Jobverlust wegen versuchter Betriebsratsgründung

Kün­digung bekräftigt

Berlin. Im Zuge einer ver­suchten Betriebs­rats­gründung wird der Pfle­ge­dienst­mit­ar­beiter Harald Stubbe am 31. März seine Tätigkeit für einen mobilen Pfle­ge­dienst in Frankfurt am Main beenden müssen. Dies teilte die Basis­ge­werk­schaft IWW Bremen auf ihrer Web­seite mit. Als Ergebnis eines nach der Kün­digung Stubbes im Januar 2017 anbe­raumten Güte­termins vor dem Arbeits­ge­richt Frankfurt wird Stubbe eine Abfindung erhalten.

Der Gewerk­schafter hatte sich in dem acht­köp­figen Unter­nehmen für die Wahl eines Betriebsrats und bessere Arbeits­be­din­gungen ein­ge­setzt. Nach Stubbes Kün­digung soli­da­ri­sierten sich Gewerk­schafter und Betriebsräte aus ganz Deutschland. Gegenüber dem Arbeits­ge­richt hatte der Pfle­ge­dienst erklärt, dass durch den Kon­flikt Pati­enten massive finan­zielle Ver­luste erlitten hätten. Auch seien Pati­enten abge­sprungen. Die IWW, in der Stubbe orga­ni­siert ist, sieht bestätigt, dass Beschäf­tigte auch gegenüber kleinen Firmen Druck machen können. Die Rück­nahme der Kün­digung konnte aller­dings nicht erreicht werden.

https://​www​.neues​-deutschland​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​1​0​4​5​8​9​2​.​k​u​e​n​d​i​g​u​n​g​-​b​e​k​r​a​e​f​t​i​g​t​.html
Peter Nowak


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