Die AfD sorgt mit ihrem Programm zur Landtagswahl bei vielen für Entsetzen. Angegriffen wird darin auch explizit ein missliebiges Radio.

Radio Corax im Visier der AfD

Tatsächlich zeigt ein Blick auf das aktuelle Programm von Radio Corax, dass es für Inhalte steht, die nicht nur der AfD, sondern auch Konservativen aus dem Umfeld der Union gegen den Strich gehen dürften. So veranstaltet Radio Corax gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Freitag, dem 13. Februar 2026, von 19 bis 21 Uhr ein Gespräch unter dem Titel »Klimakollaps und soziale Kämpfe«. Eingeladen ist die linke Klimaaktivistin Lisa Pöttinger, die bekannt wurde, weil sie in Bayern wegen ihrer politischen Aktivitäten nicht Lehrerin werden kann. Dies wird als Beispiel für eine Renaissance von Berufsverboten gewertet. Dafür bekommt Pöttinger große Solidarität aus der gesellschaftlichen Linken. Das Gespräch mit ihr wird von Radio Corax live gesendet.

Die AfD sorgt mit ihrem Programm zur Landtagswahl bei vielen für Entsetzen. Angegriffen wird darin auch explizit ein missliebiges Radio. Kürzlich veröffentliche die AfD in Sachsen-Anhalt den Entwurf ihres Programms für die Landtagswahl in dem Bundesland. Die Aufmerksamkeit dafür ist auch deshalb so groß, weil die Rechtspartei …

… bei Umfragen in Sachsen-Anhalt seit Monaten bei 40 Prozent steht und daher die Gefahr gegeben ist, dass sie im September womöglich die Landesregierung übernehmen könnte.

Bisher standen vor allem die Punkte des Entwurfs stark in der Diskussion, bei denen es um die Forderungen nach massiven Abschiebungen, die Verpflichtung zum Patriotismus und die Ablehnung von Regenbogenfahnen vor Rathäusern geht. Doch in dem Entwurf sind auch Angriffe auf unabhängige Medien enthalten. Darauf macht das Freie Radio Corax aus Halle in einer Pressemitteilung aufmerksam. Im Programm der AfD werde demnach explizit die Einstellung der finanziellen Förderung für das Freie Radio Corax gefordert. Damit ist der Sender allerdings in guter Gesellschaft. Schließlich wird im Programmentwurf der Rechtspartei auch die Kappung der Förderung für partei- und gewerkschaftsnahe Stiftungen sowie die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt gefordert.

Für die Mitarbeiter*innen des Freien Radios sind diese Forderungen nicht überraschend, wie es in der Pressemitteilung auch klar formuliert wird. »Radio Corax steht für alles, was die AfD Sachsen-Anhalt abschaffen will«, heißt es da. »Als lokale Plattform für über 400 ehrenamtliche Vereinsmitglieder fördern wir den offenen Austausch, machen die Vielfalt an Perspektiven in Halle und in Sachsen-Anhalt sichtbar und positionieren uns gegen Menschenfeindlichkeit und völkische Propaganda«, wird als Beispiel genannt.

Tatsächlich zeigt ein Blick auf das aktuelle Programm von Radio Corax, dass es für Inhalte steht, die nicht nur der AfD, sondern auch Konservativen aus dem Umfeld der Union gegen den Strich gehen dürften. So veranstaltet Radio Corax gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Freitag, dem 13. Februar 2026, von 19 bis 21 Uhr ein Gespräch unter dem Titel »Klimakollaps und soziale Kämpfe«. Eingeladen ist die linke Klimaaktivistin Lisa Pöttinger, die bekannt wurde, weil sie in Bayern wegen ihrer politischen Aktivitäten nicht Lehrerin werden kann. Dies wird als Beispiel für eine Renaissance von Berufsverboten gewertet. Dafür bekommt Pöttinger große Solidarität aus der gesellschaftlichen Linken. Das Gespräch mit ihr wird von Radio Corax live gesendet.

In dem Sender kamen auch immer wieder Initiativen und Einzelpersonen zu Wort, die sich gegen jede Form von rechter Politik engagierten. Damit hat Radio Corax sicher auch einen Beitrag dazu geleistet, dass ein Zentrum der Identitären Bewegung (ID) in der Innenstadt von Halle wegen vieler Proteste nach kurzer Zeit wieder schließen musste. Peter Nowak

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