Die gesellschaftlichen Verhältnisse der Entsolidarisierung wurden schon von den verschiedenen Renzi- und Berlusconi-Regierungen vorbereitet

Lässt sich Salvinis Griff nach der totalen Macht noch stoppen?

Das Hoch­jubeln und der Fall des kleinen Dorfes Riace kann auch das Symbol für eine Linke gesehen werden, die Pro­jekte erst roman­ti­siert und sich zurück­zieht, sobald es Gegenwind gibt. Kein Wunder, dass es dieser Linken aktuell nicht gelingt, die Massen zu über­zeugen. Das ist das Erfolgs­ge­heimnis von Ber­lusconi gewesen und das bringt jetzt Salvini die Stimmen ein.

Noch ist nicht klar, ob in Italien die Pläne des rechten Innen­mi­nisters Salvini so schnell auf­gehen werden. Er strebt rasche Neu­wahlen an und hofft dann auf eine so große par­la­men­ta­rische Mehrheit, dass er ent­weder allein regieren kann oder in einem Block mit wei­teren »post­fa­schis­ti­schen« Par­teien die erste Geige spielen kann. Eigentlich hatte er diese Rolle die letzten Monate schon eingenommen.Der Innen­mi­nister bestimmte die Agenda der ita­lie­ni­schen Politik. Er gab mit seiner Linie, die ita­lie­ni­schen Häfen für Migranten zu schließen, die Richt­linien vor und degra­dierte den wahl­arith­me­tisch stär­keren Koali­ti­ons­partner, die klein­bür­ger­liche Fünf-Sterne-Bewegung, zum Juni­or­partner. Nun könnte es aller­dings sein, dass sich eine .…

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