Mit alten Rädern zum Erfolg

RAD­KU­RIERE Foodora ver­spricht Fahrern Pau­schale für Smart­phone und Rad

Über schlechte Arbeits­be­din­gungen klagen die Fahr­rad­ku­riere vieler Essen­lie­fer­dienste seit Langem. Um ihre Arbeits­be­din­gungen zu verbessern,schlossen sich einige mit Unter­stützung der Basis­ge­werk­schaft Freie Arbeiter Union (FAU) zur Deli­ver­union zusammen. Im April übergab die FAU den beiden Unter­nehmen einen
von Fah­re­rInnen von Deli­veroo und Foodora erar­bei­teten For­de­rungs­ka­talog. Er enthält die For­derung nach Erhöhung der Ent­gelte um 1 Euro pro Stunde und Zustellung, nach Über­nahme der Arbeits­mit­tel­kosten und
einer garan­tierten Min­destzahl von Arbeits­stunden. Am Mitt­woch­nach­mittag luden Beschäf­tigte vor der Deli­veroo-Zen­trale in Kreuzberg alte Fahr­rad­teile ab, um auf den hohen Ver­schleiß ihres Arbeits­geräts
hin­zu­weisen, dessen Kosten sie bisher selbst tragen müssen. Die anschlie­ßende Fahr­raddemo führte zur Foodora-Zen­trale in Mitte, wo die Abschluss­kund­gebung stattfand. Das Unter­nehmen signa­li­sierte gegenüber
der FAU Gesprächs­be­reit­schaft und führte eine Pau­schale für die Kosten von Smart­phone und Fahr­rädern ein. Die Deli­ver­union will künftig mehr Druck machen, um ihrer For­de­run­gen­durch­zu­setzen.

TAZ, DON­NERSTAG, 29. JUNI 2017
Peter Nowak