Stuttgart: S21-Gegner schenken der Stadt eine Skulptur

Ein Denkmal für das Ungeheuer

Doch die Politiker*innen dürften darüber nicht sehr erfreut sein. Ist doch Peter Lenk vor allem im Boden­seeraum für seine poli­tisch enga­gierte Kunst bekannt.

Die Stadt Stuttgart bekommt von dem Bild­hauer Peter Lenk eine Skulptur geschenkt. Doch die Politiker*innen dürften darüber nicht sehr erfreut sein. Ist doch Peter Lenk vor allem im Boden­seeraum für seine poli­tisch enga­gierte Kunst bekannt. Auch in Berlin, Bonn und anderen Städten hat er mit seinen Skulp­turen und Reliefs bereits .…

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»Aktiv für den Frieden«

Die Frie­dens­ak­ti­vistin Mary Ann Wright erhielt den Ethecon-Preis 2018.

»Mary Ann Wright handelt mutig, kon­se­quent, unbe­stechlich und integer. Sie zeigt das, was gemeinhin soziale Ver­ant­wortung und Zivil­courage genannt wird.« Mit dieser Begründung zeichnete die linke Stiftung Ethecon bei einer Ver­an­staltung am Samstag im Ber­liner Pfef­ferberg die US-Frie­dens­ak­ti­vistin Mary Ann Wright mit dem »Blue Planet Award« aus. Mit ihr wurde eine Frau geehrt, die darin erinnert, dass eine Oppo­sition zur Regie­rungs­po­litik in den USA nicht erst mit dem Antritt von Donald Trump begann.

Die 1947 geborene Juristin hatte im März 2003, einen Tag vor Beginn des Krieges gegen Irak, in einem Brief an Ver­tei­di­gungs­mi­nister Colin Powell ihre lang­jährige Dienstzeit bei der US-Army mit den Worten beendet: »Ich habe meinem Land fast dreißig Jahre lang in einigen der iso­lier­testen und gefähr­lichsten Gegenden der Welt gedient. Mit schwerem Herzen muss ich meinen Dienst in Amerika beenden und auf­grund der Richt­linien der Ver­waltung zurück­treten.« Die Expertin für Äußere Sicherheit, die ihren Master an der See­aka­demie des US-Militärs gemacht hatte, war im Laufe ihrer Kar­riere an vielen Kon­flikt­schau­plätzen von Somalia bis Grenada an der Erar­beitung von Kriegs- und Wie­der­auf­bau­plänen beteiligt. Letztlich wurde sie zur Kri­ti­kerin an der Außen­po­litik der USA und konnte sich bei zahl­reichen Kon­flikten nicht mehr mit der Position der USA iden­ti­fi­zieren.

Nach ihrem Aus­scheiden beim Militär setzte sich Wright nicht zur Ruhe. Noch immer reist sie um die Welt, nunmehr im Dienst der Frie­dens­be­wegung. Mehrmals demons­trierte sie vor dem US-Gefängnis Guan­tanamo für die Schließung der Ein­richtung. Immer wieder wurde sie bei Pro­testen in den USA ver­haftet. Auch ihre zahl­reichen Aus­lands­ak­ti­vi­täten sorgten für Auf­sehen, etwa als sie als »Bürger-Diplo­matin« in den Iran reiste. Auch in Deutschland ist sie eine gute alte bekannte – so betei­ligte sich Wright an Blo­ckaden der Air Base Ram­stein, die der US-Armee als euro­päische Dreh­scheibe für Trup­pen­trans­porte dient.

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Peter Nowak