Gewerkschaften und Corona-Krise - bitte konkreter werden. Bei den Mai-Kundgebungen zeigten sich Stärken von Initiativen, die mit einer "Taktik der radikalen Reformen" arbeiten

Solidarität ist mehr als Händewaschen und Klatschen

Nicht das Virus, sondern poli­tische Bewe­gungen ändern etwas. Wenn es einer poli­ti­schen Linken nicht gelingt, ihre For­de­rungen und Ana­lysen, die sie auf dem Sektor der Care-Politik in den letzten Jahren ent­wi­ckelt und geschärft hat und die sich jetzt gerade bestä­tigen, massiv in die Öffent­lichkeit zu tragen, behält Böldt insofern Recht, dass sich nach der Corona-Krise nichts für die Mehrheit der Bevöl­kerung ändern wird.

»Tatort – nicht betreten«, stand auf den Flat­ter­bändern, mit denen die Polizei am Don­ners­tag­nach­mittag ver­gan­gener Woche ein kleines Areal des Wed­dinger Leo­pold­platz absperrte. Dort hatte die Stadt­teil­in­itiative »Hände weg vom Wedding« unter dem Motto »Die Reichen sollen zahlen« eine knapp 90-minütige Kund­gebung orga­ni­siert. Es war der Ersatz für die …

„Soli­da­rität ist mehr als Hän­de­wa­schen und Klat­schen“ wei­ter­lesen