WIRD DIE RECHTE STARK, WEIL DIE LINKE DIE ARBEITER VERACHTET?

Eine Kritik am libe­ralen Anti­ras­sismus ist ebenso not­wendig, wie die Zurück­weisung der Schimäre von der Ver­tei­digung eines national begrenzten Sozi­al­staats.

Von Peter Nowak

Nun hat mit der AfD auch in Deutschland eine rechts­po­pu­lis­tische, in Teilen auch faschis­tische Partei im Par­lament Einzug gehalten. Und nun wird auch hier ver­stärkt eine Dis­kussion geführt, die in vielen anderen euro­päi­schen Ländern schon länger dis­ku­tiert wird: Warum gelingt es den Rechten, in Teilen der Arbeiter_​innenklasse Wähler_​innen zu gewinnen? Dabei handelt es sich meistens um Regionen, in denen for­dis­tische Indus­trie­zweige und damit auch eine ganze Arbei­ter­kultur ver­schwunden sind. So hat der Front National in Frank­reich…

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„Beerensträucher statt Giftpflanzen!“

Eva Willig macht Kräu­ter­füh­rungen durch Neu­kölln. Nun hat sie ein Buch ver­öf­fent­licht, das essbare und giftige Wild­ge­wächse des Bezirks beschreibt

Über Groß­stadt­ge­wächse

Das Buch Eva Willig, 70, hat kürzlich im Eigen­verlag das Buch „Heil­sames Neu­kölln“ her­aus­ge­geben. Auf 175 Seiten werden Heil‑, Gewürz‑, Salat­pflanzen, Getreide, Bäume und Sträucher vor­ge­stellt, die in Neu­kölln wild wachsen, essbar sind und eine heilsame Wirkung haben sollen. Ein Kapitel behandelt Gift­pflanzen. Das Buch kann über ewil@​gmx.​de für18 Euro bestellt werden.
Der Spa­ziergang Von März bis Oktober lädt Eva Willig zu kosten- losen Kräu­ter­spa­zier­gängen in Neu­kölln und den angren­zenden Stadt­teilen ein. Der nächste Spa­ziergang beginnt am Samstag, dem 28. Juli 2018, 16 Uhr in Rudow an der Hal­te­stelle des Busses 271 „Am Großen Rohr­pfuhl“

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Der Zusammenhang von Alltag und Protest

Wenn von armen Leuten die Rede ist, schwingt schnell ein Klang von Bedauern und Mitleid mit. Doch, wenn der Sozi­al­wis­sen­schaftler und Erwerbs­lo­sen­ak­tivist Harald Rein seinem neu­esten Buch den Titel gibt „Wenn arme Leute sich nicht mehr fügen“ knüpft er an eine Debatte über die Poor Peoples Move­ments an. Es sind soziale Bewegung von Men­schen, die weit­gehend außerhalb der Lohn­ar­beits­pro­zesse stehen.

In einem eigenen Kapitel setzt sich Rein kri­tisch mit der auch von linken Wissenschaftler_​innen ver­tre­tenen Meinung aus­ein­ander, dass arme Leute nicht in der Lage sind, sich poli­tisch zu arti­ku­lieren.

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„Die Anonymität brechen“

Ver­storbene ohne Ange­hörige werden häufig anonym bestattet. Kulturanthropolog*in Francis Seeck fordert in einem Buch auch für diese Men­schen ein „Recht auf Trauer“

Francis Seeck ist Kulturanthropolog*in und Antidiskriminierungstrainer*in in Berlin. Das Buch: „Recht auf Trauer – Bestat­tungen aus macht­kri­ti­scher Per­spektive“, Edition Assem­blage, 9,80 Euro.

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Kontrolle und BEFREIuNG

Was lesen die freien Mitarbeiter_​innen des Augustin?

•Nein, es ist nicht das nächste Buch über die böse Über­wa­chung, der wir doch alle hilflos aus­ge­liefert sind. Markus Metz und Georg Seeßlen nutzen ihr pro­fundes Wissen in His­torie, Kunst und Phi­lo­sophie für ihre Geschichte von Freiheit und Kon­trolle. Sie zeigen auf, wie wir alle in unter­schied­lichem Maße Anteil an den Kon­troll­re­gimen haben. «Die Geschichte des nicht zu Ende befreiten Sklaven ist ja in Wirk­lichkeit noch nicht zu ENDE», lautet der gar nicht so pes­si­mis­tische Schlusssatz.

Markus Metz, Georg Seeßlen, Freiheit und Kon­trolle – Die Geschichte des nicht zu Ende befreiten Sklaven, Suhrkamp 2017, 461 S., 20,60 Euro,

Peter Nowak, Autor Tun & Lassen

aus: lite­ra­tur­herbst der öster­rei­chi­schen Zeitung Augustin

Katalonien: »Emphatische Demokratie« und das Gewicht von Verfassungen

Gespräch mit der Poli­tik­wis­sen­schaft­lerin Detlef Georgia Schulze über Rea­lismus im Streit zwi­schen der Zen­tral­re­gierung in Madrid und dem kata­la­ni­schen »Volk«

Die Poli­to­logIn Detlef Georgia Schulze[1] hat zusammen mit Sabine Berghahn und Frieder Otto Wolf zwei Bände mit dem Titel Rechts­staat statt Revo­lution, Ver­recht­li­chung statt Demo­kratie? Trans­dis­zi­plinäre Ana­lysen zum deut­schen und spa­ni­schen Weg in die Moderne[2] her­aus­geben. Tele­polis sprach mit der Poli­tik­wis­sen­schaft­lerIn über die Situation in Kata­lonien.

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Maß und Mitte

Die Debatte über die »Ehe für Alle« zeigt wieder einmal wie Mit­tel­stands­themen in den Mit­tel­punkt geschoben werden, um soziale Pro­bleme zu igno­rieren

Wahl­kampf ist eben viel Show und ganz wenig Politik. Wenn der Show­master dabei eine gute Per­for­mance abgibt, hat er die Lacher und Unter­stützer auf seiner Seite. Doch Auf­merk­samkeit und Ruhm sind extrem flüchtig. Der SPD-Kanz­ler­kan­didat Martin Schulz hat das in den letzten Monaten zur Genüge erfahren.

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