Länderübergreifender Protest gegen Zwangsräumung in Spanien vor dem Hilton am Gendarmenmarkt

Ein Stop in Spanien

Wir wollen deutlich machen, dass der Kampf um bessere Arbeits­be­din­gungen und Mie­te­rIn­nen­rechte zusam­men­ge­hören“, rief Tim Riedel vom Bündnis gegen Zwangs­räumung.

Da staunten einige jun­ge­Tou­ris­tInnen aus Spa- nien, als sie am Don­ners­tag­abend am Gen­dar­men­markt eine Gruppe von Men­schen mit Schildern sahen, auf denen „Stop des­a­hucios“ stand. Das spa­nische Wort für „Zwangs­räumung“. Es wurde nach der Krise in Spanien zum Schrecken für Zig­tau­sende Men­schen, die aus ihren Woh­nungen geworfen werden sollen. as droht jetzt auch…

.…zehn Familien im Stadtteil Raval in Bar­celona, dar­unter Rent­ne­rInnen, die seit vielen Jahren in den Häusern wohnen. Ver­ant­wortlich für die Zwangs­räumung ist Black­stone, einer der weltweit größten Immo­bi­li­en­fonds. In Berlin gehören Black­stone min destens 2.500 Woh­nungen, außerdem hält der Fonds einen Anteil von 40 Prozent an der Hotel­kette Hilton. Daher meldete das Ber­liner Bündnis gegen Zwangs­räumung die Pro­test­kund­gebung vor dem Hilton- Hotel am Gen­dar­men­markt an.Auch Mit­glieder der Grupo de Acción Sin­dical (GAS) betei­ligten sich an dem Protest. Es handelt sich dabei um Spa­nie­rInnen, die vor mehr als zehn Jahren während der Krise nach Deutschland kamen und sich hier poli­ti­sierten. „In der ersten Zeit kon­zen­trierten wir uns vor allem auf die Rechts­be­ratung für die Men­schen, die aus Spanien nach Deutschland kamen. Doch das machen mitt­ler­weile auch die DGB-Gewerk­schaften. Jetzt liegt der Fokus unserer Arbeit auf dem Kampf gegen prekäre Arbeits­be­din­gungen in der Gas­tro­nomie, weil dort viele Men­schen aus Spanien arbeiten“, erklärte ein GAS-Aktivist der taz. Fotos von der Ber­liner Pro­test­aktion wird die Gruppe auch Las Kellys zukommen lassen. In dieser spa­ni­schen Orga­ni­sation mit etwa 3.000 Mit­gliedern, über­wiegend Frauen, kämpft Hotel­per­sonal für bessere Arbeits­be­din­gungen. „Wir wollen deutlich machen, dass der Kampf um bessere Arbeits­be­din­gungen und Mie­te­rIn­nen­rechte zusam­men­ge­hören“, rief Tim Riedel vom Bündnis gegen Zwangs­räumung.

Hinweis auf Labournet:

http://www.labournet.de/internationales/spanien/soziale_konflikte-spanien/barcelonavsblackstone-zwangsraeumung-barcelona-solidaritaet-berlin-11–7‑19/

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