Carewalk feiert Pflege und kritisiert die Arbeitsverhältnisse

Forderungen nach besserer Pflege

Beschäf­tigte demons­trieren in meh­reren Städten

»Wir sind hier und wir sind laut, weil man uns die Pflege klaut«, rief die Gruppe junger Men­schen am Sonn­tag­nach­mittag am Ber­liner Inva­li­den­platz. Dort startete um 14.30 Uhr der Walk of Care, eine Parade von Beschäf­tigten der Pfle­ge­berufe. Passant*innen blieben stehen und stimmten teil­weise in die Sprech­chöre ein. Andere winkten und liefen ein Stück des Weges mit. Die Ansprache der Men­schen am Stra­ßenrand ist ein wich­tiges Anliegen des Walk of Care. Etwa 1000 Men­schen hatten sich am Auf­takt­platz in der Nähe der Charité ein­ge­funden. Seit zwei Jahren gehen am 12. Mai in ver­schie­denen Städten in Deutschland Beschäf­tigte aus Pfle­ge­be­rufen auf die Straße. Anlass ist der.…

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»Wir haben es mit einer Krise der sozialen Reproduktion zu tun«

Gabriele Winker über die »Care Revo­lution« und warum die Sorge-Arbeit im Kapi­ta­lismus zunehmend ein Problem dar­stellt

Die Sozi­al­wis­sen­schaft­lerin Gabriele Winker[1] lehrt und forscht an der TU Hamburg-Harburg und ist Mit­be­grün­derin des Femi­nis­ti­schen Instituts Hamburg[2] sowie des bun­des­weiten »Netz­werks Care Revo­lution«. Im ver­gan­genen Jahr war sie Mit­or­ga­ni­sa­torin der Akti­ons­kon­ferenz Care Revolution[3] in Berlin, bei dem ver­schiedene im Bereich sozialer Repro­duktion tätige Gruppen und Per­sonen zusam­men­kamen. Im März ist im Tran­script-Verlag ihr Buch »Care Revo­lution. Schritte in eine soli­da­rische Gesellschaft«[4] erschienen.

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