Kommentar zur Auseinandersetzung mit dem rassistischen Amokläufer und die Morde in Hanau: Nicht in die Falle einer umgekehrten Sympathisantenjagd gehen

Wenn Amok und Faschismus zusammenfallen

Wahnsinn und Faschismus sind eben keine Gegen­sätze, sondern können sich gegen­seitig bestärken. Ich würde auch diverse isla­mis­tische Blut­taten der letzten Jahre als »faschis­tische Morde« klas­si­fi­zieren. Sie haben sich gegen die gleichen Gruppen gerichtet, die auch andere Rechte zum Feindbild erkoren haben, Juden, Liberale, Femi­nis­tinnen, Ver­treter moderner Kultur und eine Presse, die keinen beson­deren Respekt vor irgend­welchen reli­giösen Prak­tiken hegte.

Knapp 7 Monate ist es her, da sorgte ein ras­sis­ti­scher Mord in Wäch­tersbach eine kurze Zeit lang für mediales Interesse. Am 20. Juli 2019 hatte Roland K. auf einen Mann aus Eritrea geschossen. Das Opfer konnte nur durch eine Not­ope­ration gerettet werden. Wenige Stunden später wurde Roland K. tot in seinem Auto gefunden. Er hatte Selbstmord verübt. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um einen ras­sis­ti­schen Mord­versuch handelt. Das Opfer wurde nur wegen seiner Haut­farbe aus­ge­sucht. Hin­weise für eine rechte Gesinnung des Täters wollen die Ermitt­lungs­be­hörden aber zunächst nicht erkennen. Die Frank­furter All­ge­meine Sonn­tags­zeitung kor­ri­gierte sogar einen Artikel und ent­schul­digte sich, dass sie Roland K. in der rechten Szene ver­ortete. Dabei war zu diesem Zeit­punkt schon längst bekannt, dass es .….

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Der rassistische Mordversuch in Wächtersbach wirft Fragen auf

War der Rechtsterrorist Brevik das Vorbild?

Wollte auch der Täter von Wäch­tersbach am 22. Juli ein faschis­ti­sches Fanal setzen? Und wird dieser Tag zu einer beson­deren Mar­kierung für soge­nannte einsame Wölfe unter der inter­na­tio­nalen Rechten, an dem sie ein mör­de­ri­sches Zeichen setzen? Müssen wir uns also jetzt womöglich vor jeden 22. Juli fürchten, dass die Rechten irgendwo auf der Welt in Gedenken an Brevik wieder zuschlagen?

Nun hat auch ein Sprecher der Bun­des­re­gierung den Mord­versuch am Montag in der hes­si­schen Stadt Wäch­tersbach als »abscheu­liche Tat« ver­ur­teilt. Am 22. Juli hatte der 55jährige Roland K. in der Indus­trie­straße am Rande von Wäch­tersbach auf einen Mann aus Eritrea geschossen​.Er über­lebte nach einer Not­ope­ration schwer ver­letzt und ist mitt­ler­weile außer Lebens­gefahr. Wenige Stunden später fand die Polizei den Täter tot in seinem Auto. Dort fanden sich auch weitere Waffen und ein Abschieds­schreiben. Bisher gibt die Polizei den Brief nicht frei und so wachsen die Spe­ku­la­tionen. Mitt­ler­weile ver­melden Medien, dass darin ras­sis­tische Motive zu finden seien. Zudem habe der Täter darin erklärt, dass er.…

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