AK Militarismus (Hg.): Die große Militarisierung. Die Bundeswehr von der Wiederbewaffnung bis zur Kriegstüchtigkeit. PapyRossa, Köln 2025. 207 Seiten, 16,90 EUR.

Gegen Kriegsfähigkeit

Aufgeblättert: »Die große Militarisierung« herausgegeben von AK Militarismus. Im letzten Kapitel liefert der AK Antimilitarismus einen kurzen Überblick über die antimilitaristische Bewegung in den letzten 70 Jahren. Sie enden bei aktuellen Initiativen wie Rheinmetall Entwaffnen, die mit ihrer Parole »Krieg beginnt hier« zu den wachsenden Orten der Aufrüstung gehen. Das Buch bietet einen guten Einstieg in die Thematik.

Nicht jeder Geburtstag ist ein Grund zum Feiern. Das gilt nicht für den Jahrestag im November 2025, der das 70jährige Bestehen der Bundeswehr markiert.« So fasste der AK Militarismus die Motivation zusammen, zum Bundeswehr-Jubiläum ein Buch herauszubringen. Viele der 18 Autor*innen sind in der …

… Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) aktiv. Sie setzen sich mit der Rolle auseinander, die die Künstliche Intelligenz und die Startup-Szene bei der Aufrüstung spielen. Gut sind die Beiträge, die darauf hinweisen, wie die Bundeswehr langsam in die Kriegsfähigkeit geführt wurde. Kurze Kapitel beschreiben die verschiedenen Einsatzorte der Bundeswehr seit den frühen 1990er Jahren. Jakob Reimann erinnert an den Einsatz in Somalia, wo am 21. Januar 1991 erstmals ein Mensch von Bundeswehrsoldaten erschossen wurde, ein Somalier, der angeblich in das deutsche Militärlager eindringen wollte. Emran Feroz beschreibt die chirurgischen Schläge der Bundeswehr am Hindukusch, wo der berüchtigte Oberst Klein im Jahr 2009 für den Tod von ca. 150 Menschen verantwortlich war, die aus einem gestrandeten Tanklaster Benzin abzapfen wollten. Im letzten Kapitel liefert der AK Antimilitarismus einen kurzen Überblick über die antimilitaristische Bewegung in den letzten 70 Jahren. Sie enden bei aktuellen Initiativen wie Rheinmetall Entwaffnen, die mit ihrer Parole »Krieg beginnt hier« zu den wachsenden Orten der Aufrüstung gehen. Das Buch bietet einen guten Einstieg in die Thematik. Peter Nowak