Kerstin Lenz vom Aktionsbündnis 8. Mai zeigte sich gegenüber »nd« sehr zufrieden mit dem Verlauf der Aktionen. »Als wir mit den Protesten gegen den Aufmarsch der Rechten anfingen, waren wir fünf Menschen und wurden in der Stadt stark angefeindet«, sagt sie.
»Ich sag Maunz, ich mach kratz, Nazis kriegen auf die Tatz« diese Zeilen waren auf einem selbstgemalten Plakat zu sehen, das eine Frau am Freitagnachmittag durch Demmin trug. »Ich bin Katzenliebhaberin« sagt sie. Auf dem Demonstrationszug gegen einen rechten Aufmarsch durch die Kleinstadt im Norden Mecklenburg-Vorpommerns waren viele originelle Statements zu lesen. Die Parade, die am 8. Mai pünktlich um 17 Uhr am Bahnhof startete, war nicht nur ein Protest gegen …
Bei der Konferenz des PEN-Berlin hat man erkannt, dass die falsche Frage ist. Doch das Interesse an der Debatte bleib gering. Dabei wären solche Formate vielleicht erfolgreicher im Kampf gegen Rechte.
Vor zwei Jahren, als der Pen-Berlin noch relativ neu war, war das Medien- und Publikumsinteresse größer. Der schlechte Besuch ist auch ein Zeichen dafür, dass solche Debatten heute kaum noch in der realen Welt geführt werden. Im Internet wird selten miteinander, sondern meistens übereinander geredet oder neue angebliche Skandale aufgespürt
Nach der Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation laufen die Debatten in erwartbaren Formen. Alle, die schon lange vor der Rechtspartei warnen, sehen sich einmal mehr darin bestätigt, dass die AfD eine ganz gefährliche rechte Partei ist. Diejenigen, die für ein Verbot der AFD trommeln, wollen in dem Kongress …
Auf der Bühne stellte Marco von der VVN das Bündnis Widersetzen vor, das bundesweit gegen AfD-Veranstaltungen mobilisiert. Im Oktober will das Bündnis den Parteitag der Berliner AfD blockieren, der wie in den vergangenen Jahren wieder in Jüterbog in Brandenburg stattfinden soll. llerdings werde die Halle danach nicht mehr an die AfD vermietet, so dass es bei dem Protest auch etwas zu feiern gebe, kündigte Marco an.
»Berlin, ehrt alle toten und lebenden Helden – die Kämpfer gegen den Faschismus« lautete das Motto, mit dem am 9. September 1945 zu einer antifaschistischen Massengedächtnisfeier zur Werner-Seelenbinder-Kampfbahn in Neukölln aufgerufen wurde. Vier Monate nach der Zerschlagung des Nationalsozialismus wurde die Gedenkfeier von den neugegründeten Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und den Mitgliedern der überall spontan in der Bevölkerung entstandenen Antifa-Komitees initiiert. Zehntausende Menschen beteiligten sich an der Kundgebung. Es war die Geburtsstunde des »Tags der …