Stuttgart: Lobbykritik I

Die Aus­ein­an­der­setzung um das Bahn­projekt Stuttgart 21 wird auch vir­tuell geführt. Am Sonn­abend legte die Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sation Lob­by­Control den Grund­stein für das Inter­net­projekt Lob­by­pedia. Die Namens­ähn­lichkeit zu dem Inter­net­le­xikon Wiki­pedia ist nicht zufällig. Auch Lob­by­pedia will sich der Software Mediawiki bedienen, um über poli­tische und wirt­schaft­liche Ent­schei­dungen zu infor­mieren, die bei der Planung von Stuttgart 21 eine Rolle spielten. In den Pla­nungs­prozess invol­vierte Per­sonen, Firmen, Ver­bände und Inter­es­sen­gruppen sollen benannt werden. Ein wei­terer The­men­be­reich für Lob­by­pedia ist die Frage, wie ein 2004 ver­folgter Bür­ger­ent­scheid ver­hindert worden ist. »Lob­by­pedia will nicht selber pro oder contra Stuttgart 21 Partei ergreifen, sondern die Struk­turen und Macht­ver­hält­nisse hinter dem Bau­projekt offen­legen«, erklärte Elmar Wiegend von Lob­by­Control. Ziel ist der Aufbau eines all­ge­meinen Portals zur Bau- und Immo­bi­li­en­lobby in Deutschland.

www​.lob​by​control​.de/blog

http://​www​.neues​-deutschland​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​1​8​2​2​3​8​.​b​e​w​e​g​u​n​g​s​m​e​l​d​e​r​.html

Peter Nowak


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