Eine linke Gewerkschaftsgeschichte

Luft zum Atmen bei Opel Bochum

Ein Film über eine Gruppe linker Gewerk­schafter bei Opel Bochum ist nicht nur his­to­risch inter­essan

Da sitzt Wolfgang Schaumberg im Jahr 2018 in einem Klas­senraum vor einer Tafel und erzählt, wie er und viele Genoss*innen mit ihrer Betriebs­arbeit vor mehr als 45 Jahren die Welt­re­vo­lution vor­an­treiben wollten. Er berichtet, wie die jungen Linken Kon­takte mit Genoss*innen aus Deutschland und Spanien knüpften, die bei Opel arbei­teten. Im Anschluss ist Willi Hajek zu sehen, der.…

„Luft zum Atmen bei Opel Bochum“ wei­ter­lesen

Grosse Arbeitskämpfe im Kino

Neue Kino­filme beschäf­tigen sich mit linker Gewerk­schafts­arbeit in unserer Zeit. Der Doku­men­tarfilm «Luft zum Atmen – 40 Jahre Oppo­sition bei Opel in Bochum» und der Spielfilm «En guerre» werfen wichtige Fragen auf und können inter­es­sante Dis­kus­sionen über Inhalte weiter füh­render Gewerk­schafts­po­litik und ‑par­ti­zi­pation aus­lösen.

Da sitzt Wolfgang Schaumberg im Jahr 2018 in einem Klas­senraum vor einer Tafel und erzählt, wie er und viele Genoss*innen mit ihrer Betriebs­arbeit vor mehr als 45 Jahren die Welt­re­vo­lution vor­an­treiben wollten Er berichtet, wie die jungen Linken Kon­takte mit Genoss*innen aus Deutschland und Spanien knüpften, die bei Opel arbei­teten. Im Anschluss ist Willi Hajek zu sehen, der .…

„Grosse Arbeits­kämpfe im Kino“ wei­ter­lesen
Ein Film über linke Gewerkschaftsarbeit

Luft zum Atmen

Der Film doku­men­tiert die Geschichte einer linken Gewerk­schafts­praxis bei Opel Bochum und regt zu Dis­kus­sionen auch über gewerk­schaft­liche Arbeit heute an.

Da sitzt Wolfgang Schaumberg im Jahr 2018 in einem Klas­senraum vor einer Tafel und erzählt, wie er und viele Genoss*innen mit ihrer Betriebs­arbeit vor mehr als 45 Jahren die Welt­re­vo­lution vor­an­treiben wollten. Er berichtet, wie die jungen Linken Kon­takte mit Genoss*innen aus Deutschland und Spanien knüpften, die bei Opel arbei­teten. Im Anschluss ist Willi Hajek zu sehen, der .…

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Betriebsarbeit für die Revolution

Ein Film über eine Gruppe linker Gewerk­schafter bei Opel Bochum ist nicht nur his­to­risch inter­essant

»Ange­fangen hatte es damit, dass sich vor etwa drei Jahren der Reli­gi­ons­lehrer Wolfang Schaumberg und der Volks­schul­lehrer Klaus Schmidt bei den Opel-Werken als Hilfs­ar­beiter ver­dingten.« Am Anfang des Doku­men­tar­films über die Gruppe oppo­si­tio­neller Gewerk­schafter (GoG) in Bochum wird dieses Zitat aus der wirt­schafts­nahen Wochen­zeitung »Die Zeit« vom 24.8.1973 ein­ge­blendet. Gleich danach sitzt Wolfgang Schaumberg im Jahr 2018 in einem Klas­senraum vor einer Tafel und erzählt, wie er und viele Genoss*innen mit ihrer Betriebs­arbeit vor mehr als 45 Jahren die Welt­re­vo­lution vor­an­treiben wollten, berichtet, wie die jungen Linken Kon­takte mit kom­mu­nis­ti­schen Genoss*innen aus Deutschland und Spanien knüpften, die bei Opel arbei­teten. Im Anschluss ist Willi Hajek zu sehen, der als Jugend­licher vom Pariser Mai beein­druckt war und den Geist der Revolte als GoG-Mit­glied in die Bochumer Fabrik tragen wollte. Robert Schlosser erinnert sich schließlich, wie er als Jun­g­ar­beiter zu der Gruppe stieß, weil die – anders als die IG-Metall-Gewerk­schafter – nicht auf Sozi­al­part­ner­schaft setzten, sondern bereit waren, sich mit Bossen und Meistern anzu­legen.

Das kam damals nicht nur bei den jungen Kolleg*innen an. 1975 bekam die GoG bei den Betriebs­rats­wahlen über 5000 Stimmen und erhielt damit knapp ein Drittel der Sitze. Das war auch eine Quittung für den alten Betriebsrat, der mit dem Management gekungelt hatte. Die IG Metall war auf die linke Kon­kurrenz nicht gut zu sprechen. Mehrere GoG-Mit­glieder wurden aus­ge­schlossen, einige erst nach vielen Jahren wieder in die Gewerk­schaft auf­ge­nommen.

Die Gruppe, die sich seit 1972 jede Woche getroffen hatte, hielt auch nach der Schließung von Opel im Jahr 2014 Kontakt und begann, über einen Film nach­zu­denken, der von den vielen Kämpfen der Beleg­schaft erzählt. Die linke Video­plattform labournet​.tv, die Filme über die glo­balen Arbeits­kämpfe ver­öf­fent­licht, wurde schließlich mit der Umsetzung beauf­tragt.

Der ent­standene Film zeigt die all­täg­liche Klein­arbeit linker Gewerkschafter*innen, die für ein lang­fris­tiges Enga­gement ent­scheidend war. Dazu gehört der Kampf um den Bil­dungs­urlaub, der es den Beschäf­tigten ermög­lichte, den Betrieb eine Woche zu ver­lassen und sich mit anderen Themen zu beschäf­tigen. Manche lernten dort Texte von Marx kennen. Noch heute schwärmen Grün­dungs­mit­glieder der GoG von der Euphorie der ersten Jahre, als sie durch die ganze Republik fuhren und über ihre Erfolge bei Opel Bochum berich­teten.

Doch nach 1975 ging in der BRD-Linken das Interesse an Betriebs­arbeit zurück. Im linken Milieu kün­digte sich der Abschied vom Pro­le­tariat an. Auch einige der GoG-Mit­be­gründer ver­ließen die Fabrik und setzten ihr Studium fort.

Doch die Gruppe hatte sich mitt­ler­weile sta­bi­li­siert und sorgte dafür, dass Opel ein rebel­li­scher Betrieb blieb. 2004 machte das Werk mit einem sie­ben­tä­gigen wilden Streik gegen Ent­las­sungs­pläne noch einmal bun­desweit Schlag­zeilen. Beschäf­tigte, die den Betrieb und die Autobahn lahm­legen – solche Bilder kannte man von Arbeits­kämpfen in Frank­reich, aber nicht in der BRD. Hier ging die Saat auf, die die GoG gesät hatte.

Und doch ent­schied sich in einer Urab­stimmung schließlich eine große Mehrheit der Beleg­schaft dafür, den Streik zu beenden, gerade in dem Augen­blick, als er Wirkung zeigte. Noch heute sind damalige Aktivist*innen ent­täuscht. Der Rückgang des Betriebs­ak­ti­vismus machte sich auch in Stimm­ver­lusten für die GoG bei den Betriebs­rats­wahlen bemerkbar. Daher war es für Gewerk­schafter wie Wolfgang Schaumberg nicht ver­wun­derlich, dass bei der Abwicklung von Opel Bochum ein mit 2004 ver­gleich­barer Wider­stand aus­blieb. Im Dezember 2014 ging es nur noch um Abfin­dungen und Auf­fang­ge­sell­schaften – mehr nicht.

Spä­testens seit aus Opel GM geworden war und die ein­zelnen Standorte gegen­ein­ander aus­ge­spielt wurden, war den GoG-Aktivist*innen klar, dass linker Gewerk­schafts­arbeit, wie sie sie vor­an­ge­trieben hatten, eine Nie­derlage drohte. Im Film wird gezeigt, wie die linken Opelaner*innen dieser kapi­ta­lis­ti­schen Kon­kur­renz­logik Arbeiter*innensolidarität ent­ge­gen­setzen wollten. Sie fuhren in den 1990er Jahren an Opel­standorte in anderen Ländern wie Polen oder Spanien, um eine gemeinsame Front gegen die Kapi­tal­stra­tegie zu bilden. Damit sind sie jedoch gescheitert, wie die Betei­ligten heute resü­mieren. Die Kapi­tal­logik der Kon­kurrenz hat sich durch­ge­setzt. Die Bedin­gungen für linke Gewerk­schafts­arbeit, die sich ent­schieden gegen Stand­ort­logik stellt, wurden schlechter.

Dennoch ist der Film kein Abgesang auf geschei­terte Hoff­nungen. Mehrere Kolleg*innen betonen, dass ihre Erfah­rungen auch heute noch aktuell sind, bei Amazon oder im Kampf gegen Leih­arbeit in der Metall­branche: »Ein kon­se­quenter betrieb­licher Ver­tei­di­gungs­kampf erfordert noch immer eine gut begründete Kapi­ta­lis­mus­kritik, die Ent­larvung fal­scher Argu­mente und illu­so­ri­scher Hoff­nungen«, betont Schaumberg.

Zur Fer­tig­stellung benötigt der Film noch Geld, unter anderem für die Lizenz­ge­bühren. Bis zum 25. August sollen per Crowd­funding 4000 Euro gesammelt werden.

www.startnext​.com/gog

https://​www​.neues​-deutschland​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​1​0​9​7​5​4​8​.​a​r​b​e​i​t​s​k​a​m​p​f​-​b​e​t​r​i​e​b​s​a​r​b​e​i​t​-​f​u​e​r​-​d​i​e​-​r​e​v​o​l​u​t​i​o​n​.html

Peter Nowak

Falsche Ängste? Matthias Martin Becker kritisiert den Digitalisierungsdiskurs

Die Angst geht um bei vielen Lohn­ab­hän­gigen: Werden bald nicht mehr Vor­ar­bei­te­rInnen, sondern Algo­rithmen das Arbeits­tempo bestimmen? Nehmen uns die Maschinen gar die Arbeit weg? Nicht mehr nur die Vor­stellung von Fabriken ohne Arbei­te­rInnen findet sich in der Dis­kussion. Jetzt sollen

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Opel-Belegschaft will nicht für die Autokrise zahlen

Was das Nein der Bochumer Opel-Beschäf­tigten mit dem Nein des zyprio­ti­schen Par­la­ments zu den EU-Troika-Plänen zu tun hat

Die Beleg­schaft von Opel Bochum hat vor einigen Tagen mit einer Mehrheit von über 76 Prozent ein Abkommen abge­lehnt, das die IG-Metall mit dem Opel-Management aus­ge­handelt hatte. Es hat den hoch­tra­benden Titel »Deutsch­landplan« getragen. Die Beschäf­tigten sollten dort wei­teren Ver­zichts­leis­tungen zustimmen, dar­unter einem Lohn­stopp und der Strei­chung von über­ta­rif­lichen Ent­gelt­be­stand­teilen. Im Gegenzug wollte das Management die Opel-Pro­duktion bis 2016 in Bochum belassen und eine Trans­fer­ge­sell­schaft ein­richten.

In der Regel werden solche Ver­zichts­leis­tungen für den Standort von den Lohn­ab­hän­gigen mehr oder weniger zäh­ne­knir­schend akzep­tiert, gerade dann, wenn eine DGB-Gewerk­schaft als Ver­trags­partner mit im Boot ist. Doch bei Opel Bochum lief es anders. Die Mehrheit der Beleg­schaft hatte genug vom ewigen Ver­zicht und zeigte nicht nur dem Management, sondern auch der IG-Metall die kalte Schulter. Daher ist die Ein­schätzung eines taz-Kom­men­tators, wonach mit dem Votum aus Bochum auch die IG-Metall eine Ohr­feige bekommen habe, völlig korrekt. Schließlich hatte auch die IG-Metall den Standort Bochum längst auf­ge­geben und sich auf den Erhalt von Rüs­selsheim kon­zen­triert.

Sechs Tage der Selbst­er­mäch­tigung

Das Nein aus Bochum kommt nicht über­ra­schend. Mehr als zwei Jahr­zehnte hatte die links­ge­werk­schaft­liche Gruppe Gegenwehr ohne Grenzen in dem Werk eine Basis. Sie lehnte jeden Stand­ort­na­tio­na­lismus ab und setzte sich schon früh für einen län­der­über­grei­fenden Kampf aller Beschäf­tigten gegen die Kon­zern­pläne ein. Im Oktober 2004 erregte ein Großteil der Opel-Beleg­schaft mit einem sechs­tä­gigen wilden Streik bun­desweit große Auf­merk­samkeit (Details können in dem im Verlag Die Buch­ma­cherei her­aus­ge­ge­benen Buch Sechs Tage der Selbst­er­mäch­tigung nach­ge­lesen werden).

Nach dem Schlie­ßungs­be­schluss vom 11. Dezember letzten Jahres war die Stimmung bei Opel zunächst gedämpft. Ca. 100 Beschäf­tigte betei­ligten sich an einer Demons­tration am gleichen Tag. Am 14. Dezember rief die IG Metall zu einer Kund­gebung vor dem Tor 4 auf. »Die meisten Reden ver­brei­teten Zweck­op­ti­mismus«, erklärte der lang­jährige Betriebsrat und GoG-Aktivist Wolfgang Schaumberg. Er regis­triert die Ver­än­de­rungen im Opel-Werk sehr genau und kennt auch die Ursachen.

»Heute liegt der Alters­durch­schnitt im Werk bei über 47 Jahren. Gerade die Älteren hoffen auf eine Abfindung und rechnen sich schon aus, wie sie mit Abfin­dungen und Arbeits­lo­sengeld bis zum Ren­ten­alter kommen«, beschrieb er Situation. Weil die Kom­po­nen­ten­fer­tigung für andere Werke aus Bochum abge­zogen wurde, könnte ein Aus­stand heute nicht mehr, wie 2004, die Opel-Pro­duktion in ganz Europa lahm­legen. Dieser durch die tech­no­lo­gische Ent­wicklung begüns­tigte Verlust der Pro­du­zen­ten­macht hat auch dazu geführt, dass viele Streik­ak­ti­visten von 2004 Abfin­dungen ange­nommen und sich aus dem Betrieb ver­ab­schiedet haben.

Der »Arbei­ter­mi­li­tante«, der, wie der vor einigen Jahren ver­rentete Wolfgang Schaumberg, über Jahr­zehnte im Betrieb arbeitete und seine Erfah­rungen an die jeweils nächste Generation wei­tergab, war auch bei Opel schon vor den Schlie­ßungs­plänen ein ana­chro­nis­ti­scher Typus geworden. Schließlich haben die Bochumer Ope­laner den Macht­verlust selber erfahren. In den ver­gan­genen zwei Jahr­zehnten ist die Zahl der Beleg­schafts­mit­glieder kon­ti­nu­ierlich zurück­ge­gangen. Die Beschäf­tigten haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass ihr Ver­zicht nicht etwa belohnt, sondern mit wei­teren Kür­zungs- und Schlie­ßungs­plänen beant­wortet wurde. Das Nein zu einem erneuen Ver­zicht war dann nur eine logische Kon­se­quenz.

Die Wei­gerung

»Die Alter­native wäre gewesen, dass wir noch ein paar Tage länger hätten pro­du­zieren können – mit einer schrump­fenden Beleg­schaft«, beschrieb der durchaus nicht als besonders radikal bekannte Bochumer Opel-Betriebs­rats­vor­sit­zende Reiner Einenkel den von der IG-Metall bewor­benen Vertrag.

Dass sich die Beleg­schaft nicht wider­spruchslos fügen würde, war bereits im letzten Jahr zu erkennen. So empfahl ein oppo­si­tio­neller Betriebsrat den Beschäf­tigten auf einer Kund­gebung am 14. Dezember, sich an den bel­gi­schen Ford-Kol­legen aus Genk ein Bei­spiel zu nehmen. Die sind Anfang November nach der Ankün­digung der Schließung ihres Werkes spontan zum Ford-Werk nach Köln gefahren und haben dort pro­tes­tiert. Die Aktion ist in den Medien in Deutschland als Randale hin­ge­stellt worden und die bel­gi­schen Arbeiter wurden von der Polizei erken­nungs­dienstlich behandelt. Die man­gelnde Soli­da­rität der IG-Metall sorgte an der Gewerk­schafts­basis durchaus für Unmut. Manche der Beschäf­tigten werden sich an diese Aktionen erinnert haben, als sie sich jetzt bei der Abstimmung wei­gerten, dem eigenen Ver­zicht aktiv zuzu­stimmen.

Eine Form der Kri­sen­pro­teste

Das Management hat die Ablehnung mit der Bemerkung kom­men­tiert, man bedauere, dass die Beleg­schaft ein attrak­tives Angebot aus­ge­schlagen hat und werde nun das Opel-Werk bereits 2014 schließen. Bei großen Teilen der Beleg­schaft wird diese Ankün­digung als Bluff auf­ge­fasst. Das Management könne sich eine Schließung im nächsten Jahr gar nicht leisten und werde weiter ver­handeln, lautet eine weit­ver­breitete Ein­schätzung. Doch was ist, wenn sie nicht zutrifft und das Werk tat­sächlich geschlossen werden soll? Gibt es dann eine Werks­be­setzung?

Solche Fragen sollten sich die Beschäf­tigten in Bochum zumindest stellen. Denn sie haben mit ihrer Wei­gerung, weiter für den Standort Ver­zicht zu üben, in Deutschland etwas Sel­tenes getan. Sie haben Nein gesagt und dem Druck wie­der­standen, der auf sie aus­geübt wurde.

In dieser Hin­sicht kann man das Nein zum Ver­zichtsplan in Bochum mit dem Nein des zyprio­ti­schen Par­la­ments zu dem von der Troika fest­ge­legten Kri­senplan ver­gleichen. In beiden Fällen waren sich fast sämt­liche Medien und Poli­tiker einig, eine Annahme der Pläne ist sowohl in Zypern als auch in Bochum alter­na­tivlos, eine Ablehnung dagegen würde schlimme Folgen haben. Im Fall Zypern will die EU-Troika nun mit allen Mitteln durch­setzen, dass die reni­tenten Par­la­men­tarier doch noch einen Rück­zieher machen und den EU-Plan akzep­tieren. Solche Pres­sionen könnten auch der Beleg­schaft in Bochum noch bevor­stehen.
http://​www​.heise​.de/​t​p​/​b​l​o​g​s​/​8​/​1​53986
Peter Nowak

Aus für Opel – und nichts passiert

Opel Bochum zeigt, wie schwer sic hdie Beleg­schaften mit der Auto­mo­bil­krise tun

»Hier hat sich die Beleg­schaft selbst orga­ni­siert. Von Don­nerstag an stand fest, die Beleg­schaft handelt und ent­scheidet gemeinsam jeden Schritt und jede Aktion. Ohne groß­artige Abstim­mungen wurden die Tore besetzt, um zu ver­hindern, dass LKWs mit Ladung das Werk ver­ließen – leer konnten sie fahren.« Dieser Lage­be­richt des oppo­si­tio­nellen Bochumer Opel-Betriebs­rates Manfred Strobel ist vor acht Jahren in der Zeit­schrift Express erschienen, die gewerk­schaft­lichen Kämpfen in und außerhalb des DGB ein Forum gibt.
Damals hatte ein durch ange­kün­digte Mas­sen­ent­las­sungen aus­ge­löster sechs­tä­giger Streik der Opel-Beleg­schaft in Teilen der Linken für Begeis­terung gesorgt. Denn die Aktion hatte erkennbar nicht die Hand­schrift der IG-Metall-Führung getragen. Der Ber­liner Verlag „Die Buch­ma­cherei“ hat unter dem Titel „6 Tage der Selbst­er­mäch­tigung“ ein Buch her­aus­ge­geben, in dem die dama­ligen Kämpfe anschaulich doku­men­tiert sind. Acht Jahre später wurde der Schlie­ßungs­be­schluss des Opel­werkes ver­kündet und es gab keine Tor­be­set­zungen und Streiks. Kurz nach Bekannt­werden des Beschlusses demons­trierten am 10. Dezember knapp 100 Beschäf­tigten durch das Werk. Am 14. Dezember hatte die IG-Metall zu einer Kund­gebung vor dem Tor 4 auf­ge­rufen. Der Tenor der meisten Reden war Zweck­op­ti­mismus. Es sei schon ein Erfolg, dass die Gespräche wei­ter­gehen. So soll über die Aus­zahlung der 4,3% Tarif­lohn­er­höhung, die Opel wegen als Vor­leistung der Beleg­schaft gestundet worden sind, wei­ter­ver­handelt und das Ergebnis dann den Kol­legen zur Abstimmung vor­gelegt werden. Zudem wurde von den Betriebs­räten die Auf­sichts­rats­ver­sammlung vom 12. Dezember als erfolg­reich bezeichnet, weil dort kein Schlie­ßungsplan vor­gelegt worden war.
„Das halte ich für eine Nebel­kerze. Schließlich wissen alle, dass es den Schlie­ßungs­be­schluss gibt“, kom­men­tierte Wolfgang Schaumberg diesem Versuch, die Beleg­schaft ruhig zu stellen. Schaumberg war jahr­zehn­telang in der oppo­si­tio­nellen Gewerk­schafts­gruppe Gegenwehr ohne Grenzen (GoG) aktiv. Sie und ihre Vor­läufer haben in den ver­gan­genen drei Jahr­zehnten bei Opel eine wichtige Rolle gespielt und sicher auch mit zum 6tägigen Streik vor 8 Jahren bei­getragen. Dass die Gruppe, die die Stand­ort­logik und das gewerk­schaft­liche Coma­nagement immer bekämpft hat, bei der letzten Betriebs­ratswahl erstmals kein Mandat mehr bekommen hat, zeigt das ver­än­derte Klima.

Viele wollen lieber die Abfindung kas­sieren

Heute liegt der Alters­durch­schnitt im Werk bei über 47 Jahren. „Gerade die Älteren hoffen auf eine Abfindung und rechnen sich schon aus, wie sie mit Abfin­dungen und Arbeits­lo­sengeld bis zum Ren­ten­alter kommen“, beschreibt Schaumberg die Situation Weil die Kom­po­nen­ten­fer­tigung für andere Werke aus Bochum abge­zogen wurde, könnte ein Aus­stand heute nicht mehr wie 2004 die Opel-Pro­duktion in ganz Europa lahm­legen. Dieser durch die tech­no­lo­gische Ent­wicklung begüns­tigte Verlust der Pro­du­zen­ten­macht hat auch dazu geführt, dass sich viele Streik­ak­ti­vis­tInnen von 2004 mit Abfin­dungen aus dem Betrieb ver­ab­schiedet haben. Dazu gehört auch der Express-Autor Manfred Strobel. Die Figur des “Arbei­ter­mi­li­tanten“, der, wie der vor einigen Jahren ver­rentete Wolfgang Schaumberg, über Jahr­zehnte im Betrieb arbei­teten und Kampf­erfah­rungen an neue Genera­tionen wei­ter­gaben, war auch bei Opel schon vor den Schlie­ßungs­plänen ein Aus­lauf­modell. Schließlich haben die Bochumer Ope­la­ne­rInnen den Macht­verlust selber erfahren können. In den letzten zwei Jahr­zehnten ist die Anzahl der Beleg­schafts­mit­glieder kon­ti­nu­ierlich zurück gegangen.
Dieser Rückgang der Arbei­ter­In­nen­macht, bedingt durch den tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt und die Politik der Wirt­schafts­ver­bände, machen Beleg­schaften in vielen euro­päi­schen Ländern zu schaffen. Diese Erfah­rungen haben dazu geführt, dass Ent­schei­dungs­streiks in ein­zelnen Fabriken in den letzen Jahren zurück­ge­gangen sind und dafür die aus der Defensive geführten poli­ti­schen Streiks zuge­nommen haben, lautet die These des von Alex­ander Gallas, Jörg Nowak und Florian Wilde kürzlich im VSA-Verlag erschie­nenen Buch „Poli­tische Streiks im Europa der Krise“.
Der IG-Metall-Vor­stand zumindest macht sich über neue Kampf­formen kaum Gedanken. Auf ihrer Homepage wird der Opel-Kon­flikt zu einem Kampf zwi­schen den Stand­orten USA und Deutschland sti­li­siert. Dort ist von „einer Kampf­ansage von General Motors an Opel Bochum“ die Rede. Das Management habe die Marke Opel beschädigt, lautet die Klage der gewerk­schaft­lichen Koma­nager, die ein pro­fi­tables Opel-Werk fordern. „Damit sind weitere Ver­zichts­er­klä­rungen der Beschäf­tigten schon vor­pro­gram­miert“, kom­men­tiert Schaumberg rea­lis­tisch.
Aller­dings gibt auch bei Opel noch ver­schiedene Formen von Wider­spruch gegen diese IG-Metall Linie. So empfahl ein oppo­si­tio­neller Betriebsrat auf der Kund­gebung am 14. Dezember, sich an den bel­gi­schen Ford-Kol­legen aus Genk ein Bei­spiel zu nehmen, die Anfang November nach der Ankün­digung der Werk­schließung vor dem Ford-Werk in Köln pro­tes­tierten. Die Aktion sei in den Medien in Deutschland als Randale hin­ge­stellt worden, es habe sich aber um eine Pro­test­aktion mit Vor­bild­cha­rakter, erklärte er unter Applaus.

Oppo­si­to­nelle Gewerk­schafter gespalten

Eben­falls aus den Reihen oppo­si­tio­neller Opel-Gewerk­schafter wird mit dem Vor­schlag, Gewerk­schaften und Umwelt­or­ga­ni­sa­tionen sollen sich gemeinsam für die Pro­duktion umwelt­freund­licher Autos ein­setzen, an die Kon­ver­si­ons­pläne der 70er Jahre ange­knüpft.
„Solche For­de­rungen können nicht in einem Werk umge­setzt werden, sondern setzen eine ganz andere Aus­ein­an­der­setzung mit dem Kapital voraus“, betont Schaumberg. Bei der GoG wird daher die For­derung dis­ku­tiert, dem Management mit der Position gegenüber zu treten, die Arbeit könnt ihr behalten, aber ihr müsst uns weiter bezahlen. Schließlich hätten die Lohn­ab­hän­gigen die Situation nicht ver­ur­sacht, die zum Schlie­ßungs­be­schluss führte. Damit knüpfen sie an die Parole „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ an. Im Fall Opel ist die Parole sehr treffend. Denn es ist auch die durch die deutsche Kri­sen­po­litik der euro­päi­schen Peri­pherie auf­ok­troy­iertes Ver­ar­mungs­pro­gramm, das den deut­schen Export ein­brechen ließ und Opel unren­tabel macht. Wer jeden Cent zweimal umdrehten muss, kauft schließlich keine Autos.
Ein erstes Fazit, das sich aus den Reak­tionen auf die Opel-Krise ziehen lässt, ist so also durchaus zwie­spältig. Viele außer­par­la­men­ta­rische Linke hätten natürlich jeden direkten Wider­stand im Werk als Zeichen für die wei­terhin lebendige Arbei­te­rIn­nen­be­wegung inter­pre­tiert. Dass aber die Kol­le­gInnen eben nicht einfach die Brocken hin­werfen und statt­dessen ihre Abfin­dungen aus­rechnen, ist auch der Erkenntnis geschuldet, dass im heu­tigen Kapi­ta­lismus eine iso­lierte Lösung in einer ein­zelnen Fabrik nicht möglich ist.
Die von der Umwelt­ge­werk­schaft ange­fachte Debatte über die Pro­duktion von umwelt­freund­lichen Fahr­zeugen ist nur möglich, wenn die Eigen­tums­frage und Pro­du­zen­tIn­nen­macht und Kon­zepte einer gesamt­ge­sell­schaft­lichen, demo­kra­ti­schen Planung der Pro­duktion wieder gestellt wird. In Zeiten, in denen die Markt- und Kapi­tal­logik scheinbar alter­na­tivlos erscheint , könnten damit linke Ziel­vor­stel­lungen wieder in der Öffent­lichkeit plat­ziert werden. Für das erste März-Wochenende plant die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Stuttgart eine Kon­ferenz zum Thema „Erneuerung durch Streik“. In dem detail­lierten Pro­gramm, das auf der Homepage http://​www​.rosalux​.de/​e​v​e​n​t​/​4​6​5​3​8​/​e​r​n​e​u​e​r​u​n​g​-​d​u​r​c​h​-​s​t​r​e​i​k​.html ver­öf­fent­licht, ist bisher aller­dings Opel-Bochum nicht erwähnt.

aus analyse und kritik 579
http://​www​.akweb​.de/
Peter Nowak

Die Arbeit könnt ihr behalten

Die Reak­tionen auf die Schlie­ßungs­pläne bei Opel zeigen, dass es heute kaum noch möglich ist, in einer ein­zelnen Fabrik Kämpfe zu führen.

»Hier hat sich die Beleg­schaft selbst orga­ni­siert. Von Don­nerstag an stand fest, die Beleg­schaft handelt und ent­scheidet gemeinsam jeden Schritt und jede Aktion. Ohne groß­artige Abstim­mungen wurden die Tore besetzt, um zu ver­hindern, dass LKW mit Ladung das Werk ver­ließen – leer konnten sie fahren.« Dieser Lage­be­richt des oppo­si­tio­nellen Bochumer Opel-Betriebs­rates Manfred Strobel ist vor acht Jahren in der Zeit­schrift Express erschienen, die gewerk­schaft­lichen Kämpfen außerhalb des DGB ein Forum gibt. Damals hatte ein durch ange­kün­digte Mas­sen­ent­las­sungen aus­ge­löster sechs­tä­giger Streik der Opel-Beleg­schaft für Begeis­terung unter Linken gesorgt, weil die Aktion nicht die Hand­schrift der IG-Metall-Führung getragen hatte.

Acht Jahre später nun, am 10.Dezember, wurde der Beschluss ver­kündet, das Opelwerk zu schließen. Das zog jedoch keine Tor­be­set­zungen und Streiks nach sich. Kurz nach Bekannt­werden des Beschlusses, am 11. Dezember, betei­ligten sich gerade mal 100 Beschäf­tigte an einer Demonstra­tion durch das Werk. Am 14. Dezember rief die IG Metall zu einer Kund­gebung vor dem Tor 4 auf. Die meisten Reden ver­brei­teten Zweck­op­ti­mismus. Es sei schon ein »Erfolg«, dass die Gespräche wei­ter­gehen, hieß es. So soll über die Aus­zahlung der 4,3 Prozent Tarif­lohn­er­höhung, die Opel wegen der Vor­leistung der Beleg­schaft gestundet worden sind, am 8. Januar wei­ter­ver­handelt und das Ergebnis dann den Kol­legen zur Abstimmung vor­gelegt werden. Zudem bezeich­neten die Betriebsräte die Auf­sichts­rats­ver­sammlung vom 12. Dezember als erfolg­reich, weil dort der Schlie­ßungsplan noch nicht offi­ziell bestätigt wurde. »Das halte ich für eine Nebel­kerze. Schließlich wissen alle, dass es den Schlie­ßungs­be­schluss gibt«, kom­men­tierte Wolfgang Schaumberg diesen Versuch, die Beleg­schaft ruhig­zu­stellen. Schaumberg war jahr­zehn­telang in der oppo­si­tio­nellen Gewerk­schafts­gruppe Gegenwehr ohne Grenzen (GoG) enga­giert. Sie und ihre Vor­läufer haben in den ver­gan­genen drei Jahr­zehnten bei Opel eine wichtige Rolle gespielt und sicher auch zum sechs­tä­gigen Streik vor acht Jahren bei­getragen. Dass die Gruppe, die die Stand­ort­logik und das gewerk­schaft­liche Co-Management immer bekämpft hat, bei der jüngsten Betriebs­ratswahl erstmals kein Mandat mehr bekommen hat, zeigt, wie die Ver­hält­nisse sich geändert haben.

Heute liegt der Alters­durch­schnitt im Werk bei über 47 Jahren. »Gerade die Älteren hoffen auf eine Abfindung und rechnen sich schon aus, wie sie mit Abfin­dungen und Arbeits­lo­sengeld bis zum Ren­ten­alter kommen«, beschreibt Schaumberg die Situation. Weil die Kom­po­nen­ten­fer­tigung für andere Werke aus Bochum abge­zogen wurde, könnte ein Aus­stand heute nicht mehr, wie 2004, die Opel-Pro­duktion in ganz Europa lahm­legen. Dieser durch die tech­no­lo­gische Ent­wicklung begüns­tigte Verlust der Pro­du­zen­ten­macht hat auch dazu geführt, dass viele Streik­ak­ti­visten von 2004 Abfin­dungen ange­nommen und sich aus dem Betrieb ver­ab­schiedet haben. Dazu gehört auch der Express-Autor Manfred Strobel. Der »Arbei­ter­mi­li­tante«, der, wie der vor einigen Jahren ver­rentete Wolfgang Schaumberg, über Jahr­zehnte im Betrieb arbeitete und seine Erfah­rungen an die jeweils nächste Generation wei­tergab, war auch bei Opel schon vor den Schlie­ßungs­plänen ein ana­chro­nis­ti­scher Typus geworden. Schließlich haben die Bochumer Ope­laner den Macht­verlust selber erfahren. In den ver­gan­genen zwei Jahr­zehnten ist die Zahl der Beleg­schafts­mit­glieder kon­ti­nu­ierlich zurück­ge­gangen.

Dass die Macht der Arbeiter schwindet, bedingt durch den tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt und die Politik der Wirt­schafts­ver­bände, macht Beleg­schaften in vielen euro­päi­schen Ländern zu schaffen. Diese Erfah­rungen haben dazu geführt, dass die Zahl der Ent­schei­dungs­streiks in ein­zelnen Fabriken in den ver­gan­genen Jahren zurück­ge­gangen ist und die aus der Defensive geführten poli­ti­schen Streiks zuge­nommen haben, lautet die These des kürzlich erschie­nenen Buchs »Poli­tische Streiks im Europa der Krise«.

Der Vor­stand der IG Metall zumindest macht sich über neue Kampf­formen kaum Gedanken. Auf ihrer Homepage wird der Opel-Kon­flikt zu einem Kampf zwi­schen den Stand­orten USA und Deutschland sti­li­siert. Von einer »Kampf­ansage von General Motors an Opel Bochum« ist da etwa die Rede. Das Management habe die Marke Opel beschädigt, lautet die Klage der gewerk­schaft­lichen Co-Manager, die ein pro­fi­tables Opel-Werk fordern. »Damit sind weitere Ver­zichts­er­klä­rungen der Beschäf­tigten schon vor­pro­gram­miert«, kom­men­tiert Schaumberg.

Aller­dings gibt es auch bei Opel noch Wider­spruch gegen die Linie der IG Metall. So empfahl ein oppo­si­tio­neller Betriebsrat auf der Kund­gebung am 14. Dezember, sich an den bel­gi­schen Ford-Kol­legen aus Genk ein Bei­spiel zu nehmen, die Anfang November nach der Ankün­digung der Werk­schließung vor dem Ford-Werk in Köln pro­tes­tiert hatten. Die Aktion sei in den Medien in Deutschland als Randale hin­ge­stellt worden, es habe sich aber um eine Pro­test­aktion mit Vor­bild­cha­rakter gehandelt, sagte er unter Applaus. Eben­falls aus den Reihen oppo­si­tio­neller Opel-Gewerk­schafter wird mit dem Vor­schlag, Gewerk­schaften und Umwelt­or­ga­ni­sa­tionen sollen sich gemeinsam für die Pro­duktion umwelt­freund­licher Autos ein­setzen, an die Kon­ver­si­ons­pläne der sieb­ziger Jahre ange­knüpft.

»Solche For­de­rungen können nicht in einem Werk umge­setzt werden, sondern setzen eine ganz andere Aus­ein­an­der­setzung mit dem Kapital voraus«, betont Schaumberg. Bei der GoG wird daher über die For­derung dis­ku­tiert, dem Management mit der Position gegen­über­zu­treten: »Die Arbeit könnt ihr behalten, aber ihr müsst uns weiter bezahlen.« Schließlich hätten die Lohn­ab­hän­gigen die Situation, die zum Beschluss führte, das Werk zu schließen, nicht ver­ur­sacht. Damit knüpfen sie an die Parole »Wir zahlen nicht für eure Krise« an. Im Fall Opel ist die Parole sogar treffend. Denn es ist auch das durch die deutsche Kri­sen­po­litik der euro­päi­schen Peri­pherie oktroy­ierte Ver­ar­mungs­pro­gramm, das den deut­schen Export ein­brechen ließ und Opel unren­tabel macht. Wer jeden Cent zweimal umdrehen muss, kauft keine Autos.

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Peter Nowak