Vor 80 Jahren

Rezension von: Alina Bothe und Gertrud Pickhan (Hg.): »Aus­ge­wiesen! Berlin, 28. 10. 1938. Die Geschichte der ‚Polen­aktion‘«

»Pol­nische Juden unter Einsatz von Schuss­waffen über die Grenze gezwungen«, lautete am 30. Oktober 1938 eine Schlag­zeile in der bri­ti­schen Presse. Es ging um…

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Ausgewiesen! Berlin, 28.10.1938

In diesen Tagen jährt sich zum 80ten Mal eine weit­gehend ver­gessene Aktion, mit der NS-Deutschland die Grenzen des Unrechts aus­testete. Heute, wo der Faschismus für die Märkte wieder eine Option ist, ist es not­wendig, sich zu erinnern.

»Die Aktion wurde von der Polizei mit großer Bru­ta­lität durch­ge­führt.

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Riot und Neoliberalismus

Warum die Auf­stands­stra­tegie keine linke Per­spektive bietet, ‚linke Gewerk­schafts­arbeit aber sehr wohl

Seit dem G20-Gipfel 2017 wird auch in Deutschland wieder ver­stärkt über Riots und Stra­ßen­mi­litanz dis­ku­tiert. Nur bleibt der Großteil der Debatte…

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Nach den durchwachten Nächten

Zwei Büchern über die Sozi­al­pro­teste in Frank­reich

Die Welt oder nichts

Vor zwei Jahren sorgten in Frank­reich Mas­sen­pro­teste gegen das fran­zö­sische Arbeits­gesetz, das die pre­kären Arbeits­ver­hält­nisse in dem Land ver­tiefen und zemen­tieren sollte, für Schlag­zeilen.

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»Alles andere als Wehrkraft­zersetzung«

Malte Meyer, Autor, im Gespräch über das Ver­hältnis von Gewerk­schaften zum Militär in Deutschland

In seinem Buch »Lieber tot als rot« dekon­struiert Malte Mayer den Mythos, Gewerk­schaften seien Teil der Frie­dens­be­wegung gewesen. Ein Gespräch

Malte Meyer stu­dierte Poli­tik­wis­sen­schaft und Geschichte in Marburg und stieg über die dortige »Arbeits­ge­mein­schaft für gewerk­schaft­liche Fragen« in die Bil­dungs­arbeit ein. Im Verlag Edition Assem­blage ver­öf­fent­lichte er kürzlich sein Buch »Lieber tot als rot. Gewerk­schaften und Militär in Deutschland seit 1914« „»Alles andere als Wehrkraft­zersetzung«“ wei­ter­lesen

Antifaschismus aus der Gegenwart herleiten

Geschichte: Henning Fischer hat eine poli­tische Kol­lek­tiv­bio­grafie von kom­mu­nis­ti­schen »Ravens­brü­ck­e­rinnnen« geschrieben

Der Ber­liner His­to­riker Henning Fischer hat die Lebenswege von Frauen vor­gelegt, die die Lager­ge­mein­schaft Ravens­brück grün­deten. Er ver­folgt ihren Lebensweg von ihrer Poli­ti­sierung in der Wei­marer Republik und beschreibt ihr Enga­gement für den poli­ti­schen Umbruch, der in der völ­ligen Ent­rechtung des KZ-Systems endet. Sehr detail­liert beschreibt er die Hoff­nungen der Frauen nach der Befreiung sowie ihre dia­mental unter­schied­liche Geschichte in West- und Ost­deutschland. Während sie in der BRD bald an den Rand gedrängt und als Kom­mu­nis­tinnen wieder kri­mi­na­li­siert werden, werden sie in der DDR zur Teil der offi­zi­ellen Erzählung vom anti­fa­schis­ti­schen Staat.

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»Erklärung 2018« – der rechte Resonanzboden ist größer geworden

Aber auch das links­li­berale Milieu ist nach rechts offener geworden

Die Erklärung hat nur zwei Zeilen und sorgt doch für viel Auf­sehen.

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Frauen im Widerstand

Der His­to­riker Henning Fischer hat eine Geschichte der Frauen der Lager­ge­mein­schaft Ravens­brück ver­öf­fent­licht. Er ver­folgt den Lebensweg der Frauen ab der Zeit ihrer Poli­ti­sierung…

in der Jugend, beschreibt ihr Enga­gement für die KPD in der Wei­marer Republik und ihre Ent­rechtung im KZ-System des Natio­nal­so­zia­lismus. Anschaulich zeigt er, wie die inhaf­tierten Kom­mu­nis­tinnen eine soli­da­rische Gemein­schaft bil­deten, die zugleich alle anderen Gefan­genen aus­schloss. Die meisten Über­le­benden stürzten sich nach 1945 in Ost- und West­deutschland wieder in die poli­tische Arbeit, was Fischer als eine Form der Trauma­bewältigung deutet. Der Kalte Krieg…
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