Plattformen, über die Kunden Essen bestellen können, konkurrieren hart untereinander. Leidtragende sind die Beschäftigten. Doch die Fahrerinnen und Fahrer organisieren sich selbst.

Fressen und gefressen werden

Die einzige Chance für ein kol­lek­tives Unter­nehmen sieht die FAU darin, dass Men­schen bereit sind, mehr für den Service zu zahlen.

Am 16. August kam das Aus. Der Essens­lie­fer­dienst Deli­veroo zog sich end­gültig aus Deutschland zurück. Über 1 000 Beschäf­tigte wurden mit einem Mal arbeitslos. Zuvor war bereits der Essens­lie­fer­dienst Foodora von Lie­fe­rando auf­ge­kauft worden, der als vor­läu­figer Gewinner aus dem Kan­ni­ba­li­sie­rungs­prozess unter den Lie­fer­diensten her­vorging. Für Keno Böhme, der für ver­schiedene Lie­fer­dienste gear­beitet hatte, bevor er haupt­amtlich begann, bei der Gewerk­schaft Nahrung- Genuss- Gast­stätten (NGG) die dort Beschäf­tigten zu orga­ni­sieren, hat der Abschied von Deli­veroo aus gewerk­schaft­licher Sicht auch positive Aus­wir­kungen. »Unserer Meinung nach hängt der Rückzug damit zusammen, dass das .…

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