Bis alle frei sind: Antifadebatten zu Staat, Patriarchat und drohendem Faschismus; Bis alle frei sind, Antifa-Debatten zu Staat, Patriarchat und drohenden Faschismus. 2 Bände, Immergrün-Verlag, 2025. 362 Seiten. ca. 32.00 SFr.

Beiträge zur antifaschistischen Debatte

Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die AfD bundesweit zur zweitstärksten Partei, in manchen Bundesländern ist sie bereits die stärkste. Gleichzeitig ist die antifaschistische Bewegung in vielen Fragen zerstritten und oft einflusslos.

Das wird in vielen der Texte beklagt, die kürzlich in zwei Bänden vom Immergrün-Verlag dokumentiert wurden. „Antifa-Debatten zu Staat, Patriarchat und drohenden Faschismus“ lautet der Untertitel. Es sind überwiegend Texte aus den Jahren 2015 – 2019, die in der autonomen antifaschistischen Bewegung geführt wurden. Damit sind die Gruppen gemeint, die sich in klarer Distanz …

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Gedenken an die Opfer des rassistischen Brandanschlags vor 33 Jahren

Erinnern in Mölln – jetzt erst recht

Eine Grußadresse kam auch von der Burak-Bektas-Initiative aus Berlin. Sie bemüht sich um Aufklärung des tödlichen Anschlags auf den damals 22-Jährigen. Bektas war am 5. April 2012 mitten in Berlin-Neukölln von einem Unbekannten erschossen worden. Zwei seiner Freunde überlebten den Mordanschlag schwer verletzt. Obwohl viele Spuren ins Neonazimilieu führten, wurde der Täter bisher heute nicht ermittelt. Die zwei Redner*innen der Initiative erhoben schwere Vorwürfe gegen Polizei und Justiz.

Das Haus in der Möllner Mühlenstraße 9 fällt sofort auf: Es ist weiß gestrichen, rechts neben der Eingangstür ist eine Tafel angebracht. Dort ist zu lesen, dass das Gebäude seit 1999 Bahide-Arslan-Haus heißt und dass die Namensgeberin hier am 23. November 1992 …

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Anonym (Hg.): Bis alle frei sind. Antifa-Debatten zu Staat, Patriarchat und drohendem Faschismus. Zwei Bände. Verlag Immergrün, 913 S., br., 28 €.

Zu klein und zerstritten

Ein neuer Doppelband versammelt Debatten der Autonomen Antifa aus den vergangenen zehn Jahren. Was gibt es hierbei zu lernen? Die über 100 dokumentierten Texte von unterschiedlicher Länge sind thematisch gegliedert, der erste Themenkomplex dreht sich um die Faschisierung in Deutschland und der EU. Ein wichtiger Streitpunkt in den Papieren ist die Frage, wie breit die Bündnisse sein sollen, wenn eine Faschisierung der Gesellschaft droht. Doch ist es überhaupt richtig von Faschisierung zu reden, wenn doch bürgerliche Politik immer auch repressiv und ausgrenzend ist? Auch zu dieser Frage gibt es in den Texten unterschiedliche Antworten.

Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die AfD bundesweit zur zweitstärksten Partei, in manchen Bundesländern ist sie nach Umfrageergebnissen sogar auf den ersten Platz gerückt. Gleichzeitig ist die antifaschistische Bewegung in vielen Fragen zerstritten und oft an den Rand gesellschaftlicher Bedeutungslosigkeit gedrängt. Diese Diagnose teilen zahlreiche Beiträge der »Antifa-Debatten« der vergangenen zehn Jahre aus Zeitschriften und Online-Portalen, die nun dokumentiert in zwei Bänden vorliegen. »Die dort geführten Diskussionen und Einschätzungen zum drohenden Faschismus, zu Repression, zum Stand antifaschistischer Bewegung wollen wir …

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Das Landesarbeitsgericht entscheidet, dass der FU-Präsident eine Abmahnung gegen das Vorstandsmitglied der Verdi-Betriebsgruppe zurücknehmen muss.

Ein Erfolg für die Gewerkschaft an der FU Berlin

Der Arbeitsrechtler Benedikt Hopmann sieht in der Entscheidung einen großen Erfolg. „Die Verdi-Betriebsgruppe der FU durfte verbreiten: Wer wie das FU-Präsidium Tarifverträge nicht einhält, bekämpft aktiv Mitbestimmung und demokratische Prozesse und sorgt so für politischen Verdruss“, schreibt er in einen Kommentar auf der Homepage der Verdi-Betriebsgruppe.

Die Betriebsgruppe der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an der Freien Universität Berlin (FU) hat einen Erfolg vor dem Landesarbeitsgericht erzielt. Es entschied, dass der FU-Präsident eine Abmahnung zurücknehmen muss, die er gegen das Vorstandsmitglied der Verdi-Betriebsgruppe, Lukas S., erlassen hatte. Noch im Januar 2025 hatte das Berliner Arbeitsgericht …

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Bernd Drücke (Hg.): Die Kriegslogik durchbrechen! Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg. Mit einem Geleitwort von Moshe Zuckermann. Verlag Graswurzelrevolution, 128 S., br., 14,90 

»Wir müssen keine Feinde sein«

Es ist das große Verdienst der Autorinnen und Autoren des Bandes, Leid und Schmerz auf beiden Seiten des Gaza-Krieges zu sehen, die Opfer nicht gegeneinander aufzuwiegen und das universelle Menschenrecht auf ein Leben in Freiheit und ohne Gewalt Palästinensern wie Israelis zuzugestehen. Die Texte der Graswurzelrevolutionäre, die sich nicht von der scheinbar übermächtigen Kriegslogik verhärten lassen, machen Mut.

Vor zweieinhalb Wochen, am 27. September, fand im Berliner Lustgarten die größte Demonstration für ein Ende des Gaza-Krieges statt. Die Reden, die Transparente und Plakate beinhalteten zwar eine deutliche Distanzierung von der Hamas, einige Teilnehmer allerdings beklagten, dass jüdische Menschen für die Handlungen der israelischen Regierung in Haftung genommen und in mehreren deutschen Städten angegriffen werden. Die Kritiker betonten, dass sie die Politik der ultrarechten israelischen Regierung unter Benjamin Netanjahu verurteilen, wie auch die Verbrechen der Hamas. Solche nachdenklichen Stimmen offeriert auch der just zur Frankfurter Buchmesse erschienene Band mit dem programmatischen Titel …

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Während Politiker*innen den Pathos der Einheit beschworen, erzählte Mirrianne Mahn Geschichten über Alltagsrassismus

Mirrianne Mahn: Die Neue Deutsche Einheit

Die 1989 in Kamerun geborene Mahn engagiert sich seit vielen Jahren als Künstlerin, Autorin und Politikerin für eine antirassistische Gesellschaft. Nach dem rassistischen Anschlag von Hanau 2020 trat sie den Grünen bei und zog für die Partei ins Frankfurter Stadtparlament ein. 2024 verließ Mahn die Grünen mit der Begründung, diese behinderten ihre antirassistische Arbeit. Seitdem gehört sie als Parteilose der Ökolinx-ELF-Fraktion im Frankfurter Römer an.

Es ist Tag der Deutschen Einheit und vor dem Berliner Reichstag stehen ein Lesesessel und eine Stehlampe. Dort las die Aktivistin Mirrianne Mahn 24 Stunden lang Texte, die ein anderes Bild von Deutschland zeichneten als die offiziellen Reden der Politiker*innen. Mahn sprach über …

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Antirassistische Karawane protestiert zehn Jahre nach dem »Sommer der Migration« für mehr Rechte für Geflüchtete

Berlin-Tegel: Bewegungsfreiheit statt Isolation

Auch Wadislaw kann keine positiven Dinge über die Tegeler Unterkunft berichten, in der der queere Geflüchtete aus der Ukraine fünf Monate leben musste. »Die meisten Berliner*innen wissen nicht, was hier im Lager Tegel passiert. Wenn ich ihnen von den Lebensbedingungen hier erzähle, sind sie wirklich überrascht«, sagt Wadislaw. Er konnte die Unterkunft mittlerweile verlassen und versucht nun, Menschen zu sensibilisieren, in dem er über diese Zustände berichtet. Schließlich kennt er Geflüchtete, die zwei Jahre und länger dort zubringen mussten.

»Willkommen« steht auf einem großen Schild am Eingang des ehemaligen Flughafens Tegel. Hinter einer Absperrung sind die Gebäude gut zu sehen. Mit dem Schild wurden die Menschen begrüßt, die täglich dort in den Flieger stiegen oder landeten. Für die etwa 150 Menschen, die sich dort am Freitagnachmittag zu einer Kundgebung versammelt haben, ist der Willkommensgruß auf dem Schild ein Zeichen von Zynismus. Denn für die circa 2000 Menschen, die …

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Bündnis migrantischer Arbeiter*innen solidarisiert sich

Lohn eingeklagt

Ein Bündnis migrantischer Arbeiter*innen in Berlin hat sich mit der Klägerin solidarisiert. Bereits eine Stunde vor Prozessbeginn starte eine kurze Demo in der Umgebung des Arbeitsgerichts in Schöneberg. Die Klägerin zeigte sich über die große Zahl der Unterstützer*innen zufrieden: „Ohne sie hätte ich das alles nicht geschafft".

Der Raum 219 im Berliner Arbeitsgericht war am Mitt- woch bis auf den letzten Platz besetzt. Viele der Besuche r*innen waren migrantische Arbeiter*innen. Sie unterstützen Queen P., die gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber, die …

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»Tag der Erinnerung und Mahnung« kehrt nach Neukölln zurück

NS-Gedenken in Berlin: Zwischen Ausgrenzung und Zusammenhalt

Auf der Bühne stellte Marco von der VVN das Bündnis Widersetzen vor, das bundesweit gegen AfD-Veranstaltungen mobilisiert. Im Oktober will das Bündnis den Parteitag der Berliner AfD blockieren, der wie in den vergangenen Jahren wieder in Jüterbog in Brandenburg stattfinden soll. llerdings werde die Halle danach nicht mehr an die AfD vermietet, so dass es bei dem Protest auch etwas zu feiern gebe, kündigte Marco an.

»Berlin, ehrt alle toten und lebenden Helden – die Kämpfer gegen den Faschismus« lautete das Motto, mit dem am 9. September 1945 zu einer antifaschistischen Massengedächtnisfeier zur Werner-Seelenbinder-Kampfbahn in Neukölln aufgerufen wurde. Vier Monate nach der Zerschlagung des Nationalsozialismus wurde die Gedenkfeier von den neugegründeten Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und den Mitgliedern der überall spontan in der Bevölkerung entstandenen Antifa-Komitees initiiert. Zehntausende Menschen beteiligten sich an der Kundgebung. Es war die Geburtsstunde des »Tags der …

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Der seit 1981 in den USA inhaftierte Journalist Abu Jamal klagt über massiven Sehverlust. Solidaritätsgruppen fordern seine sofortige Freilassung.

Acht Monate Dunkelheit

Seit vielen Jahren kämpfen solidarische Initiativen in aller Welt und auch in den USA für ein Wiederaufnahmeverfahren. Rechts­an­wäl­t*in­nen haben etliche Ungereimtheiten in dem ersten Prozess aufgedeckt. Doch die Chance eines neuen Verfahrens wurde durch Urteile von Gerichtsinstanzen immer wieder vereitelt.

Ist das US-Justizministerium dafür verantwortlich, dass der seit 1981 inhaftierte afroamerikanische Journalist Mumia Abu Jamal zu erblinden droht? Diese Vorwürfe erhob der Gefangene kürzlich in einem Schreiben an seine Un­ter­stüt­ze­r*in­nen in aller Welt. Dort machte er erstmals öffentlich, dass …

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Margot Overath: Verbrannt in der Polizeizelle. Die verhinderte Aufklärung von Oury Jallohs Tod im Dessauer Polizeirevier, Metropol-Verlag, 281 S., 22 €.

Buch zum Fall Oury Jalloh: »Verbrannt in der Polizeizelle«

Die Journalistin Margot Overath rekonstruiert in "Verbrannt in der Polizeizelle" den Fall Oury Jalloh. Ihr Buch ist Anklage, Mahnung und Würdigung. Overath beschreibt, wie staatliche Stellen die Aufklärung zum Tod von Oury Jalloh verhinderten. Die öffentliche Debatte jedoch geht weiter – auch dank engagierter Journalist*innen wie Margot Overath. Für ihre Features bei ARD und ZDF erhielt Overath zahlreiche Preise. 2021 wurde sie für ihre Serie »Oury Jalloh und die Toten des Polizeireviers Dessau« mit dem »Deutschen Podcastpreis« ausgezeichnet.

»Ich habe zu keinem Zeitpunkt seit dem Brandereignis als gesicherte Erkenntnis angesehen und sehe auch heute nicht als gesicherte Erkenntnis an, dass Oury Jalloh selbst das Feuer gelegt hat, wenngleich dies vom Landgericht Magdeburg, vom Bundesgerichtshof auch nicht gerügt, so festgestellt worden ist.« Diesen Satz schrieb der damalige Dessauer Oberstaatsanwalt Christian Preissner am 3. März 2015 in einem Aktenvermerk. Zehn Jahre zuvor – am 7. Januar 2005 – war der aus Sierra Leone stammende Oury Jalloh an Händen und Füßen gefesselt in …

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Das Aktionsorchester Lebenslaute hat die Baustelle des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam besetzt, um gegen den Umgang mit Geflüchteten zu protestieren.

Musizieren gegen Abschiebungen

Die diesjährige Tour steht unter dem Titel „Mit Pauken und Trompeten gegen Grenzzäune und Raketen“. „Wir sind unter anderem zum Neubau des Bundespolizeipräsidiums gegangen, weil von dort auch Abschiebungen von Geflüchteten geplant und koordiniert werden“, erklärte eine Aktivistin von Lebenslaute gegenüber der taz.

Die Überraschung war gelungen. Die Bauarbeiter kamen aus dem Staunen nicht hinaus. Rund 100 Personen knipsten am Freitagvormittag den Zaun auf und besetzten die Baustelle des Bundespolizeipräsidiums am Rande von Potsdam. Sie stellten sich auf der Treppe vor dem Gebäude auf, packten Trompeten, Celli, Flöten und Notenständer aus. Eine Frau schwang den Taktstock. Mehr als eineinhalb Stunden spielte das …

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Ein Polizeieinsatz in Öster­reich sorgt für außen­politische Verwicklungen

Razzia in der Geden­kstätte Peršmanhof

Der österreichische Polizeieinsatz gegen das Antifa-Camp in Südkärnten schlägt hohe Wellen. Der slowenische Botschafter Aleksander Geržina fordert schnelle Aufklärung. »So ein massiver Polizei­einsatz genau 80 Jahre nach dem Massaker reißt bei mir als Nachkomme Wunden auf.« Bernard Sadovnik

Die Verstimmung ist ihm anzumerken: »Das, was passiert ist, hat auf alles einen Schatten geworfen«, sagte Aleksander Geržina am Freitag im »Morgenjournal« des österreichischen Radiosenders Ö1. »Wir warten auf Antworten und Aufklärung«, so der slowenische Botschafter, die Ergebnisse würden »Einfluss auf die Beziehungen« zwischen beiden Ländern haben. Auch rund 400 Demonstranten forderten am Freitag vor der Kärntner Landesregierung Klarheit über den Einsatz am Peršmanhof. Am 27. Juli 2025 rückte die Polizei mit …

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Antimilitarist*innen diskutierten auf einem Kongress über antimilitaristische Praxis

»Krieg dem Krieg« in Köln

Ein wichtiger Diskussionspunkt war auch die Frage, wie die Proteste gegen Sozialabbau und Kürzungen mit dem Kampf gegen Aufrüstung und Militarismus zusammengebracht werden können. »Jeder Cent, der für Waffen und die Bundeswehr ausgegeben wird, fehlt bei Finanzierung von Schulen, Kitas und Krankenhäuser«, stellte ein Sprecher des Offenen Treffen gegen Krieg und Militarismus Stuttgart den Zusammenhang her. Für die Teilnehmer*innen der Kölner Konferenz ist klar, dass der Kampf gegen die Aufrüstung und der Kampf gegen die Sozialkürzungen zusammengehören.

»Kriegsvorbereitungen sabotieren«, »Den deutschen Militarismus bekämpfen« – diese und weitere Parolen auf großen Bannern schmückten am Samstag den großen Versammlungssaal des Bürgerhaus Stollwerck in Köln: In dem sozio-kulturellen Zentrum, das Anfang der 1980er Jahre aus einer Besetzung hervorgegangen war, tagte eine bundesweite Antimilitarismuskonferenz unter dem Motto »Krieg dem Krieg«.Diskutiert wurde dabei, wie man gegen die Aufrüstung in Deutschland und der EU sowie die steigende Kriegsgefahr aktiv werden könne – und es wurde festgestellt, dass es schon sehr viele Menschen an unterschiedlichen Punkten gegen Aufrüstung und Kriegsgefahr aktiv sind. Doch oft sei die Bewegung noch zu zersplittert und werde zu wenig wahrgenommen. Das wollen die Organisator*innen des Kongresses von der bundesweiten …

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Karl-Heinz Schubert: Bündnisse & Wendepunkte. 25 Jahre »Trend« Onlinezeitung, Teil 1. BoD, 140 S., br., 10 €.

»Ein Spiegel linksradikaler Politik«

Karl-Heinz Schubert studierte Politologie und Soziologie. Anschließend arbeitete er mehrere Jahrzehnte lang in verschiedenen Bildungseinrichtungen. Er ist seit 1966 Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), für die er 1985 zusammen mit Kolleg*innen »Trend« als Zeitung gründete. Seit Januar 1996 erschien sie von ihm redigiert und heraus­gegeben als Online-Zeitung. Seit 2021 verwaltet er den Daten­bestand der Zeitung als digitales Archiv.

Als 1996 die Online-Zeitung »Trend« gegründet wurde, waren digitale Medien ja noch kaum verbreitet. Warum entschieden Sie sich damals für die Veröffentlichung im Internet?

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