Ein Suizid in der JVA Bruchsal sorgt kaum für Diskussionen. Das Leben der Strafgefangenen ist derzeit schweren Einschränkungen unterworfen

Gefangene in Zeiten von Corona

»Ich habe meinen Mann das letzte Mal Ende Januar besuchen können. Seitdem hatten wir keinen Kontakt mehr«, berichtet Manuela Schulze, deren Ehemann in der JVA Unter­maßfeld in Thü­ringen inhaf­tiert ist. Sie hat sich mit wei­teren Frauen zusam­men­ge­schlossen, die ihre inhaf­tierten Partner nicht besuchen dürfen. Sie haben an ver­schie­denen Behörden geschrieben und sie gefragt, wie das Abstands­gebot von min­destens ein­einhalb Metern in einem Gefängnis ein­ge­halten werden soll.

Die Aus­gangs­be­schrän­kungen im Zeichen der Corona-Krise werden halb iro­nisch auch schon mal Wohnhaft genannt. Die Men­schen, die tat­sächlich inhaf­tiert sind, sind in beson­derer Weise von den Not­maß­nahmen betroffen, auch wenn es in Baden-Würt­temberg noch keine Anste­ckungen von Gefan­genen gibt. Zu den ein­schnei­denden Kon­se­quenzen gehörten die …

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