Die NPD, »Die Rechte«, »Der III. Weg« und andere Neonazi­organisationen versuchen, sich als Garanten von Sicherheit zu gerieren. Sie wollen damit ihr Image verbessern und neues Personal rekrutieren.

Sturmabteilung 2.0

Zur Frage des Ver­hält­nisses dieser selbst­er­nannten Bür­ger­wehren zur Polizei blieb die Bun­des­re­gierung vage. »Ob und inwieweit Koope­ra­tionen zwi­schen Poli­zei­be­hörden und Bürger­wehren oder ähn­lichen Orga­ni­sa­ti­ons­formen auf lokaler Ebene bestehen, ist der Bun­des­re­gierung nicht bekannt«, heißt es. Die Bun­des­re­gierung kann der­artige Koope­ra­tionen also nicht aus­schließen – nicht son­derlich beru­higend.

»Schafft Schutz­zonen – Sicherheit durch Soli­da­rität«, lautet das Motto einer Website, die bereits auf den ersten Blick der extremen Rechten zuge­ordnet werden kann. Die abge­bil­deten Männer und Frauen sind durch schwarz-rot-goldene Streifen über­deckt. Dar­unter heißt es unmiss­ver­ständlich: »Eine Schutzzone ist ein Ort, an dem Deutsche Sicherheit finden können.« Dort sollten Recht und Gesetz durch­ge­setzt werden, »wenn eine akute Bedrohung durch Sicher­heits­organe nicht sofort beseitigt werden kann«. Schnell wird klar, dass es bei den bewor­benen Schutz­zonen um das geht, was in den neun­ziger Jahren »national befreite Zonen« hieß. Die auf der Website auf­ge­lis­teten zehn Schritte zur Schaffung einer Schutzzone lesen sich wie .…

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