In der Lüneburger Heide gerät ein nationalsozialistisches Zwangsarbeitslager immer mehr in Vergessenheit. Eine Initiative will dem entgegenwirken.

Erinnern an das Grauen

Es konnte nie geklärt werden, wer für die Ver­schleppung der Insas­sinnen des Lagers Tannen­berg ins KZ Bergen-Belsen in den letzten Tagen des NS-Regimes ver­ant­wortlich war.

Hinter den von Gebüsch über­wach­senen Resten einer Mauer beginnt das mit Sta­chel­draht abge­sperrte »Erpro­bungs­zentrum Unterlüß« (EZU) in der Lüne­burger Heide. »Betreten streng ver­boten. Lebens­gefahr« steht auf Schildern. Dort werden die neu­esten Waffen des Rüs­tungs­kon­zerns Rhein­metall getestet. Zu der Mauer gelangt man über das Gelände des ehe­ma­ligen Gäste­hauses von Rhein­metall, in dem der Konzern jah­relang Poli­tiker und Wirt­schafts­ver­treter bewirtete. Hinter der Mauer befand sich zur Nazizeit das Lager Tan­nenberg, ein Außen­lager des.…

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Im Unterlüß traf sich eine Bewegung gegen Militarismus und Krieg, die für Ostermärsche kaum erreichbar ist

Krieg beginnt auch in der Lüneburger Heide

Die Anti­mi­li­ta­risten mar­kierten die Straße der Erin­nerung, die 4 Kilo­meter zwi­schen Lager und Rhein­metall-Werk, mit Bannern und Fotos der wenigen namentlich bekannten Zwangs­ar­bei­te­rinnen. Teil­weise wurden die Fotos schon zer­stört. Auch ein Gedenk­stein wurde am ehe­ma­ligen Lager Tan­nenberg errichtet. Man muss, um es zu erreichen, über das ein Grund­stück gehen, auf dem das Gäs­tehaus steht, in dem Rhein­metall noch in den 1970er Jahren Poli­tiker und Kon­zern­chefs ein­quar­tiert hatte.

Die Frie­dens­be­wegung in Deutschland hat auch schon mal bessere Zeiten erlebt. Die Zahl derer, die sich an Oster­mär­schen und anderen Kund­ge­bungen und Demons­tra­tionen betei­ligen, ist über­schaubar geworden, seitdem Deutschland in ver­schieden Teilen der Welt an Kriegen beteiligt ist Doch es gibt in Deutschland auch eine Strömung der Bewegung gegen den Krieg, die sich bewusst .…

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