Ettlingen erinnert mit Stolpersteinen an Opfer von Euthanasiemorden

Dem Vergessen entrissen

Viele NS-Opfer blieben auch nach dem Ende des Nazi­re­gimes aus­ge­grenzt, manche wurden gar weiter ver­folgt. Das betraf vor allem Men­schen, die als »asozial« stig­ma­ti­siert waren. Nach­fahren wollen in einigen Fällen bis heute ein Gedenken ver­hindern. Daher ist es dem Ett­linger Bündnis gegen Ras­sismus und Neo­nazis besonders wichtig, auch junge Men­schen anzu­sprechen.

Hier wohnte August Legleiter, geb. 1878, ein­ge­wiesen in Heil­an­stalt Hub, verlegt 1940 Gra­feneck, ermordet 10. 7. 1940, T 4« steht auf einem Stol­per­stein. Auf einem anderen ist zu lesen: »Emil Köhler, geb. 9. 7. 1913 Ett­lingen, angeblich am 20. 9. 1940 in Gra­feneck gestorben, tat­sächlich am 20.08.1940 ermordet«. Diese Angaben kann man auf zwei Stol­per­steinen lesen, die an Men­schen erinnern, die in der Region ermordet wurden, weil die Nazis sie auf­grund von Behin­de­rungen oder ver­meint­lichen psy­chi­schen Leiden als »unwertes Leben« betrach­teten. Dass an sie erinnert wird, ist dem »Ett­linger Bündnis gegen Ras­sismus und Neo­nazis« zu ver­danken. Der kleine Kreis von Anti­fa­schisten in der knapp 40.000 Ein­wohner zäh­lenden Stadt in Baden-Würt­temberg widmet sich.….

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