Die Antisemitismusdebatte in der linken Bewegung

aus­fuehr­licher Anku­en­di­gungstext: bit​.ly/​1​R​PObnz

Der Jour­nalist Peter Nowak wird zum Thema DIE ANTI­SE­MI­TIS­MUS­DE­BATTE IN DER LINKEN BEWEGUNG« sprechen und zur Dis­kussion bereit stehen. Über den Anti­se­mi­tismus in der linken Bewegung ist in den letzten 20 Jahren viel geschrieben worden. Doch warum hat gerade dieses Thema eine solche Spreng­kraft ent­wi­ckelt, dass lang­jährige poli­tische Zusam­men­hänge, alte poli­tische Freund­schaften und viele Wohn­ge­mein­schaften daran in die Brüche gegangen sind? Oft sind die poli­ti­schen Zusam­men­hänge nicht mehr bekannt, die dafür sorgten, dass diese Debatte in Deutschland einen solchen Stel­lenwert bekommen hat. Der Jour­nalist Peter Nowak hat in der edition assem­blage die »Kurze Geschichte der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte« her­aus­ge­geben, in der an einige bereits in den 80er Jahren des letzten Jahr­hun­derts unter Anderem von Wolfgang Pohrt und Moishe Postone ver­fasste Grund­la­gen­texte zur Anti­se­mi­tis­mus­de­batte erinnert wird, die erst nach 1989 in den Teilen einer Linken rezi­piert wurde, die sich kri­tisch mit Staat und Nation aus­ein­an­der­zu­setzen begannen. Auf der Ver­an­staltung soll auch an kon­kreten Bei­spielen auf­ge­zeigt werden, wie sich der Fokus der Anti­se­mi­tis­mus­de­batte von der Politik in Deutschland auf den Nahen Osten ver­la­gerte und welche poli­ti­schen Impli­ka­tionen damit ver­bunden waren. Besonders die Aus­wir­kungen, die die isla­mis­ti­schen Anschläge vom 11.09.2001 auf die Anti­se­mi­tis­mus­de­batte hatten, soll genauer dar­ge­stellt werden. Schließlich soll auch aktuelle Debatten in der anti­ras­sis­ti­schen und femi­nis­ti­schen Bewegung ein­ge­gangen werden, wo es um die Frage von Bünd­nissen mit Initia­tiven geht, die die Israel­boykott-Kam­pagnen unter­stützten. Handelt es sich dabei um Anti­se­mi­tismus, mit dem

es keine Koope­ration geben kann oder ist es viel­leicht kri­tik­würdige Israel­kritik? Und wie kann ver­hindert werden, dass die Dis­kus­sionen von post- und anti­zio­nis­tische Jüdinnen und Juden mit dem Anti­se­mi­tis­mus­verdikt belegt werden? Das sind einige der Fragen, die auf der Ver­an­staltung dis­ku­tiert werden sollen.