In Berlin-Wedding soll eine ehemalige Autoteile-Fabrik zur Munitionsschmiede werden. Antimilitaristen verteilten wochenlang Flugblätter am Werkstor – ohne Erfolg. Könnten bald Lkw-Blockaden der nächste Schritt im Protest sein?

3.000 Menschen waren gegen Rheinmetall auf der Straße. Warum blieb die Belegschaft stumm?

Während es den Antimilitaristen nicht gelungen war, Kontakte zu den Rheinmetall-Beschäftigten zu knüpfen, so zeigte sich doch ihr Rückhalt im Viertel. Dort sind schon seit vielen Jahren mit „Hände weg vom Wedding“ und dem „Stadtteilkomitee Wedding“ zwei linke Gruppen aktiv, die die Bewohner bei ihrem Kampf gegen hohe Mieten und Verdrängung unterstützen. Seit einem Jahr hat auch bei ihnen der Kampf gegen Rheinmetall einen großen Stellenwert bekommen. „Bei Haustürgesprächen hörten wir allgemein Erschrecken und Ablehnung, dass mitten im Wohngebiet eine Rüstungsschmiede entstehen soll“, sagte ein Aktivist von „Hände weg vom Wedding“, der seinen Namen nicht nennen möchte.

Das Erste, was ins Auge fällt, sind die mit dickem Draht umwickelten Zäune rund um das Rheinmetall-Werk in Berlin-Wedding. Hinter dem Zaun: eine leere Fabrik. Davor: mehr als 3000 Menschen, die an diesem Samstag Mitte Juli gegen den …

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. Diese Repression soll in Zeiten der neuen deutschen Kriegsfähigkeit Kolleg:innen einschüchtern und abschrecken. Wie sich das auswirkt, konnten Aktivist:innen des Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion in der Praxis erleben.

Arbeiter:innen gegen Rüstungsproduktion

Es zeigt sich auch an vielen Äußerungen, dass die Führungsebene der Gewerkschaft die Ziele des Staates auch in der Außenpolitik vollständig verinnerlicht hat. So stellt sich die Frage nach Gewerkschaften, die in anarchosyndikalistischer Tradition die Parole »Arbeiter:innen schießen nicht auf Arbeiter:innen«, »Arbeiter*innen produzieren nicht für Rüstung und Krieg« wieder an die Arbeitsplätze tragen

»Mein Name ist Christopher, ich komme gerade aus der Nachtschicht«. Mit dieser Ansprache wandte sich Christopher T. am 23. August 2025 an die Antimilitarist:innen, die sich mit einer Demonstration gegen die Militarisierung am Flughafen Leipzig wandten. Daran hatten sich insgesamt circa 700 Menschen beteiligt, die sich an dem warmen Sommertag auf einen 15 Kilometer langen Weg vom …

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Christopher T. wurde wegen eines Demo-Auftritts vom DHL-Konzern entlassen. Jetzt hat das Leipziger Arbeitsgericht den Rauswurf für nichtig erklärt

Kritik an Rüstungstransporten kein Kündigungsgrund

Nach seinem Erfolg vor dem Arbeitsgericht will Christopher T. so schnell wie möglich wieder seine Arbeit im DHL-Luftfrachtzentrum auf dem Flughafen Leipzig/Halle aufnehmen. Doch wann er dort wieder Pakete bearbeiten wird, ist noch unsicher. Denn gegen die Gerichtsentscheidung vom Mittwoch ist Revision zugelassen. Auf Nachfrage erklärte die DHL-Pressestelle: »Wir nehmen diese Entscheidung des Leipziger Arbeitsgerichts zur Kenntnis und bereiten die notwendigen Rechtsmittel vor, um die aus unserer Sicht klar fehlerhafte Entscheidung überprüfen zu lassen.«

Gleich eine dreifache Niederlage gab es für den Logistikkonzern DHL vor dem Leipziger Arbeitsgericht. Die zuständige Richterin erklärte nicht nur die fristlose wie auch die nachgeschobene fristgerechte Kündigung von Christopher T. durch DHL für nichtig. Sie lehnte auch die gerichtliche Aufhebung seines Arbeitsvertrags ab, die das Unternehmen beantragt hatte. »Ein Sieg auf ganzer Linie«, freute sich Jörg Weidemann vom Solidaritätskreis für T., der sich kurz nach dem Rauswurf im September 2025 gegründet hat. T., der bei DHL am Airport Leipzig/Halle auch als Verdi-Vertrauensmann tätig war, hatte seine Kündigung erhalten, nachdem er auf einer Demonstration gegen …

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