Lieferdienstkuriere agieren mittlerweile gewerkschaftlich. Die Folgen der Foodora-Übernahme sind noch offen

Gemeinsam für bessere Arbeit

Dem Rückzug von Deli­veroo kann der Gewerk­schafter durchaus auch positive Seiten abge­winnen, obwohl der Verlust von rund 1100 Arbeits­plätzen für die Betrof­fenen schmerzlich ist. «Unserer Meinung nach hängt der Rückzug damit zusammen, dass das Modell der Schein­selbst­stän­digkeit der Fahrer*innen nicht funk­tio­niert hat.»

Im Hof des Aquino-Hotels in Berlin-Mitte haben sich Don­ners­tag­mittag viele Essens­dienst­lie­fe­ranten ver­sammelt: Kurier*innen mit weiß-vio­letten T‑Shirts von Foodora und Fahrer*innen in oran­ge­far­benen Hemden mit dem Logo des öster­rei­chi­schen Lie­fer­ser­vices Lie­fe­rando. Sie waren aller­dings nicht im Dienst, sondern hatten sich auf Ein­ladung der.…

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Lieferant*innen organisieren sich gegen die Kannibalisierung in ihrer Branche

Fressen bringen und gefressen werden

Für Keno Böhme von der NGG hat der Abschied des Lie- fer­dienstes auch positive Aus­wir­kungen. Er hat früher selber für ver­schiedene Lie­fer­dienste gear­beitet und kümmert sich mitt­ler­weile haupt­amtlich bei der NGG um die gewerk­schaft­liche Orga­ni­sation bei Lie­fer­diensten.

Jung, fle­xibel und schlecht be-zahlt – diesen Ruf haben Arbeits­ver­hält­nisse bei Lie­fer­dienstem. Dem­ge­genüber nimmt die Zahl der Fahrer*innen zu, die sich gewerk­schaftlich orga­ni­sieren und für die Ver­bes­serung ihrer Arbeits­be­din­gungen ein­treten. Am Don­nerstag hatte die Gewerk­schaft.…

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