Arbeitsteilung von Eltern

Umgedeutetes Familienernährermodell

Die For­scherin Lisa Yashodhara Haller über die Pro­bleme junger Eltern bei der Arbeits­teilung

Lisa Yashodhara Haller arbeitet am Institut für Sozial- und Orga­ni­sa­ti­ons­päd­agogik der Stiftung Uni­ver­sität Hil­desheim. Jüngst erschien ihr Buch »Eltern­schaft im Kapi­ta­lismus«. Mit der Fami­li­en­for­scherin sprach Peter Nowak

„Umge­deu­tetes Fami­lien­er­nährer­modell“ wei­ter­lesen

Emanzipatorischer Klassenkampf

Die Kli­schees von Arbieter_​innenbewegung und Bio­na­den­bour­geoisie. Iden­ti­täten, 68 und die Ver­klärung der real exis­tie­renden Unter­schicht

Oft trifft die Kritik an der libe­ralen tages­zeitung ins grün­schwarze. Doch wenn der Kul­tur­re­dakteur des „Neuen Deutsch­lands“ Christian Baron der taz „grup­pen­be­zogene Men­schen­feind­lichkeit“ vor­wirft,… „Eman­zi­pa­to­ri­scher Klas­sen­kampf“ wei­ter­lesen

Zwei unvereinbare Tendenzen in der Linkspartei?

In der letzten Zeit wird von unter­schied­licher Seite behauptet, dass es bald zu einer Trennung kommt. Doch dann gäbe es nur zwei refor­mis­tische Vari­anten, die beide nicht ins Par­lament kämen

»Zu den Genen unserer Partei gehört neben der Soli­da­rität auch, dass wir uns an Arbeit und Leistung ori­en­tieren und nicht nur an staat­licher Umver­teilung wie die Links­partei.« Diese Selbst­be­schreibung der SPD ist treffend. Min­destens die letzten 100 Jahre stand die SPD im Zweifel bei den Leis­tungs­trägern und Soli­da­rität war etwas für Sonn­tags­reden. „Zwei unver­einbare Ten­denzen in der Links­partei?“ wei­ter­lesen

Geht es um Rassismus oder um Regierungsfähigkeit?

Der Streit in der Links­partei ist nicht mono­kausal zu erklären

Nun herrscht vorerst wieder Burg­frieden in der Links­partei. Doch wie lange er hält, ist unklar. Jeden­falls ist dem Taz-Kom­men­tator Pascal Peucker zuzustimmen[1]:

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Aus der Reihe getanzt

»Anna Est­orges dite Rirette Maî­trejean 1887 – 1968« steht auf der Gedenk­tafel eines Urnen­grabs auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise. Dort liegt die in Deutschland bisher unbe­kannte fran­zö­sische Anar­chistin begraben.

Lou Marin hat nun im Verlag Gras­wur­zel­re­vo­lution die erste deutsch­spra­chige Bio­graphie von Rirette Mai­trejean her­aus­ge­bracht. Damit erinnert er an eine jahr­zehn­telang in der anar­chis­ti­schen Bewegung tätigen Frau, die bald aus der Reihe tanzte und dafür in den eigenen Kreisen ange­feindet wurde. Schließlich hatte sie eine scharfe Kritik an dem Flügel der anar­chis­ti­schen Bewegung for­mu­liert, der vor mehr als 100 Jahren Attentate, bewaffnete Raub­über­fälle und Bom­ben­an­schläge als »Pro­pa­ganda der Tat« ver­herr­lichte.

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Beate Zschäpe: Teufel oder Diddl-Maus?

Die Sozio­login Charlie Kaufhold hat Medi­en­be­richte über Beate Zschäpe ana­ly­siert und kommt zu einem kri­ti­schen Befund. Die Ergeb­nisse hat sie am 16. Dezember auf einer Ver­an­staltung in Berlin vor­ge­stellt.

„Der Teufel trägt Prada“ titelte der Süd­kurier und die Bild-Zeitung textete „Der Teufel hat sich schick gemacht“. Die taz zitiert Nachbarn von Beate Zschäpe, die sie als Diddl-Maus bezeich­neten. Die Sozio­login Charlie Kaufhold hat sich in dem kürzlich erschie­nenen Buch (http://​www​.edition​-assem​blage​.de/​i​n​-​g​u​t​e​r​-​g​e​s​e​l​l​s​c​haft/) „In guter Gesell­schaft? Geschlecht, Schuld & Abwehr in der Bericht­erstattung über Beate Zschäpe“ mit dem medialen Bild der Haupt­an­ge­klagten des NSU-Ver­fahrens befasst. Für ihre Unter­su­chung…

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»Wir haben es mit einer Krise der sozialen Reproduktion zu tun«

Gabriele Winker über die »Care Revo­lution« und warum die Sorge-Arbeit im Kapi­ta­lismus zunehmend ein Problem dar­stellt

Die Sozi­al­wis­sen­schaft­lerin Gabriele Winker[1] lehrt und forscht an der TU Hamburg-Harburg und ist Mit­be­grün­derin des Femi­nis­ti­schen Instituts Hamburg[2] sowie des bun­des­weiten »Netz­werks Care Revo­lution«. Im ver­gan­genen Jahr war sie Mit­or­ga­ni­sa­torin der Akti­ons­kon­ferenz Care Revolution[3] in Berlin, bei dem ver­schiedene im Bereich sozialer Repro­duktion tätige Gruppen und Per­sonen zusam­men­kamen. Im März ist im Tran­script-Verlag ihr Buch »Care Revo­lution. Schritte in eine soli­da­rische Gesellschaft«[4] erschienen.

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Gabriele Winker im Gespräch über die »Care Revolution«

»Die Selbstsorge kommt zu kurz«

Die Sozi­al­wis­sen­schaft­lerin Gabriele Winker lehrt und forscht an der TU Hamburg-Harburg und ist Mit­be­grün­derin des Femi­nis­ti­schen Instituts Hamburg sowie des bun­des­weiten »Netz­werks Care Revo­lution«. Im ver­gan­genen Jahr war sie Mit­or­ga­ni­sa­torin der Akti­ons­kon­ferenz »Care Revo­lution« in Berlin, bei dem ver­schiedene im Bereich sozialer Repro­duktion tätige Gruppen und Per­sonen zusam­men­kamen. Im März ist im Tran­script-Verlag ihr Buch »Care Revo­lution. Schritte in eine soli­da­rische Gesell­schaft« erschienen. Mit Winker sprach die Jungle World über die Krise sozialer Repro­duktion und die ent­ste­hende Care-Bewegung.

Im März 2014 fand in Berlin die erste Kon­ferenz zur »Care Revo­lution« statt. Was ist seither geschehen?

Die Care Revo­lution nimmt einen grund­le­genden Per­spek­tiv­wechsel vor. Das öko­no­mische und poli­tische Handeln soll nicht weiter an Pro­fit­ma­xi­mierung, sondern an mensch­lichen Bedürf­nissen, primär der Sorge umein­ander aus­ge­richtet sein. Eine Gesell­schaft muss sich also daran messen lassen, inwieweit sie grund­le­gende Bedürf­nisse gut und für alle Men­schen rea­li­sieren kann.

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