Rettung gescheitert

M99 Anwalt besteht auf Räumung des Ladens mit Revo­lu­ti­ons­bedarf
Der Runde Tisch zum Erhalt des Gemischt­wa­ren­ladens mit Revo­lu­ti­ons­bedarf M99 ist gescheitert. Der Eigen­tümer der Man­teuf­fel­straße 99 war nicht erschienen, sein Anwalt beharrte auf der Räumung. „Dass er damit die Lebens­grundlage des roll­stuhl­ab­hän­gigen Laden­be­treibers Hans Georg Lin­denau zer­stört und ihn auch obdachlos macht, scheint ihn nicht zu inter­es­sieren“, kri­ti­siert Sarah
Schuster vom Bündnis „Zwangs­räumung ver­hindern“. Es unter­stützt Lin­denau gegen die dro­hende Zwangs­räumung. Der Runde Tisch sollte eine weitere Eska­lation ver­hindern. Beim ersten Treffen am 16. Februar war der Eigen­tümer noch anwesend (taz berichtete). Nachdem das zweite Treffen keine Einigung gebracht hat und auch kein wei­terer Termin mehr ver­einbart wurde, sieht das Zwangs­räu­mungs­bündnis nun akute Räu­mungs­gefahr. Lin­denau hofft aller­dings noch, sich mit dem Eigen­tümer zu einigen. „Die Ver­hand­lungen finden jetzt außerhalb des Runden Tisches statt“, sagte er der taz. Er wolle eine Blei­be­per­spektive bis min­destens Mitte
2017 ver­ein­baren. Damit würde er Zeit gewinnen, eine Alter­native für seine Laden­wohnung zu suchen. Der Eigen­tümer und sein Anwalt waren für die taz für eine Stel­lung­nahme nicht zu erreichen.
aus taz vom 11.03.2016
Peter Nowak