gieren in vermintem Terrain: Wie Corona die linke Bewegung neu vor ein altes Problem stellt.

Den Abstand halten oder das Wort ergreifen?

Am Ende sind es kon­krete Aus­ein­an­der­set­zungen, die das Weltbild der Men­schen prägen. So war es auch 2004 in der Mas­sen­be­wegung gegen die »Hartz-Reformen«. Auch darin gab es frag­würdige Posi­tionen und rechts­ra­dikale Vor­stöße. Einige sagten auch damals, Linke müssten zur »ver­kürzten Kritik« dieser Bewegung Abstand halten, andere mischten sich prak­tisch ein. Aber hätte hier die erst­ge­nannte Haltung obsiegt, wäre diese Bewegung viel­leicht tat­sächlich in eine völ­kische Richtung à la Björn Höcke abge­driftet.

Wie wurde die west­deutsche Umwelt­be­wegung links? Man kann das bei der frü­heren grünen Frontfrau Jutta Dit­furth nach­lesen: durch hart­nä­ckige inhalt­liche Inter­vention, durch kluge orga­ni­sa­to­rische Initiative – und Kon­fron­tation mit den kon­ser­va­tiven und rechten Posi­tionen, die in diesem Feld zunächst nicht selten waren. Das war so erfolg­reich, dass …

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