Wird der Räumungstermin nicht eingehalten, könnten Kosten auf uns zukommen, die wir nicht tragen können und wollen“, sagt er. Mit einem Unterstützungsaufruf sammeln sie schon jetzt Geld für diese finanziellen Belastungen. „Seid einfach solidarisch mit einem linken Projekt, auch wenn es nach vielen Jahren am Ende leider gescheitert ist“, so ihre die Botschaft.
„Für solidarische Kieze – Brauni bleibt“. Diese Parole prangte lange auf einem Transparent, das an der Hausfassade der Braunschweiger Straße 53/55 in Neukölln angebracht war. Das Banner ist mittlerweile ebenso verschwunden wie die Hoffnung, das Hausprojekt zu erhalten. Denn vor Kurzem haben …
Dass sich Alt- und Neumieter*innen gemeinsam wehren können, führten zwei junge Männer vor Augen, die in der Buchholzer Straße, dem Startpunkt der Demo, eine möblierte Wohnung auf Zeit gemietet hatten. Über das Bündnis Pankow gegen Verdrängung machten sie ihre Mietgeschichte öffentlich. So stellte sich heraus, dass die Wohnungseigentümer mit zwei Mietverträgen hantierten. Dem Bezirksamt präsentierten sie einen unbefristeten Mietvertrag, während die Mieter*innen einen Zeitmietvertrag unterzeichnen sollten. Der Pankower Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Cornelius Bechtler (Grünen) kündigte eine Anzeige wegen Betrugs an.
Erstmals seit Jahrzehnten sollen in Berlin wieder Rüstungsgüter produziert werden. Aber auch in anderen Teilen Deutschlands wächst der militärisch-industrielle Komplex. Es gibt dazu einige nützliche Internetseiten.
Die Veröffentlichung der Orte des miltärisch-industriellen Komplexes in Berlin wurde im Rahmen einer Friedenskonferenz Ende Februar vorgestellt, die in einem vollbesetzten Kino im Berliner Stadtteil Wedding stattfand. Was dabei besonders auffiel, war der grosse Anteil der jungen Menschen, die von Freitagabend bis Sonntagvormittag über antimilitaristische Strategien diskutieren.
Im Berliner Stadtteil Wedding rund um den Humboldthain, ist die militärische „Zeitenwende“ längst angekommen. Eine Autofabrik wird dort in eine Rüstungsschmiede umgewandelt. Über viele Jahre hinweg hatten die Pierburg-Motorenwerke ihren Sitz an dem abgelegenen Gelände entlang der Hussiten- und Scheringstrasse. Auf ihrer Homepage stellte sich das Werk als „Spezialist für die Bereiche Schadstoffreduzierung, Luftversorgung und Drosselklappen“ vor. Doch in einigen Monaten sollen dort statt Motorenteilen für angeblich umweltschonende Fahrzeuge Rüstungsgüter vom Band laufen. Diese Konversion von Zivil- zur Rüstungsindustrie ist an vielen Orten im Gange. Auf der Webseite …
Der 1951 in Hamburg geborene Heyden begann seine journalistische Arbeit in den 70er Jahren bei der Zeitung »Arbeiterkampf«, dem damaligen Organ des Kommunistischen Bundes, das mittlerweile als »AK« weiterhin monatlich erscheint. Ab 1990 schrieb Heyden für verschiedene Medien in Deutschland und der Schweiz, darunter »nd«, das Onlinemagazin Telepolis, die Wochenzeitungen »Freitag« und »WOZ«.
Repressalien gegen Medienvertreterinnen kommen in Russland häufig vor. Davon sind gelegentlich auch Journalist*innen aus Deutschland betroffen. Doch in einem offenen Brief, den Ulrich Heyden an Bundespräsident Steinmeier schrieb, beklagt der in Hamburg geborene und seit Jahren in Moskau lebende Journalist keine Einschränkungen durch die russischen Behörden. Heyden moniert vielmehr, …
Gewerkschaftswiderstand gegen den NS-Staat. Der Band leistet wie die gesamte Reihe einen wichtigen Beitrag zu einer antifaschistischen und feministischen Erinnerungspolitik.
In den 1960er-Jahren plante der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Geschichte der Gewerkschafter*innen aufzuarbeiten, die während des NS-Regimes Widerstand geleistet hatten. Das Projekt wurde nie realisiert. Doch fast sechzig Jahre später setzt die Arbeitsstelle …
s 2-3/2026 Jan Schulze-Husmann / Peter Trinogga / Aktivenkreis Bundesanzeiger (Hg.): »Streik doch einfach mit! 128 Tage Arbeitskampf beim DuMont-Konzern«, VSA 2025, ISBN: 978-3-96488-246-2, 168 Seiten, 12 Euro.
Kolleg:innen blicken zurück auf den 138-tägigen Streik beim Bundesanzeiger – von Peter Nowak*
Veranstaltungstipp: Am 14. März um 19 Uhr stellen Peter Trinogga und Jan SchulzeHusman das Buch im »Atelier Frankfurt« (Schwedlerstraße 1-5, 60314 Frankfurt) vor.
Warum sollte man ein Buch über einen Streik lesen, der nach 138 Tagen ohne Ergebnis beendet wurde? Diese Frage beantworten der ver.di-Gewerkschaftssekretär Jan Schulze-Husmann und Peter Trinogga, der langjährige Betriebsratsvorsitzende beim Bundesanzeiger Verlag, schon im Vorwort: …
FLINTA* steht für Frauen, Lesben, Inter Menschen, Nichtbinäre Menschen, Trans Menschen und Agender Menschen. Die Abkürzung existiert in verschiedenen Varianten
Am 10. März blieben bei den Tageszeitungen Taz und nd – der Tag einige Seiten weiß. In beiden Redaktionen hatten sich Journalistinnen aber auch Lektorinnen und andere Mitarbeiterinnen am 9. März am FLINTA* -Streik beteiligt und die Arbeit niedergelegt.
Der Initiative zum sogenannten Streik kam von mehreren feministischen Initiativen. Sie riefen dazu auf, im Anschluss an den Internationalen Frauentag, den 8. März, der in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel, am Folgetag die Arbeit niederzulegen. Sowohl Lohn- als auch …
Katja Diehl, Thorsten Donnermeier, Tobi Rosswog Titel Nehmen wir das Leben wieder selbst in die Hand. Unteritel Eine Einladung zum Kampf für das gute Leben für alle Verlag Die Buchmacherei, Berlin, 2025 Seiten, Preis 142 Seiten, 10 Euro ISBN 978-3-9827938-1-8
Eine Diskussion über die notwendige Transformation in der Autoindustrie. In dem Buch diskutieren Diehl, Rosswog und Donnermeier darüber, wie VW sozial-ökologisch umgebaut werden kann und welche Rolle die Lohnarbeit als Notwendigkeit oder Zwang dabei spielt. Die Scheinlösung E-Auto wird ebenso angesprochen wie die Frage, was der Kampf um einen Wandel bei VW mit Antifaschismus zu tun hat.
Ausgerechnet in der VW-Stadt Wolfsburg warb Tobi Rosswog zusammen mit anderen für die Verkehrswende weg vom Auto. Sie organisierten Demonstrationen, Straßenfeste und spektakuläre Aktionen, die auch bundesweit für Aufmerksamkeit sorgten. Dazu gehörte die Besetzung eines Autozugs im März 2023. Die Aktivist*innen überdeckten …
»Die Beschäftigten leisten schon genug, viele müssen in Teilzeit gehen, weil sie den Druck einer Vollzeitstelle und das ständige Einspringen nicht aushalten", sagt Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler. Es gebe Abteilungen, »die zerfallen, weil die Beschäftigten kündigen oder innerlich resignieren«, beschreibt Pfleger Rolf Meier gegenüber »nd« die Situation in der Sana-Klinik
»Heute ist kein Arbeitstag – heute ist Streiktag«, schallt es am Mittwochmittag durch die Frankfurter Allee. Rund 250 Beschäftigte des Sana-Klinikums Lichtenberg demonstrieren im Rahmen ihres …
„Mein Name ist Christopher, ich komme gerade aus der Nachtschicht.“
Mit dieser Ansprache wandte sich
Christopher T. am 23. August 2025 an
die Protestierenden, die sich auf dem
March to Airport gegen die Militarisierung am Flughafen Leipzig stellten. An
dem sechseinhalbstündigen Marsch
beteiligten sich circa 700 Menschen,
darunter auch mehrere Arbeiter*innen.
Einer von ihnen war Christopher T.,
der auch ver.di-Vertrauensmann (ver.
di = Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) bei DHL-Leipzig ist. Der Gewerkschafter begründete in seinem
kurzen Redebeitrag, warum er als
DHL-Beschäftigter den Protestmarsch
begrüße. „Es ist uns als Flughafenarbeiter ein großes Anliegen, dass
unsere Arbeit nicht dem Krieg dient“,
betonte er.
Christopher T. äußerte in seinem Beitrag auch die Hoffnung, …
Auf der Konferenz wurde das Ergebnis einer Recherche über den militärisch-industriellen Komplex in Berlin vorgestellt, der seit Samstag auch online abrufbar ist. Dort werden mit Quellen unterlegt Orte der Rüstungsindustrie, der Zuliefererindustrie, aber auch von Denkfabriken markiert, die die Kriegstüchtigkeit propagieren. Mehrere Rüstungskonzerne haben Büros in unmittelbarer Nähe des Regierungsviertel, was die Lobbyarbeit erleichtert.
In den letzten Jahren sah man in Berlin auf Demonstrationen der Friedensbewegung kaum junge Menschen. Das könnte sich jetzt ändern. Am Wochenende zeigte sich im City-Kino Wedding eine neue Berliner Friedensbewegung. Etwa 150 überwiegend junge Menschen unter 30 kamen zur Berliner Friedenskonferenz, auf der unter dem Motto …
Katja Diehl, Thorsten Donnermeier, Tobi Rosswog Nehmen wir das Leben wieder selbst in die Hand. Eine Einladung zum Kampf für das gute Leben für alle Verlag Die Buchmacherei, Berlin 2025, 142 Seiten, 10 Euro, ISBN 978-3-9827938-1-8
Eine Diskussion über die notwendige Transformation in der Autoindustrie. In dem Buch wird ein Zusammenhang hergestellt, der eine Verkehrswende auch für Automobilbeschäftigte attraktiv machen könnte. Das könnte eine politische Orientierung für eine gesellschaftliche Linke sein, die damit wieder ein gesellschaftliches Projekt verfolgen würde, das sich nicht in der Verteidigung des Status quo gegen die Rechten erschöpft. Vielmehr zeigt das Buch, dass mit der Verkehrswende Fragen von Vergesellschaftung und einer linken, nichtkapitalistischen Perspektive wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden.
Ausgerechnet in der VW-Stadt Wolfsburg warben Tobi Rosswog und mehrere Mitstreiter*innen für die Verkehrswende weg vom Auto. Sie organisierten De- monstrationen, Straßenfeste und spektakuläre Aktionen, die auch bundesweit für Aufmerksamkeit sorgten. Ein Ziel der Verkehrswendeaktivist*innen war, dass im VW- Werk künftig Straßenbahnen und Busse für den öffentlichen Nahverkehr produziert werden sollten. „VW heißt Verkehrswende“, lautete das Motto, unter dem die Aktivist*innen beharrlich das Gespräch mit VW-Mi- tarbeiter*innen suchten. Unter diesem Titel hatte der Verlag Graswurzelrevolution bereits 2024 ein Buch herausgegeben. Wer es gelesen hat, sollte auch noch das Anfang Dezember 2025 im Verlag Die Buchmacherei erschienene Buch mit dem optimistischen Titel …
Im Haifischbecken Es ist was faul in der Mieterhauptstadt Berlin: Investoren spekulieren mit ganzen Wohnblöcken, Konzerne lassen ihre Häuser verfallen, Mieter:innen müssen sich mit Eigenbedarfskündigungen und Wuchermieten herumschlagen. weniger anzeigen Auch betroffen? Dann schreiben Sie der taz Berlin-Redaktion: haifischbecken@taz.de
In Rixdorf gehen die Mieter eines Hauses auf die Barrikaden: Ein Konzern will ihr Zuhause kaufen. Sie fordern einen Eigentümer, der zum Kiez passt. Die Eigentümerin ist über die Wünsche der Hausbewohner*innen informiert worden. Sie will nach Bekunden allerdings die Verhandlungen mit der Deutsche Investment weiterführen. Sollte der Deal scheitern, könnte die Genossenschaft als Plan B ins Spiel kommen, hatte sie vage gegenüber einigen Mieter*innen angedeutet. Konkreter wurde die Eigentümerin jedoch nicht; auf Nachfrage der taz äußert sie sich dazu nicht.
Welche Rechte haben wir als Mieter*innen? Diese Frage stellen sich die rund 75 Bewohner*innen des Eckhauses Richardplatz 1/Hertzbergstraße 32 in Rixdorf, seit sie kurz nach Weihnachten 2025 erfahren haben, …
In der Diskussion mit dem Publikum wurden viele Themen angesprochen, die innerhalb der Linken weiter kontrovers diskutiert werden. Ein Mann widersprach der Einschätzung, dass es aktuell auf der Straße kaum gesellschaftlichen Widerstand gebe und verwies auf die zahlreichen Arbeitskämpfe der vergangenen Monate. Er forderte, dass Die Linke gewerkschaftliche Kämpfe stärker unterstützt. Weitere Beiträge mahnten eine konsequent ökosozialistische Positionierung der Partei an, andere forderten mehr Engagement gegen Aufrüstung. Reichinnek schloss sich diesem Appell an und rief zur Beteiligung am Aktionstag gegen die Wehrpflicht am 5. März 2026 auf, der von vielen jungen Aktivist*innen organisiert wird.
Am 23. Februar 2025 fand die vorgezogene Bundestagswahl statt. Ein Jahr später wurde nun bei einer Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung an das damals überraschend gute Wahlergebnis der Linken erinnert. Bei der Veranstaltung »Vom Hype zur Hoffnung? Ein Jahr nach dem Comeback der Linken« im Gebäude der Rosa-Luxemburg-Stiftung resümierte und diskutierte …
Progresse Linke haben einen Anlass sich beim Münchner Gruselkabinett auf eine Seite zu stellen. Nötig wäre ein neuer proletarischer Internationalismus jenseits von Staat und Nation.
Was steckt hinter dem ständigen Lamento der EU-Propaganda, dass die Trump-Administration die regelbasierte Weltordnung zerstöre. Es sind die Regeln der Ausbeuter und Kapitalisten in der Welt gemeint. Darauf sollte es von den Lohnabhängigen aller Welt nur eine Antwort geben: das ist nicht unsere Ordnung, das sind nicht unsere Regeln. Es sind die Regeln und es ist die Ordnung der Masters of War aller Länder.
In diesem Jahr bekam die sogenannte Münchner Sicherheitskonferenz besonders viel öffentliche Aufmerksamkeit. Schliesslich ist der Kampf unter den kapitalistischen Zentren voll entbrannt und die Konferenz in München ist eine Art Seismograph. Vor allem der innerimperialistische Konflikt zwischen den USA und der EU wird in München seit Jahren offen ausgetragen, seit die Trump-Administration zum zweiten Mal im Amt ist. Ein Höhepunkt war im letzten Jahr die Rede von …