»Rigaer94«-Unterstützer weiter in Haft

Rund 70 Men­schen demons­trierten am Sams­tag­nach­mittag vor der JVA Moabit für die Ent­lassung zweier Gefan­gener aus der Unter­su­chungshaft. »Freiheit für Aaron und Balu« lautete das Motto der Kund­gebung. Der Student aus Münster und der Beschäf­tigte im IT-Bereich sitzen seit dem 9. Juli in Unter­su­chungshaft. Beide wurden an dem Tag am Rande einer großen Soli­da­ri­täts­de­mons­tration für das Haus­projekt Rigaer Straße 94 in Fried­richshain fest­ge­nommen, weil sie Gegen­stände geworfen haben sollen. Die Staats­an­walt­schaft wirft ihnen schweren Land­frie­dens­bruch vor.

Ver­treter der Anti­re­pres­si­ons­or­ga­ni­sation Rote Hilfe und des Netz­werks »Freiheit für alle poli­ti­schen Gefan­genen« kri­ti­sierten, dass sich die beiden Männer trotz festen Wohnsitz schon mehr als einen Monat in Haft befinden. Auch der Ber­liner Rechts­anwalt Nils Spörkel hält das für unver­hält­nis­mäßig, wie er dem »nd« sagte. Er reichte Beschwerde ein. Scheitert er damit, müssen die beiden Männer bis zum nächsten Haft­prü­fungs­termin Mitte Oktober im Gefängnis bleiben.

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Peter Nowak