Warum die Forderungen der Linksparteivorsitzenden Katja Kipping nach einem virusfreien Deutschland weder realistisch noch emanzipatorisch sind

Den Corona-Virus stoppen oder mit ihm leben?

Diese asep­tische Welt ist nicht machbar und auch nicht erstre­benswert. Daher geht es darum, mit dem Virus zu leben. Das bedeutet vor allem, dass die For­schung so inten­si­viert werden muss, dass mög­lichst schnell Medi­ka­mente und Impf­stoffe gegen das Virus und natürlich alle anderen krank­ma­chenden Viren und Bak­terien bereit­ge­stellt werden sollten.

»Schwe­di­scher Son­derweg offenbar gescheitert«. Solche Mel­dungen über das angeb­liche Fiasko eines Umgangs mit dem Virus ohne Shutdown und mit mehr Ver­ant­wortung für den ein­zelnen Bürger waren in den letzten Wochen viel zu lesen. Sogar vom Ende des schwe­di­schen Son­derwegs war zu hören. Einige der Berichte kommen vom in Schweden.…

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Small Talk mit Franca Hall vom »Transratgeberkollektiv« über eine Petition gegen ­Ersatzfreiheitsstrafen

»Niemand soll wegen Armut in den Knast«

»For­de­rungen, die Trans­men­schen betreffen, sind oft auch für andere Gefangene hilf­reich, wie die Auf­nahme in die gesetz­liche Kran­ken­ver­si­cherung. Es ist uns wichtig, ver­schiedene Kämpfe soli­da­risch mit­ein­ander zu ver­binden. Ersatz­frei­heits­strafen treffen ins­be­sondere arme Men­schen. Struk­tu­relle Dis­kri­mi­nierung von geschlech­ter­di­versen Per­sonen ver­stärkt die Gefahr, in Armut zu ­leben.«

Was ist das Ziel Ihrer Gruppe?

Das Trans­rat­ge­ber­kol­lektiv hat sich vor ungefähr fünf Jahren gegründet. Wir wollen die Per­spek­tiven von Trans‑, Inter- und abi­nären Per­sonen in der Antik­nast­arbeit stärken und diese Men­schen im Gefängnis unter­stützen. Zudem wollten wir das Gefängnis als Thema in queeren Kon­texten eta­blieren. Wir machen Betroffene aus­findig, ver­öf­fent­lichen Texte von ihnen und ver­netzen.

Welchen beson­deren Belas­tungen sind Trans­men­schen im Gefängnis aus­ge­setzt?.….

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Wohngeldfolgeantrag und Auszahlung von Wohngeld lassen auf sich warten. Nicht erst seit Corona

Antragsstau in Neukölln

Die Zahlen sind schon seit Anfang des Jahres deutlich erhöht, weil zum 1. Januar dieses Jahres die Wohn­geld­no­velle in Kraft getre- ten ist und damit mehr Men­schen Anspruch auf Wohngeld haben.

Jetzt sind mehr als drei Monate ver­gangen, seit ich die Antrags­be­stä­tigung für meinen Wohn­geld­fol­ge­antrag erhalten habe“, sagt Ewa Willig. „Bis heute habe ich weder einen Bescheid erhalten noch Wohngeld auf meinem Konto.“ Die ehe­malige Kom­mu­nal­po­li­ti­kerin der Grünen lebt in Neu­kölln und ist auch als Seniorin wei­terhin in sozialen Bewe­gungen enga­giert. Sie sei an die Öffent­lichkeit gegangen, weil sie sich sicher sei, dass es sich um …

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Berliner Aktion zum „Tag der Pflege“

Tarifverträge für alle

Ein Sprechchor vor Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terium am „Tag der Pflege“ fordert eine Kom­mu­na­li­sierung des Gesund­heits­wesen – und fai­reren Lohn. Anlässlich der Kon­ferenz der Gesund­heits­mi­nister der Länder am 17. und 18 Juni wollen die Beschäf­tigten und ihre Unter­stüt­ze­rInnen in Berlin wieder auf der Straße sein.

„Tarif­ver­träge für Alle in der Pflege“ und „Kom­mu­na­li­sierung des Gesund­heits­wesens jetzt“ riefen am Diens­tag­mittag rund 35 Men­schen in einen Sprechchor vor dem Gesund­heits­mi­nis­terium. „Mit der Aktion wollten Beschäf­tigte ver­schie­dener …

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Es ist nicht verwunderlich, dass irrationale Bewegungen in der Corona-Krise stark werden. Es sollte vielmehr gefragt werden, warum in der linken Bewegung so wenig zu hören ist?

Über die neue Normalität, die Linke und den Irrationalismus

Wichtig ist es, hier im Gegensatz zu Irra­tio­na­listen jeg­licher Couleur zu betonen, dass die Durch­setzung der »Neuen Nor­ma­lität« eben keine Akteure und Planer, sehr wohl aber Pro­fi­teure hat. Das ist übrigens bei der Gen­tri­fi­zierung und vielen anderen Erschei­nungen im realen Kapi­ta­lismus nicht anders. Eine ver­kürzte Kapi­ta­lis­mus­kritik macht dann bestimmte Banken, Inves­toren etc. dafür ver­ant­wortlich und jetzt sorgt sie dafür, dass eine irr­ra­tionale Bewegung sich auf Bill Gates und die WHO ein­schießt.

Tau­sende sind in den Tagen bun­desweit gegen die Corona-Ein­schrän­kungen in deut­schen Städten auf die Straße gegangen. Es waren längst nicht alles Rechte, aber es sind über­wiegend rechts­offene Veranstaltungen.Das bekam Hendrik Sodenkamp vom Demo­kra­ti­schen Wider­stand zu spüren, als er in Berlin .….

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Kira Fuchs, Sprecherin der Berliner Kampagne »Für eine Zukunft mit K-Fetisch«, im Gespräch

»Öffentlichen Druck intensivieren«

»Für eine Zukunft mit K‑Fetisch« lautet das Motto einer Kam­pagne, die sich für eine lang­fristige Per­spektive des linken Cafés in Berlin-Neu­kölln ein­setzt. Kira Fuchs gehört zu den Mit­be­grün­de­rinnen der Kam­pagne.

Warum setzen Sie sich für das K‑Fetisch ein?.…

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Einige Klarstellungen zu einer populistischen Debatte. Ein Kommentar

Die Senioren und die Corona-Krise

Der Kampf um eine soli­da­rische Gesell­schaft nach Corona wird durch die Ein­schränkung von Ver­samm­lungs- und Orga­ni­sie­rungs­freiheit tat­sächlich behindert. Er wird auch dadurch erschwert, dass aus einer gesell­schaft­lichen Frage ein Genera­ti­ons­kon­flikt kon­struiert wird.

Jetzt haben wir mehrere Wochen unter extremen Aus­nah­me­be­din­gungen gelebt, und nun gibt es zumindest Licht am Horizont. Eine solche Kom­men­tierung der Erleich­terung ange­sichts der Per­spektive, dass der …

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Netzwerke und Proteste bewähren sich im Notstand

Solidarität statt Bevormundung

In der Corona-Krise domi­niert noch die volks­ge­mein­schaft­liche Diktion, dass wir alle in einem Boot sitzen und allen poli­ti­schen Streit jetzt hinter uns lassen sollen. Dazu wird von Politiker*innen aller Par­teien plötzlich ver­dächtig oft das Wörtchen Soli­da­rität im Mund geführt. Doch es hat eine ganz andere Bedeutung als in linken Zusam­men­hängen. Von Politik und Wirt­schaft wird der nationale Zusam­menhalt beschworen und vor der Spaltung der Gesell­schaft gewarnt.

#STAY AT HOME heißt die weit sichtbare Lauf­schrift auf dem Dach des Living Levels, eine der teu­ersten Immo­bilien am Ber­liner Spree-Ufer. Gut sehen können die Auf­for­derung auch die vielen Men­schen, die in den Ber­liner Stadt­teilen Kreuzberg und Fried­richshain in beengten Wohn­ver­hält­nissen oder sogar ohne Obdach auf der Straße über­leben müssen. Nicht wenige sind durch Luxus­bau­pro­jekte wie Living Levels ver­drängt worden und haben durch das Streben nach Gewinn­ma­xi­mierung in der Immo­bi­li­en­wirt­schaft ihre Woh­nungen ver­loren. Daher ist es schon besonders zynisch, wenn aus­ge­rechnet vom Dach dieses Gebäudes aus auf­ge­fordert wird, zu Hause zu bleiben. Wenn schon alle auf­ge­fordert werden, zu Hause zu bleiben, dann müssen auch alle ein Zuhause haben, in dem sie leben können und wollen. Ein Bei­spiel mehr, das zeigt, wie .…

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