Todesfälle nach polizeilichen Taser-Einsätzen - Warum wurde der Todesfall nicht gemeldet? Die hessischen Behörden schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu.

Polizei unter Strom

Poli­zisten strecken in Fulda einen Mann mit einem Taser nieder. Zwei Wochen später stirbt er im Kran­kenhaus. Ver­suchten die hes­si­schen Behörden den Vorfall zu ver­tu­schen?

Ein 63jähriger schoss in seiner Wohnung im Fuldaer Stadtteil Edel­zeller Siedlung mit einer Klein­ka­li­ber­waffe um sich und löste einen poli­zei­lichen Groß­einsatz aus. Als Spe­zi­al­kräfte mit Hunden das Haus betraten, erschoss der Mann ein Tier. Die Poli­zisten streckten den Schützen mit einem Taser nieder. Während der Fest­nahme kol­la­bierte der 63jährige. Zwei Wochen später starb er im Kran­kenhaus. Der Vorfall ereignete sich im …

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Zweite Tote nach Tasereinsatz der Polizei im letzten Jahr in Hessen

Das Schweigen der Polizei

Der Pres­se­sprecher der Links­fraktion im hes­si­schen Landtag sieht ein zen­trales Problem darin, dass die Polizei bisher gesetzlich nur zur Meldung ver­pflichtet ist, wenn durch Schuss­waf­fen­ge­brauch Men­schen sterben, ver­letzt werden oder Sach­schaden ent­steht. Da Taser aus Sicht der Polizei nicht als Schluss­waffen gelten, besteht hier eine gesetz­liche Grauzone.

Wegen eines Todes­falls vor 18 Monaten muss sich der hes­sische Innen­mi­nister Peter Beuth (CDU) kri­ti­schen Fragen von Medien und Links­fraktion stellen. Ein 63-jäh­riger Mann war im Januar 2018 nach einem Taser­einsatz der Polizei im Kran­kenhaus gestorben. Zuvor soll er in seiner Wohnung in der Edel­zeller Siedlung in Fulda um sich geschossen und dabei auch einen Poli­zeihund getroffen haben. In der Kritik steht vor allem die …

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