Es ist immer erstaunlich, wenn sich Staatchefs der Länder, die seit Jahrhunderten Natur und Klima verändern, plötzlich als Retter des Ökosystems ausgeben

Regenwald: Sorge um Umwelt oder Ökoimperialismus?

Statt sich in diesen inner­ka­pi­ta­lis­ti­schen Kon­flikten auf einer Seite zu posi­tio­nieren, wäre es sinn­voller, darauf hin­zu­weisen, dass der Kapi­ta­lismus das Klima killt, wie es Thomas Konicz in der Wochen­zeitung kontext prä­gnant zusam­men­fasst und stringent begründet hat. Dabei sind Bol­sonaro und die hinter ihm ste­hende Agrar­lobby genauso wie die EU und die Befür­worter des Frei­han­dels­ab­kommens Teil des Pro­blems und nicht der Lösung.

Es ist schon einige Jahre her, als in linken Debatten der Begriff des »Öko­im­pe­ria­lismus« bekannt wurde. Damals schon wurde ein Sze­nario ent­wi­ckelt, wonach die Regie­rungen des glo­balen Nordens den Ländern des glo­balen Südens erklären werden, dass der dortige Regenwald nicht ihnen, sondern der Welt­ge­mein­schaft gehört. Damit konnte dann gut begründet werden, warum man unge­niert in die Belange dieser Staaten ein­greifen kann. Als letztes Mittel stünden dann bewaffnete Grün­helme zur Ver­fügung, die »unseren Regenwald«, bzw. »unsere grünen Lungen«, not­falls auch mili­tä­risch gegen die Regie­rungen des glo­balen Südens ver­teidigt. Wer in den letzten Tagen die Debatte über die bren­nenden Regen­wälder in Bra­silien ver­folgt hat, könnte denken, dass die Kri­tiker.….

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