Linke Gruppe löst sich auf

Widerstand hat sich erledigt

Die mao­is­tische Jugend­or­ga­ni­sation gibt am Sonntag ihre Selbst­auf­lösung bekannt. Ihre Arbeit sei getan, teilt der Jugend­wi­der­stand mit.

„Es ist vorbei. Nach fast 5 Jahren inten­siver anti­im­pe­ria­lis­ti­scher und revo­lu­tio­närer Jugend­arbeit mit dem Jugend­wi­der­stand geben wir nun das Ende unserer Orga­ni­sation bekannt“, ver­kündet der Jugend­wi­der­stand (JW) am Sonntag via Mit­teilung auf seiner Homepage. Die mao­is­tisch geprägte Orga­ni­sation hat in den ver­gan­genen Monaten vor allem durch .…

.…Angriffe auf linke Struk­turen und Ein­zel­per­sonen Schlag­zeilen gemacht.

In der anti­im­pe­ria­lis­ti­schen Ideo­logie des JW gab es eine klare Freund-Feind-Unter­scheidung für die Kon­flikte in aller Welt. Noch in der Auf­lö­sungs­er­klärung wird die Front­stellung gegen diese Gruppen deutlich: „Früher war in der linken Polit­jugend ‚gegen Deutschland‘ zu sein und das Volk skep­tisch bis offen feind­selig zu beäugen in Abstu­fungen Konsens. Und auch aus der Antiimp-Ecke kam oftmals nur infan­tiles ‚Deutschland verrecke‘-Geblöke“, heißt es weiter in dem Text. Heute gebe es hin­gegen wieder „eine rote Jugend“ die „klar sagt, dass sie das Volk, die Heimat und ihre Leute, die Jungs und Mädels aus den Vierteln, liebt“, glaubt der JW – der die Mit­teilung über seine eigene Abwicklung denn auch eher so ver­fasst hat, als handele es sich um eine Erfolgs­bilanz über fünf Jahre mao­is­ti­scher Jugend­wi­der­stand.

Da behauptet der JW, dass es heute auch dank ihnen nicht nur in Berlin eine „rote Jugend“ gebe, die Kampf­sport betreibe und also „nicht mehr die linke Wange hinhält“. Auch habe der JW dafür gesorgt, dass „dis­zi­pli­nierte Blöcke mit Mar­sch­ordnung auf linken Demons­tra­tionen wieder ein­ge­führt wurden“.

Eigene Fehler werden dann aber doch auch ein­ge­standen: etwa der Angriff auf einen linken Blogger und Jour­na­listen, der aus der Sicht des JW die Gruppe ver­leumdet hat. Selbst­kri­tisch wird auch ange­merkt, dass man beim Kampf gegen Drogen in der linken Jugend­kultur das Thema Alkohol aus­ge­spart habe.

Zur Auf­lösung heißt es dann lapidar am Sonntag: „Der Jugend­wi­der­stand hat seine Auf­gaben erfüllt. Somit sind mit sofor­tiger Wirkung sämt­liche Struk­turen des Jugend­wi­der­stands auf­gelöst und stellen ihre Tätigkeit ein.“ In der letzten Zeit war der Druck auf die Orga­ni­sation auch von Staats­seite gewachsen. Der JW habe sich zur „aggres­sivsten links­ex­tremen Gruppe in Berlin ent­wi­ckelt“, hatte Innen­se­nator Andreas Geisel (SPD) ver­gan­genes Jahr in einem Zei­tungs­in­terview erklärt und ein Verbot der Gruppe geprüft. Auch im aktu­ellen Ver­fas­sungs­schutz­be­richt wird der JW erwähnt.

Eigene Fehler werden dann aber doch auch ein­ge­standen: etwa der Angriff auf einen linken Blogger und Jour­na­listen, der aus der Sicht des JW die Gruppe ver­leumdet hat. Selbst­kri­tisch wird auch ange­merkt, dass man beim Kampf gegen Drogen in der linken Jugend­kultur das Thema Alkohol aus­ge­spart habe.

Zur Auf­lösung heißt es dann lapidar am Sonntag: „Der Jugend­wi­der­stand hat seine Auf­gaben erfüllt. Somit sind mit sofor­tiger Wirkung sämt­liche Struk­turen des Jugend­wi­der­stands auf­gelöst und stellen ihre Tätigkeit ein.“ In der letzten Zeit war der Druck auf die Orga­ni­sation auch von Staats­seite gewachsen. Der JW habe sich zur „aggres­sivsten links­ex­tremen Gruppe in Berlin ent­wi­ckelt“, hatte Innen­se­nator Andreas Geisel (SPD) ver­gan­genes Jahr in einem Zei­tungs­in­terview erklärt und ein Verbot der Gruppe geprüft. Auch im aktu­ellen Ver­fas­sungs­schutz­be­richt wird der JW erwähnt. Peter Nowak

Erst­ver­öf­fent­li­chungsort:
http://www.taz.de/Linke-Gruppe-loest-sich-auf/!5599037/