Antworten auf AfD-Parolen gesucht

»Die einzige Partei, die gegen die Isla­mi­sierung Deutsch­lands auf­be­gehrt, ist die AfD.« In einer Art Rol­len­spiel liest eine Frau diesen Satz vor. Eine andere muss schnell eine Antwort darauf finden. »Was heißt eigentlich Isla­mi­sierung?«, stellt sie die Gegen­frage. In dem Rol­len­spiel ging es darum, rechts­po­pu­lis­ti­schen State­ments schnell und über­zeugend ent­ge­gen­zu­treten. Es war Teil der Ber­liner Regio­nal­kon­ferenz der Initiative »Auf­stehen gegen Ras­sismus – Keine AfD im Bun­destag« am Sams­tag­nach­mittag in der ver.di-Bundesverwaltung.

Ziel der rund 80 Teil­nehmer war es, Ideen zu sammeln, um im Wahljahr den Einzug der Rechts­au­ßen­partei in den Bun­destag zu ver­hindern. Dazu zählt neben der aktiven Dis­kussion mit poten­zi­ellen AfD-Wählern auch die kri­tische Begleitung von Ver­an­stal­tungen der Partei bei­spiels­weise mit Kul­tur­bei­trägen und Kon­zerten. Die Teil­nehmer beschlossen zudem, sich am Protest gegen den AfD-Bun­des­par­teitag in Köln zu betei­ligen.

Eine wichtige Rolle wurde auf der Akti­ons­kon­ferenz auch den Gewerk­schaften zuge­sprochen. Anwe­sende Gewerk­schafts­ak­ti­visten stellten selbst­kri­tisch Schwächen ihrer Arbeit fest. So falle es den Gewerk­schaften schwer, mit prekär Beschäf­tigten in Kontakt zu kommen. Schließlich gelte, »das Bündnis lebt von der Mit­arbeit aller«, erklärte ver.di-Sekretärin Jana Seppelt.

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Peter Nowak


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