Eine vergessene Geschichte

Radaulustige Weiber?

Dania Alasti würdigt die Frauen der deut­schen Revo­lution von 1918/19

Die Novem­ber­re­vo­lution scheint auch in der linken Geschichts­schreibung eine Män­ner­sache gewesen zu sein. Sozia­lis­tinnen wie Rosa Luxemburg und Clara Zetkin sind die berühmten Aus­nahmen von der Regel. Doch in diesem Jubi­lä­umsjahr wurde daran erinnert, dass mit der Novem­ber­re­vo­lution auch das Frau­en­wahl­recht in Deutschland ein­ge­führt wurde. Es gab einen Staatsakt und eine Gedenk­stunde im Deut­schen Bun­destag. Zitiert wurde vor allem immer wieder die Ansprache der Sozi­al­de­mo­kratin Marie Juchacz im ersten frei gewählten deut­schen Par­lament. Für die in Berlin lebende Phi­lo­so­phie­dok­to­randin Dania Alasti war die endlich auf­ge­flammte Dis­kussion Anlass,…

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Her mit dem ganzen Leben - Brot und Rosen

Keiner schiebt uns weg

Der Inter­na­tionale Frau­en­streik am 8. März gibt Gele­genheit, über neue Formen soli­da­ri­scher Koope­ration nach­zu­denken

Am Freitag werden in Berlin manche Men­schen erstaunt vor ver­schlos­senen Läden und Büros stehen. Denn nicht alle werden mit­be­kommen haben, dass in diesem Jahr in der Haupt­stadt der Inter­na­tionale Frau­entag am 8. März zum neuen Fei­ertag [1] wurde.

Das hat die Koalition aus SPD, Grüne und Linke beschlossen und damit auch noch Clara Zetkin Gerech­tigkeit wie­der­fahren lassen. Auf die Sozia­listin und Frau­en­recht­lerin geht der 8. März zurück. Weil Zetkin, die an der Seite von Rosa Luxemburg am linken Flügel der SPD stand, 1919 KPD-Mit­glied wurde, galt sie manchen nach 1989 nicht mehr würdig, als Namens­ge­berin von Straßen zu fun­gieren. Es gab in ver­schie­denen Städten Umbe­nen­nungen.

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