Stuttgart: S21-Gegner schenken der Stadt eine Skulptur

Ein Denkmal für das Ungeheuer

Doch die Politiker*innen dürften darüber nicht sehr erfreut sein. Ist doch Peter Lenk vor allem im Boden­seeraum für seine poli­tisch enga­gierte Kunst bekannt.

Die Stadt Stuttgart bekommt von dem Bild­hauer Peter Lenk eine Skulptur geschenkt. Doch die Politiker*innen dürften darüber nicht sehr erfreut sein. Ist doch Peter Lenk vor allem im Boden­seeraum für seine poli­tisch enga­gierte Kunst bekannt. Auch in Berlin, Bonn und anderen Städten hat er mit seinen Skulp­turen und Reliefs bereits .…

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Die neue Bundesverteidigungsministerin setzt politische Akzente wie bei den "öffentlichen Gelöbnissen", die bei einem Mann in dieser Position auf mehr Kritik stoßen würden

Chauvinismus ohne schnarrendes »rr«

Nun zeigt sich auch, warum jetzt alle staat­lichen Instanzen so begierig darauf sind, Frauen zu fördern und die CDU [4], aber auch die lange Zeit quo­ten­ab­leh­nende FDP, plötzlich eine Frau­en­quote fordern, bzw. erwägen

»Aber auch für mich selbst war das ein besonders emo­tio­naler Moment. Die Fahne, die Natio­nal­hymne, die auf­mar­schierten Sol­daten, da bekomme ich eine Gän­sehaut.« Mit diesen Satz führte sich die neue Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­terium in einem FAZ-Interview [1] selber in ihr Amt ein. Bei Poli­tikern der Links­partei hat sie schon den Spitz­namen Knar­ren­bauer [2] (Achtung Namenswitz!) ver­passt bekommen. Doch ansonsten hält sich die Kritik an ihren emo­tio­nalen Bekennt­nissen in Grenzen und das liegt sicher nicht nur an der Feri­enzeit. Lediglich die für ihre scharf­züngige Kom­mentare bekannte Publi­zistin.…

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Wolfgang Hien über Erfolge und Hindernisse eines modernen Gesundheitsschutzes in der Arbeitswelt

Vereinzelung fördert Arbeitsbelastung

Wolfgang Hien war Che­mie­la­borant und später Arbeits­wis­sen­schaftler und Medi­zin­so­ziologe. Er leitet das For­schungsbüro für Arbeit, Gesundheit und Bio­graphie in Bremen und beschäftigt sich mit Gesund­heits­be­las­tungen in der Wohn- und Arbeitswelt. Im VSA-Verlag ist kürzlich sein Buch »Gegen die Zer­störung von Herz und Hirn« erschienen.

Wie kamen Sie zu Ihrem Lebens­thema, dem Kampf um men­schen­würdige Arbeit?

Zentral waren meine eigenen Erfah­rungen als Aus­zu­bil­dender bei BASF in den 1960er Jahren. Meine Vor­stel­lungen von Men­schen­würde fand ich dort nicht wieder. Man wurde auf die Fabrik kon­di­tio­niert. Dagegen kämpfte ich an. Ich habe dann auch in anderen Indus­trie­be­trieben erlebt, dass Arbeiter unter Bedin­gungen schuften mussten, die.…

„Ver­ein­zelung fördert Arbeits­be­lastung“ wei­ter­lesen
Würden nun Tausende Menschen aus dem globalen Süden klagen, wäre die Leipziger Entscheidung ein Meilenstein für die Durchsetzung von globalen Menschenrechten. Wenn aber die Entscheidung nur für DDR-Bürger gilt, wäre sie im Gegenteil nationalborniert und ausgrenzend. Dann würde richterlich einmal mehr festgeschrieben, dass die Frage nach Rechten vom Pass und der Staatsangehörigkeit abhängt.

Entschädigung für traumatisierende Grenzanlagen?

Ein DDR-Bürger, der nach der bun­des­deut­schen Lesart immer Deut­scher war, kann auf Ent­schä­digung klagen, weil ihn allein die Existenz der Grenz­an­lagen und ihr Droh­po­tential angeblich trau­ma­ti­sieren. Ein Mensch aus dem Senegal hin­gegen hat das nicht das Recht, gegen die EU-Grenz­si­cherung zu klagen. Dabei haben beide Gruppen nur ihr Recht auf Mobi­lität wahr­ge­nommen, als sie Grenzen über­schreiten wollten.

DDR-Flücht­linge können Anspruch auf besondere Hilfen und Ent­schä­digung haben, wenn ihre Flucht zu gesund­heit­lichen Beein­träch­ti­gungen führte. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leipzig sprach am Mittwoch…

„Ent­schä­digung für trau­ma­ti­sie­rende Grenz­an­lagen?“ wei­ter­lesen
Der 55-jährige Roland K. hat am 22. Juli auf einen Mann aus Eritrea geschossen und ihn schwer verletzt. In seiner Nachbarschaft soll er als „Asylantenhasser“ bekannt gewesen sein.

Rassistischer Mordversuch mit Ansage

Der Mord­versuch hat den Fokus auf die auch bun­desweit rele­vante rechte Szene in Wäch­tersbach und Umgebung gerichtet

Noch ist unklar, ob Roland K., der am 22. Juli 2019 in Wäch­tersbach einen Mann aus Eritrea durch Schüsse schwer ver­letzte, in rechten Zusam­menhang aktiv war. Klar ist aber mitt­ler­weile, dass es sich um einen …

„Ras­sis­ti­scher Mord­versuch mit Ansage“ wei­ter­lesen
Der rassistische Mordversuch in Wächtersbach wirft Fragen auf

War der Rechtsterrorist Brevik das Vorbild?

Wollte auch der Täter von Wäch­tersbach am 22. Juli ein faschis­ti­sches Fanal setzen? Und wird dieser Tag zu einer beson­deren Mar­kierung für soge­nannte einsame Wölfe unter der inter­na­tio­nalen Rechten, an dem sie ein mör­de­ri­sches Zeichen setzen? Müssen wir uns also jetzt womöglich vor jeden 22. Juli fürchten, dass die Rechten irgendwo auf der Welt in Gedenken an Brevik wieder zuschlagen?

Nun hat auch ein Sprecher der Bun­des­re­gierung den Mord­versuch am Montag in der hes­si­schen Stadt Wäch­tersbach als »abscheu­liche Tat« ver­ur­teilt. Am 22. Juli hatte der 55jährige Roland K. in der Indus­trie­straße am Rande von Wäch­tersbach auf einen Mann aus Eritrea geschossen​.Er über­lebte nach einer Not­ope­ration schwer ver­letzt und ist mitt­ler­weile außer Lebens­gefahr. Wenige Stunden später fand die Polizei den Täter tot in seinem Auto. Dort fanden sich auch weitere Waffen und ein Abschieds­schreiben. Bisher gibt die Polizei den Brief nicht frei und so wachsen die Spe­ku­la­tionen. Mitt­ler­weile ver­melden Medien, dass darin ras­sis­tische Motive zu finden seien. Zudem habe der Täter darin erklärt, dass er.…

„War der Rechts­ter­rorist Brevik das Vorbild?“ wei­ter­lesen
Der 26-jährige Eritreer war offenbar ein Zufallsopfer / Mahnwache in Wächtersbach

Der Täter prahlte in der Dorfkneipe

Die Tat soll Roland K. in der Kneipe sogar mit den Worten ange­kündigt haben, dass er jetzt einen »Halb­schwarzen« abknallen werde, berichtet der »Stern«. Nach der Tat sei er noch mal ins »Mart­inseck« zurück­ge­kehrt und habe bei zwei Bier mit den Schüssen geprahlt. Offenbar nahm niemand Anstoß daran.

Es war eine in Deutschland bislang ein­zig­artige Tat: Ein Mann fährt mit dem Auto durch die Gegend, um gezielt auf einen Geflüch­teten zu schießen. Nur durch Glück über­lebte ein 26-jäh­riger Fami­li­en­vater aus Eritrea die Tat. Dreimal schoss der 55-jährige Roland K. auf sein Opfer in der Indus­trie­straße im hes­si­schen Wäch­tersbach (Main-Kinzig-Kreis), traf jedoch nur einmal. Mit einem Bausch­schuss wurde der Eri­treer not­ope­riert; er befindet sich außer Lebens­gefahr. Mitt­ler­weile spricht auch die Bun­des­re­gierung von einer ras­sis­ti­schen Tat und folgt in ihrer Ein­schätzung den Ermitt­lungs­be­hörden, die bereits am Dienstag die Tat als ras­sis­ti­schen Mord­versuch ein­stuften. Hin­weise für eine rechte Gesinnung des Täters will sie aber bislang nicht haben. Der zuständige Ober­staats­anwalt in Frankfurt am Main sagte, dass es bislang keine belast­baren Erkennt­nisse darüber gebe, »dass Kon­takte in die rechts­na­tionale oder rechts­ex­treme Szene bestanden«. Der Ver­dacht aber besteht wei­terhin. Es gibt nämlich durchaus Hin­weise darauf, dass …

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Der Migrationsforscher Bernd Kasparek analysiert die europäische Diskussion um eine Verteilung der Geflüchteten

»Die EU strebt eine Verschärfung des Asylrechts an«

Lesetipp: Bernd Kas­parek Europas Grenzen: Flucht, Asyl und Migration, Kri­tische Ein­füh­rungen 12., aktua­li­sierte Auflage, 164 Seiten, 9 Karten, Verlag: Bertz + Fischer Arti­kel­nummer 978–3‑86505–757‑0, 8 Euro;

Sie haben in Ihrem Buch »Europas Grenzen« auf­ge­zeigt, dass es beim Grenz­ma­nagement der Euro­päi­schen Union in erster Linie um Flücht­lings­abwehr geht. Setzt sich diese Linie in der aktu­ellen Dis­kussion um die Auf­nahme der Geflüch­teten fort?

Das bestehende System hat innerhalb der EU eine massive Dis­sonanz aus­gelöst, der jetzt dis­ku­tierte Mecha­nismus einer »Koalition der Wil­ligen« ist lediglich der Versuch, dem bestehenden System etwas Fle­xi­bi­lität bei­zu­bringen und es damit zu sta­bi­li­sieren. Was bei der aktu­ellen Debatte um die Auf­nahme von Geret­teten aber aus dem Blick gerät, ist, dass die EU eigentlich eine tief­grei­fende Ver­schärfung des euro­päi­schen Asyl­systems anstrebt.

In den letzten Monaten hat die See­brücken-Bewegung in vielen Ländern Aufwind bekommen. Welchen Ein­fluss haben diese zivil­ge­sell­schaft­lichen Initia­tiven auf die Migra­ti­ons­po­litik?.…

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