Im Vorfeld der Seattle-Proteste wurde die Plattform Indymedia geboren, um die mediale Machtbalance zu verschieben.

»Die wirkliche Geschichte erzählen«

Bereitet Euch darauf vor, über­schwemmt zu werden von der Welle akti­vis­ti­scher Medienmacher*innen vor Ort in Seattle und überall auf der Welt, die die wirk­liche Geschichte hinter der Welt­han­dels­ver­ein­barung erzählen.« Mit dieser Erklärung trat das Inde­pendent Media Center (IMC) am 24. November 1999 erstmals an die Öffent­lichkeit. Es war die Geburts­stunde der Inter­net­plattform Indy­media.

Mit den Pro­testen gegen die Welt­han­dels­or­ga­ni­sation (WTO) 1999 in Seattle erstarkte nicht nur die glo­ba­li­sie­rungs­kri­tische Bewegung. Sie baute sich auch einen eigenen Medi­en­kanal auf, um die Bericht­erstattung nicht den eta­blierten Zei­tungen und Fern­seh­sta­tionen zu über­lassen. »Bereitet Euch darauf vor, über­schwemmt zu werden von der Welle akti­vis­ti­scher Medienmacher*innen vor Ort in Seattle und überall auf der Welt, die die wirk­liche Geschichte hinter der Welt­han­dels­ver­ein­barung erzählen.« Mit dieser Erklärung trat das .…

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Vor 20 Jahren gab es eine globale globalisierungskritische Bewegung, heute gibt es eine starke rechte Bewegung, die das Internet längst für sich entdeckt hat

20 Jahre Indymedia – oder wer hat das Internet so ruiniert?

Das Problem ist, dass das Internet selber den Mythos pro­du­ziert, dass es die ent­schei­dende Res­source der Bewegung war. Und tat­sächlich wird man poli­tische Aktionen, bei denen das Internet keine oder keine ent­schei­dende Rolle spielte, nicht im Internet finden.

Heute vergeht kaum eine Medi­en­sendung, in der nicht über Hass und Hetze im Netz gewarnt wird. Meistens fehlt auch nicht die defä­tis­tische Vor­stellung, dass das Internet mit ver­ant­wortlich ist für den Auf­stieg der Rechten in aller Welt. Da lohnt es sich noch einmal einen Text zu lesen, der vor 20 Jahren .…..

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