Viele wollen jetzt die Erde, die Menschheit oder die Natur retten. Aber wäre es nicht besser, erst einmal die Vernunft zu retten?

Warum wir die Natur nicht retten wollen

Der Hang zum unkri­ti­schen Mittun wird natürlich ver­stärkt, weil die Kli­ma­be­wegung für junge Aka­de­miker nach Abschluss ihres Stu­diums Jobs bietet und da muss die kri­tische Analyse schon mal zurück­stehen. Das muss man auch nie­mandem vor­werfen.

Es war Anfang der 1980er Jahre. Die deutsche Frie­dens­be­wegung war auf dem Höhe­punkt. Wer kann auch schon dafür sein, wenn neue Atom­ra­keten in Ost und West auf­gebaut werden? Wenn es Streit gab, dann über die Akti­ons­formen. Würden Groß­de­mons­tra­tionen reichen oder sollte man bei­spiels­weise mit Manö­ver­be­hin­de­rungen etwas robuster ins Mili­tär­ge­schehen ein­greifen, wie es 1984 in Ost­hessen, dem soge­nannten Fulda-Gap, geschehen ist? Und dann kam da ein Intel­lek­tu­eller wie Wolfgang Pohrt und machte die ganze schöne deutsche Frie­dens­be­wegung madig, indem er .….

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Die Initiative »Workers for Future« will Klimabewegung und Gewerkschaften zusammenbringen

Kein Widerspruch

Zum Kli­ma­streik am 20. Sep­tember ver­teilte die Initiative translib einen Text unter dem Titel »Was bleibt von der Welt am Ende des Monats?« Mit der Über­schrift nahmen sie Bezug auf die unter­schied­lichen Rea­li­täten von manchen mit­tel­stän­di­schen Klimaaktivist*innen und Men­schen in pre­kären Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nissen. Während die Umweltaktivist*innen von dem Ende der Welt reden, müssen viele Beschäf­tigte dafür kämpfen, dass sie genug Geld für das Über­leben bis zum Monatsende haben, so der Vorwurf.

Umwelt und Klima waren in der ver­gan­genen Zeit wie­der­keh­rende Themen im öffent­lichen Diskurs. Einige Linke scheinen sich daher zu fragen, ob die Gefahr besteht, dass soziale Themen an den Rand gedrängt werden. Zuletzt gab es wohl auch auf­grund dieser Sorge ver­schiedene Ver­suche, die Trennung von der Umwelt- und Kli­ma­be­wegung einer­seits und gewerk­schafts­nahen Posi­tionen ande­rer­seits zu über­winden. Jüngst haben sich in diesem Zuge bun­desweit Initia­tiven mit dem Namen »Workers for Future« (Arbeiter für die Zukunft) gegründet, die .…

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