Schon früher gab es auf Ebene der Lokalpolitik Kooperationen mit der NPD

Unterstützung von rechts

Im hes­si­schen Ehrings­hausen saßen für die NPD viele Jahre Alfred und Doris Zutt im Gemein­derat. Sie wählten den Kan­di­daten der CDU gemeinsam mit den Freien Wählern zum Bür­ger­meister, dafür bekam Doris Zutt den Vorsitz im Umwelt­aus­schuss des Gemein­derats. Die Zutts setzten nach 1989 ihre Arbeit für die NPD in Meck­lenburg-Vor­pommern fort. Doris Zutt zog für die NPD in den Kreistag Müritz und in die Stadt­ver­tretung von Waren ein.

Die Amtszeit des NPD-Funk­tionärs Stefan Jagsch dürfte schnell zu Ende sein: Nach der bun­des­weiten Empörung über seine Wahl zum Orts­vor­steher im hes­si­schen Alten­stadt-Wald­siedlung haben sieben von neun Mit­gliedern des Gre­miums einer Abwahl zuge­stimmt. In den letzten Tagen hatten Politiker*innen von SPD, FDP und CDU ihre Par­tei­mit­glieder, die Jagsch zum Vor­steher des Orts­beirats gewählt haben, heftig kri­ti­siert. Der ehe­malige CDU-Gene­ral­se­kretär Peter Tauber sprach im Deutsch­landfunk von par­tei­über­grei­fender Nai­vität bei der Wahl. Er erklärte, dass die CDU nie für einen NPD-Mann die Hand heben werde. Aller­dings war die NPD in den 1970er und 1980er Jahren längst nicht so iso­liert. In meh­reren Gemeinden, in denen.….

.…..die NPD ihre Hoch­burgen hatte, nahm die CDU deren Stimmen gerne an. Im hes­si­schen Ehrings­hausen saßen für die NPD viele Jahre Alfred und Doris Zutt im Gemein­derat. Sie wählten den Kan­di­daten der CDU gemeinsam mit den Freien Wählern zum Bür­ger­meister, dafür bekam Doris Zutt den Vorsitz im Umwelt­aus­schuss des Gemein­derats. Die Zutts setzten nach 1989 ihre Arbeit für die NPD in Meck­lenburg-Vor­pommern fort. Doris Zutt zog für die NPD in den Kreistag Müritz und in die Stadt­ver­tretung von Waren ein.

ber 8000 Antifaschist*innen pro­tes­tierten 1983 gegen das Treffen und dessen Auf­wertung durch Böhmer. »In Hersfeld hatten wir absolut keine Unter­stützung«, erin­nerte sich der damalige Hers­felder DGB-Vor­sit­zende Julius Klausmann, der als Orga­ni­sator eines breiten Antifa-Bünd­nisses bekannt wurde und den geballten Hass des Hers­felder Estab­lish­ments abbekam. Ein CDU-Mann habe ihn damals sogar öffentlich »Volks­schädling« genannt.

Böhmer war nach einer bun­desweit erregt geführten Dis­kussion wegen der Wahl mit NPD-Stimmen knapp einen Monat später von der Hers­felder Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­sammlung auch mit den Stimmen der CDU wieder abge­wählt worden.

Während die Koope­ration von Ehrings­hausen wenig Beachtung fand, sorgte 1989 die Wahl des CDU-Bür­ger­meisters Hartmut Böhmer in der hes­si­schen Fest­spiel­stadt Bad Hersfeld mit Stimmen der NPD bun­desweit für Schlag­zeilen. Er sei von hes­si­schen CDU-Funk­tio­nären aus­drücklich zu diesem schwarz-braunen Bündnis gedrängt worden, recht­fer­tigte sich Böhmer.Er hatte sich in seiner langen Amtszeit die NPD-Unter­stützung redlich ver­dient, wie das von Kathi Seewald und Timo Schadt her­aus­ge­gebene Buch »Deutsch­lands Mitte – rechts daneben« nachwies. So wollte Böhmer 1983 in einem gene­rellen Zutritts­verbot für Sinti und Roma in Bad Hersfeld keine Dis­kri­mi­nierung sehen. Bei einem Vete­ra­nen­treffen der Waffen-SS im Ort im gleichen Jahr war Böhmer Ehrengast. »Als Pri­vat­person kann ich Ehrengast sein, selbst wenn ihnen das nicht gefällt. Ich nehme mir auch in Zukunft die Freiheit, in meiner Freizeit zu tun und zu lassen, was ich will,« erklärte Böhmer nach Pro­testen.

Über 8000 Antifaschist*innen pro­tes­tierten 1983 gegen das Treffen und dessen Auf­wertung durch Böhmer. »In Hersfeld hatten wir absolut keine Unter­stützung«, erin­nerte sich der damalige Hers­felder DGB-Vor­sit­zende Julius Klausmann, der als Orga­ni­sator eines breiten Antifa-Bünd­nisses bekannt wurde und den geballten Hass des Hers­felder Estab­lish­ments abbekam. Ein CDU-Mann habe ihn damals sogar öffentlich »Volks­schädling« genannt.

Böhmer war nach einer bun­desweit erregt geführten Dis­kussion wegen der Wahl mit NPD-Stimmen knapp einen Monat später von der Hers­felder Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­sammlung auch mit den Stimmen der CDU wieder abge­wählt worden.

Peter Nowak