Technologie von links

Eine Digitalisierung von unten ist denkbar

Im Zusam­men­schluss ZET suchen Wis­sen­schaftler nach eman­zi­pa­to­ri­schen Per­spek­tiven in der Tech­nik­for­schung

Simon Schaupp ist Arbeits- und Tech­nik­so­ziologe an der Uni­ver­sität Basel. Er ist Mit­be­gründer des »Zen­trums eman­zi­pa­to­rische Tech­nik­for­schung« (ZET). Mit ihm sprach für »nd« Peter Nowak.


Wie haben Sie sich zusam­men­ge­funden?
Die Initiator*innen haben bei der Arbeit an dem Buch »Kyber­netik, Kapi­ta­lismus, Revo­lu­tionen« zusam­men­ge­funden, das letztes Jahr im Unrast-Verlag erschienen ist. Schon dort haben wir…

„Eine Digi­ta­li­sierung von unten ist denkbar“ wei­ter­lesen

Taras Salamaniuk, ukrainischer Sozialwissenschaftler, im Gespräch über Linke in der Ukraine

»Kommunistische Ideologie wird stärker kriminalisiert«

Der Ukrainer Taras Sala­maniuk lebt in Berlin und ist Mit­ar­beiter am Wei­zenbaum-Institut für die ver­netzte Gesell­schaft. In der Ukraine war er in ver­schie­denen Gruppen der soge­nannten »neuen Linken« aktiv. Für das Zentrum für Sozial- und Arbeits­for­schung (CSLR) unter­suchte er die Rolle der ver­schie­denen linken Gruppen in den Maidan- und Anti-Maidan-Pro­testen.

Über die Rolle rechter Gruppen bei den ukrai­ni­schen Maidan-Pro­testen wird viel gestritten. Wird sie über­schätzt?
„»Kom­mu­nis­tische Ideo­logie wird stärker kri­mi­na­li­siert«“ wei­ter­lesen

Arbeitskampf an der Freien Universität

„Wie in einem Krimi“

Über den Arbeits­kampf der Beschäf­tigten im Bota­ni­schen Garten ist jetzt ein Buch erschienen. Die Geschichte dient gut als Fall­bei­spiel, sagt Betriebsrat Lukas Schmolzi.

Das Buch zum Arbeits­kampf
Buch: Jana Seppelt, Reinhold Niemerg u. a. (Hg.): „Der Auf­stand der Töchter, Bota­ni­scher Garten Berlin. Gemeinsam staatlich orga­ni­sierte prekäre Beschäf­tigung über­winden“, VSA-Verlag, 2018, 16 Euro
Inhalt: Im Buch wird beschrieben, wie es den aus­ge­glie­derten und von Lohn­dumping geplagten Beschäf­tigten des Bota­ni­schen Gartens gelungen ist, sich in den öffent­lichen Dienst zurück­zu­kämpfen.
Vor­stellung: Am 27. Juni wird das Buch um 19 Uhr in der Medi­en­ga­lerie des Hauses der Buch­drucker in der Duden­straße 10 in Schö­neberg vor­ge­stellt.


taz: Herr Schmolzi, wie kam es über­haupt zu der Idee, ein Buch über Ihren Arbeits­kampf zu machen?

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»Ein Ständchen gebracht«

Small Talk mit Hans-Erich Sauerteig über einen Vorfall vor dem Haus eines Staats­schutz­be­amten in Nie­der­sachsen

»60 Ver­mummte stürmten Poli­zis­ten­grund­stück«, über­schrieb die Bild-Zeitung eine Meldung über einen Vorfall vor dem Haus eines bei Linken im Wendland berüch­tigten Staats­schutz­po­li­zisten. Auch Poli­tiker ver­schie­dener Par­teien gaben sich empört. Die Jungle World hat mit Hans-Erich Sauerteig über die Aktion gesprochen. Der 74jährige war 1980 einer der Gründer des auto­nomen Tagungs­hauses Gasthof Meu­chefitz im Wendland und ist bis heute dort ­aktiv.

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»Globales Festgelage des monetären Kapitals«

Achim Sze­panski im Gespräch über die Zukunft der Kapi­talak­ku­mu­lation

Der Label­be­treiber, Musiker und Theo­re­tiker Achim Sze­panski sieht in die Zukunft der Maschi­ni­sierung: Die pla­ne­ta­rische Arbei­ter­klasse habe den Tisch gedeckt, der über­morgen von Robotern abge­räumt werde.

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»Mein Mann wurde verprügelt«

Small Talk mit Silke Streipert über einen neo­na­zis­ti­schen Mord in Thü­ringen 2001

Am 24. Mai 2001 tötete ein damals 24jähriger Neonazi im thü­rin­gi­schen Bad Blan­kenburg den 27jährigen Epi­lep­tiker Axel U. Der Regisseur Jan Smendek erinnert mit seinem kürzlich vor­ge­stellten Doku­men­tarfilm »Das blinde Auge« an den Fall. Silke Streipert berichtet in dem Film als Zeit­zeugin über das Geschehen.

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Protestlauf mit Rollstuhl

Um auf die Lage von pfle­genden Ange­hö­rigen auf­merksam zu machen, lief Arnold Schnittger von Hamburg nach Berlin

Arnold Schnittger ist 66 Jahre alt und Vater eines behin­derten Sohnes. Der ehe­malige Fotograf ist Autor des Buches »Ich berühr’ den Himmel«, in dem er über die Situation eines pfle­genden Vaters berichtet und das über info@​nicosfarm.​de bezogen werden kann. Am Frei­tag­nach­mittag endete sein Pro­testlauf mit dem Roll­stuhl seines Sohnes, der am 24. März in Hamburg begonnen hatte, vor dem Bran­den­burger Tor in Berlin.

Was war der Grund Ihres unge­wöhn­lichen Mar­sches?
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Die Sensibilisierung der Behörden reicht nicht aus

Der Film »Das blinde Auge« unter­sucht einen thü­rin­gi­schen Todesfall von 2001 – Axel U. wurde damals von einem Neonazi ermordet

Jan Smendek ist Regisseur des Films »Das blinde Auge – ein Todesfall in Thü­ringen«. 2004 gehörte er zu den Gründern des Erfurter Video­kol­lektivs »Film­pi­ra­tinnen und Film­pi­raten«. Das Projekt hatte gemeinsam mit Ezra, der mobilen Bera­tungs­stelle für Opfer rechter, ras­sis­ti­scher und anti­se­mi­ti­scher Gewalt in Thü­ringen, den Film erstellt. Am 10. April um 19 Uhr findet im Clubhaus Saalfeld die Pre­mie­ren­feier statt.

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