten, mehrere Abbil­dungen.
ISBN 978–3-942885–52-2 www​.edition​-assem​blage​.de

http://​www​.bmgev​.de/​m​i​e​t​e​r​e​c​h​o​/​m​i​e​t​e​r​e​c​h​o​-​o​n​l​i​n​e​/​b​u​c​h​v​o​r​s​t​e​l​l​u​n​g​.html

aus: Mie­te­rEcho online 13.04.2014

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Pres­se­mit­teilung war abge­druckt hier:

http://​nk44​.blog​sport​.de/​2​0​1​4​/​0​4​/​1​6​/​1​7​-​a​p​r​i​l​-​b​u​c​h​v​o​r​s​t​e​l​l​u​n​g​-​z​u​-​z​w​a​n​g​s​r​a​e​u​m​u​ngen/

https://​links​unten​.indy​media​.org/​d​e​/​n​o​d​e​/​1​10831

http://www.scharf-links.de/109.0.html?&tx_ttnews[cat]=44&tx_ttnews[tt_news]=43948&tx_ttnews[backPid]=6&cHash=3ee10bec63

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