Sozialismustage in Berlin mit Debatten über Enteignungen, Kämpfe in Lateinamerika und die Erholung der Gewerkschaften in Europa

Eine linke Politik ist möglich

Hun­derte Debat­tier­freudige kamen am Oster­wo­chenende in Berlin zu den Sozia­lis­mus­tagen zusammen. Der offene Kon­gress folgt einem Impuls: Es muss etwas Bes­seres geben als den Kapi­ta­lismus.

»Ich wünsche mir eine Linke, die nicht eine etwas bessere, sondern eine ganz andere Politik macht als die anderen Par­teien. Ich wünsche mir eine Linke, die nicht mit den pro­ka­pi­ta­lis­ti­schen Kräften koope­riert.« Der Applaus wurde lauter, als der Thea­ter­re­gisseur Volker Lösch am Frei­tag­abend auf der Auf­takt­ver­an­staltung der dies­jäh­rigen Sozia­lis­mustage in Berlin diese Worte sprach. Drei Tage dis­ku­tierten mehrere hundert Men­schen, dar­unter …

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HU-Studierende bringen neuen Schwung in die Berliner Apo

Universitätsaktivisten und Vertreter stadtpolitischer Initiativen berieten die nächsten Schritte ihrer Kooperation

»Holm bleibt«, steht auf meh­reren Bannern im großen Ver­samm­lungsraum, in dem am Diens­tag­abend stu­den­tische Akti­visten und Ver­treter stadt­po­li­ti­scher Initia­tiven die nächsten Schritte ihrer Koope­ration berieten.

Seit mehr als drei Wochen halten Stu­die­rende das Institut für Sozi­al­wis­sen­schaften der Hum­boldt-Uni­ver­sität besetzt, um gegen die Ent­lassung des kri­ti­schen Stadt­so­zio­logen Andrej Holm durch die Uni­ver­si­täts­prä­si­dentin Sabine Kunst wegen fal­scher Angaben zu seiner Tätigkeit beim Minis­terium für Staats­si­cherheit der DDR zu pro­tes­tieren.
»Den Kampf um Holm haben wir ver­loren. Doch durch die große Soli­da­ri­täts­kam­pagne wurde erreicht, dass er nicht schon nach einer Woche als Staats­se­kretär ent­lassen wurde«, meinte Rouzbeh Taheri vom Mie­ten­volks­ent­scheid am Diens­tag­abend. Kurt Jotter vom Büro für Unge­wöhn­liche Maß­nahmen beschei­nigte den Stu­die­renden, neuen Schwung in die außer­par­la­men­ta­rische Oppo­sition Berlins gebracht zu haben. Es sei ihrer Initiative zu ver­danken, dass es Ende Januar zur ersten Demons­tration sozialer Initia­tiven nach Antritt von Rot-Rot-Grün in Berlin gekommen ist. Zum hun­dertsten Tag von deren Regie­rungs­an­tritt will das Bündnis erneut mit Aktionen für eine andere Mie­ten­po­litik auf die Straße gehen und dort auch den Koali­ti­ons­vertrag kritisieren.Derweil debat­tieren die Stu­die­renden über die Per­spektive der Besetzung. Seit dem 6. Februar finden in drei Insti­tuts­räumen wieder Vor­le­sungen statt. Dem­nächst stehen Klau­suren an.

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Peter Nowak