Die Umweltbewegung muss es schaffen, den Klimawandel in gesellschaftliche Zusammenhänge zu stellen. Sonst drohen weltweite Sondervollmachten und es profitieren kapitalistische Verwertungsinteressen

Zwischen Klimawandel und Gretamanie

Hier kommen wir zu den Pro­blemen dieses bruch­losen Bezugs auf die Wis­sen­schaft, den Thunberg mit vielen Kli­ma­ak­ti­visten teilt. Sie beziehen sich dabei auf Zahlen und che­mische Formeln, die richtig oder falsch sein mögen, und ver­gessen, dass es die »reine Wis­sen­schaft« nicht gibt. Wis­sen­schaft und ihre Erkennt­nisse werden immer von Men­schen und Inter­es­sen­gruppen inter­pre­tiert und erklärt.

Die knapp 4‑minütige Rede der Kli­ma­ak­ti­vistin Greta Thunberg vor dem UN-Kli­ma­gipfel sorgte für die erwar­teten Reak­tionen. Ihre Anhänger und das grüne Milieu applau­dierten ihr, ohne aber inhaltlich auf ihre Aus­sagen ein­zu­gehen. Die meisten Kon­ser­va­tiven und auch die Ultra­rechten spot­teten oder ver­suchten wie der CDU-Poli­tiker Friedrich Merz, Thunberg zu patho­lo­gi­sieren. Besonders dras­tisch ist die Ein­lassung des ehe­ma­ligen SZ-Kari­ka­tu­risten Dieter Hanitzsch, der .…

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